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Dirk Schachtsiek: „Das haben die Bösperder wunderbar gemacht“

03.06.2012 | 22:26 Uhr
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Dirk Schachtsiek: „Das haben die Bösperder wunderbar gemacht“
Faustball-Bundesliga in Bösperde: Der TSV Hagen 1860 (gelbe Shirts) spielte gegen Tabellenführer TV Brettorf. Foto: Tobias Schad

Bösperde. Das Lob kam aus berufenem Munde. „Die Bösperder haben das wunderbar gemacht“, sagte Dirk Schachtsiek. Der Mister Faustball in Deutschland adelte die Bundesliga-Veranstaltung des Turnerbundes Bösperde, der am Samstag auf dem Rasenfeld neben der Sporthalle die Partie des TSV Hagen 1860 gegen TV Brettorf ausrichtete.

Die Veranstaltung hätte mehr als die gut 120 Zuschauer verdient gehabt, denn die Gastgeber strickten rund um die erste Heimbegegnung der Volmestädter am vierten Spieltag ein buntes und abwechslungsreiches Programm.

Erster Höhepunkt war sicherlich die Ehrung für Karl-Heinz „Kalle“ Rumpenhorst (siehe nebenstehender Bericht), danach bekamen die Faustballfans Informationen aus erster Hand – Markus Eckert, der die TBB-Fäden in der Hand hielt, interviewte Spieler beider Teams.

Dass der klar favorisierte Tabellenführer aus Niedersachsen die Punkte so nebenbei mit auf die Weiterreise nach Dinslaken (zweites Spiel am Sonntag/5:0) nahm, lässt der klare 5:1-Sieg nur auf den ersten Blick vermuten.

Aufsteiger Hagen bot eine engagierte Leistung und hätte den ersten Durchgang für sich entscheiden müssen, zumal Schlagmann Florian Sonfeld in der Anfangsphase mit präzisen Aufschlägen und Schmetterbällen begeisterte. Eine 7:5-Führung konnte Hagen allerdings nicht ins Ziel retten (10:12). Brettorf setzte in den beiden folgenden Sätzen seine ganze Ruhe durch. Schlagmann Jens von Seggern und Nationalspieler Christian Kläner brachten ihr Team mit 11:6 und 11:7 in eine komfortable Situation.

In der Pause hatte Hagens Teammanager Dirk Schachtsiek, der auf einen Einsatz verzichtete, sein Team noch einmal motiviert. Prompt nutzte der TSV die Brettorfer Unkonzentriertheiten zum Satzgewinn (11:6). Vielleicht hätte man auf den Spitzenreiter noch mehr Druck ausüben können, wenn Satz Nummer fünf auch an die Hagener gegangen wäre. Die holten einen 5:9-Rückstand auf, verloren aber dann unglücklich mit 14:15. Die Entscheidung.

„Wir müssen das Spiel nicht gewinnen, aber es war ärgerlich, dass wir unsere Chancen vergeben haben“, sagte Dirk Schachtsiek und ärgerte sich besonders über den ersten Satz. „Der Angriff war gut, aber der erste Ball war nicht so, wie wir ihn spielen können.“ Aber durch den gestrigen 5:2-Sieg gegen TSV Hagenah haben sich die Hagener ein gutes Polster für die Rückrunde verschafft.

Schachtsiek könnte sich durchaus vorstellen, dann noch einmal nach Bösperde zu kommen. „Bei einer Konstellation mit einem Doppel-Heimspieltag bietet sich so etwas an, und wir würden das sehr gerne wieder machen.“

Beim TBB war man indes glücklich darüber, dass die Organisation reibungslos vonstatten gegangen war. „Wir hätten gerne noch zwei Sätze mehr gesehen, aber wir sind rundum zufrieden, auch wenn wir bei den Zuschauern nur unser kleines Ziel erreicht haben. Wichtig war, dass viele Faustballinteressierte da waren“, sagte Vorstandsmitglied Markus Eckert. Auch Vorsitzender Friedel Antoni, der zusammen mit Patrick Wiggeshoff auch als Linienrichter, war zufrieden: „Für uns war das eine rundum schöne Veranstaltung.“

Franz Schoo

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