DJK ist nach Doppelaufstieg völlig aus dem Häuschen

Ausgelassen feierten die DJK-Damen nach dem Sieg gegen TuS Jahn Dellwig den Aufstieg in die Landesliga mit den ebenfalls erfolgreichen Herren.
Ausgelassen feierten die DJK-Damen nach dem Sieg gegen TuS Jahn Dellwig den Aufstieg in die Landesliga mit den ebenfalls erfolgreichen Herren.
Foto: Mark Sonneborn

Bösperde..  „Doppelaufstieg, Doppelaufstieg, hey hey hey“, hallte es am Sonntagabend aus hunderten Kehlen in der Sporthalle in Bösperde. Die Handballerinnen der DJK folgten den Herren in die Landesliga. Im zweiten Relegationsspiel besiegte das Team von Trainer Christian Schedalke gestern Nachmittag den TuS Jahn Dellwig mit 29:26 (12:10) und schaffte damit souverän den Aufstieg ein.

Die Tür dorthin hatten sie bereits am vergangenen Wochenende mit dem deutlichen 26:20-Sieg in Wetter weit aufgestoßen. Nun fehlte noch ein Punkt.

Gegen Dellwig kam die DJK nicht so schnell auf Touren, wie zuletzt in Wetter. Die Anfangsphase zog sich zäh wie Kaugummi dahin (2:1/6.). Dellwig glich zum 2:2 aus, ging durch Camilla Woedeler per Siebenmeter und Isabel Kampmann mit 4:2 in Führung (11.). Nun stand Bösperde unter Druck. Schedalke ließ Dellwigs Halblinke Lena Pluener durch Luisa Kickermann in Manndeckung nehmen.

In Unterzahl blieben die Gastgeberinnen aber am Ball. Vanessa Sparenberg besorgte den wichtigen Anschluss, und Nadine Witthaut, die schon in der ersten Halbzeit mächtig einstecken musste, glich zum 4:4 aus (13.). Mit Wut im Bauch brachte sie ihr Team dann auch mit 5:4 in Führung.

Starke Maren Seeling

Das Spiel gestaltete sich völlig ausgeglichen. Dellwig kämpfte und profitierte von der pfeilschnellen Tatjana Brauckmann, die Bewegung ins Spiel brachte, die Fäden zog und dabei stets ein Auge für die bestpositionierte Mitspielerin hatte, aber auch selber abschließen konnte.

Bösperde dagegen hatte im Kasten eine Maren Seeling, die einmal mehr der große Rückhalt war. „Hätten wir sie nicht gehabt, hätte es zur Pause anders ausgesehen“ meinte Schedalke. So aber gingen die Gastgeberinnen mit einem dünnen Vorsprung zum Pausentee (12:10).

Nach dem Wechsel schloss Dellwig zunächst an (12:11/Brauckmann). Dann aber kam Bösperde in Schwung. Kickermann traf zum 13:11, Hanna Einacker erhöhte auf 14:11 und Witthaut besorgte den ersten Vier-Tore-Vorsprung. Dellwig nahm nun Witthaut in Manndeckung und stemmte sich gegen den wachsenden Rückstand. Bösperde hielt den Vorsprung konstant. Langsam holten die Gäste aber auf und schlossen zum 20:19 (46.) auf.

Fans treiben DJK an

Nun aber schien die Luft bei Dellwig endgültig ‘raus zu sein. Den Aufstieg vor Augen spielten die Bösperderinnen jetzt groß auf. Angepeitscht von den Fans, darunter auch einer Belegschaft aus Wetter, die durch den Bösperder Sieg ebenfalls aufgestiegen sind, strebten die Gastgerinnen nun einem sicheren Sieg entgegen.

Niemanden hielt es in der Halle noch auf den Plätzen. Lautstark wurde jedes Tor bejubelt. Über 22:19 (Sparenberg) und 25:19 (Sparenberg/Siebenmeter) zog die DJK davon. Spätestens beim 27:20 (56./Anna Wergen) war die Vorentscheidung gefallen. Dellwig konnte noch verkürzen, aber nicht mehr an der Entscheidung rütteln. Lea Seeling traf zum 28:21, Kickermann zum 29:23 (58.).

„Die Mannschaft mit der besseren Chancenverwertung hat das Spiel gewonnen. Glückwunsch an das junge Team aus Bösperde“, gratulierte TuS-Trainer Tim Severin der DJK zum verdienten Sieg.

Feiern mit den Fans

„Ein Spiel hat 60 Minuten, da ist es egal, wie man in die Pause geht. Wir haben nun zwei Siege errungen. Da will ich mal drüber hinwegsehen, dass manche heute etwas nachlässig ins Spiel gegangen sind. Maren Seeling hat wieder stark gehalten. Wir haben heute voll auf Sieg gespielt, und da konnte uns auch die Manndeckung nicht stoppen“, bilanzierte Bösperdes Trainer Christian Schedalke.

„Wir hatten ein großes Ziel, den Aufstieg. Mit dem tollen Team haben wir das Ziel erreicht. Wir haben aber damit gerechnet, dass es nochmal richtig schwer wird. Wir wussten, dass Dellwig alles in die Waagschale werfen würde. Das haben die auch über 45 Minuten getan. Nur wird mit den Fans ganz groß gefeiert“, meinte Vanessa Sparenberg.