DJK Bösperde hält Verfolger Ruhrtal auf Abstand

Kraftvoller Einsatz bei der Suche nach einer Lücke in der gegnerischen Abwehr: Die Bezirksliga-Damen der DJK Bösperde mussten für das 21:21-Remis gegen Verfolger SG Ruhrtal mächtig kämpfen.
Kraftvoller Einsatz bei der Suche nach einer Lücke in der gegnerischen Abwehr: Die Bezirksliga-Damen der DJK Bösperde mussten für das 21:21-Remis gegen Verfolger SG Ruhrtal mächtig kämpfen.
Foto: Tobias Schad
Was wir bereits wissen
Während die DJK Bösperde sich an der Tabellenspitze der Bezirksliga behauptet, wird HSG Menden-Lendringsen II in der Verbandsliga zum Sorgenkind.

Menden..  Bei den Handball-Damen der DJK Bösperde läuft es derzeit rund. Der heimische Bezirksligist gibt in der Staffel 6 weiterhin den Takt vor, und daran konnte auch das 21:21-Remis gegen Verfolger SG Ruhrtal nichts ändern.

Während die Bösperderinnen durchaus vom Titelgewinn träumen dürfen, bereitet das Abschneiden von HSG Menden-Lendringsen in der Verbandsliga 2 große Sorgen. Denn durch das überraschend deutliche 22:35 im Kellerduell bei der Ahlener SG rutschte man sogar auf den letzten Tabellenplatz.

Damen-Verbandsliga 2: Ahlener SG - HSG Menden-Lendringsen II 35:22 (18:10). Das war ernüchternd und lässt für den weiteren Saisonverlauf das Schlimmste befürchten. „Das war ein sportlicher Offenbarungseid“, ereiferte sich Trainer Helmut Fahn und suchte nach Erklärungen für eine völlig desolate Vorstellung in dieser so wichtigen Partie, bei der mit Lisa Neuhaus, Luisa Köck und Lisa Albrecht sogar drei Mitglieder des Oberliga-Kaders mitgewirkt hatten.

„Wenn solche Leute dabei sein, sollte eigentlich ein Ruck durch die Mannschaft gehen – aber der kam nicht“, so Fahn, der stattdessen feststellen musste, dass sein Team „sehr hektisch und sehr zerfahren“ spielte und schnell mit 0:5 hinten lag. Auch in der Folgezeit agierte die HSG ohne Konzept und ließ zudem jegliche Einstellung vermissen. „Wenn man so auftritt, darf man sich nicht wundern – es hat zu viele falsche Entscheidungen gegeben“, hegte Fahn aber die Hoffnung, dass sich seine Mannschaft schon bald wieder in besserer Verfassung präsentiert.

HSG Menden-Lendringsen II: Spiekermann, Michel; Verena Ziegenhirt (2), Julius (4), Novak (1), Neuhaus (5), Köck (2), von Estorff (2), Sandra Rohländer (3), Prenger (1), Albrecht (1), Wilhelm, Schmidt (1).

Bezirksliga 6: DJK Bösperde - SG Ruhrtal 21:21 (14:12). Christian Schedalke hätte am liebsten auch diese Partie gewonnen, aber der DJK-Trainer war auch mit der Punkteteilung im diesem Ligaschlager zufrieden. „Das war ein gutes Spiel, kampfbetont und spannend – Werbung für den Damenhandball“, sagte Schedalke und ärgerte sich nur über die letzte Viertelstunde, als seine Mannschaft eine komfortable 17:13-Führung aus der Hand geben musste. „Wir hätten den Sack zumacken können, haben das aber leider nicht geschafft – auch weil wir danach kein Tor erzielt haben“, so Schedalke, dessen Damen in dieser Phase unter anderem zwei Siebenmeter ungenutzt ließen. „Wir haben dann zu überhastet gespielt und waren in Überzahl nicht clever genug.“

DJK Bösperde: Maren Seeling, Kaese; Hellwig, Lea Seeling, Kickermann, Witthaut, Einacker, Palchewski, Ilchmann, Bonse, Daus, Albrecht, Werning, Sparenberg.

TV Menden-Schwitten II - TV Neheim 22:22 (13:11). Auch wenn der durchaus mögliche Sieg nicht eingefahren werden konnte, sollte dieses Resultat Mut für die Rückrunde machen. „Unsere Leistung war gut“, sagte Teamsprecherin Sabine Kreutz und berichtete von einem Spiel gegen einen starken Gegner, das die TVS-Zweite über weite Strecken im Griff hatte. „Wir haben kurz vor Schluss noch geführt, dann aber den Ball vertendelt“, schilderte die TVS-Akteurin, dass man im Gegenzug den Ausgleich hinnehmen musste. Trotzdem war der Sieg noch möglich, doch diese Hoffnung zerschellte drei Sekunden vor der Sirene am gegnerischen Pfosten.

TV Schwitten II: Holzmüller; Veronika Manthey, Diana Manthey, Müller, Oelenberg, Filthaut, Diepes, Scholz, Machon, Kreutz, Mayer, Ueding, Rüschenbaum.