Die dreifache Herausforderung

Schwittens Nicole Petrias (hier beim 33:26 gegen Teutonia Riemke) beklagt wieder einmal Ellenbogen-Schmerzen. Hinter ihrem Einsatz im Heimspiel gegen den TuS Drolshagen steht noch ein kleines Fragezeichen.
Schwittens Nicole Petrias (hier beim 33:26 gegen Teutonia Riemke) beklagt wieder einmal Ellenbogen-Schmerzen. Hinter ihrem Einsatz im Heimspiel gegen den TuS Drolshagen steht noch ein kleines Fragezeichen.
Foto: Biene Hagel

Menden..  Die Handball-Oberliga ist für die Hönnestadt-Klubs HSG Menden-Lendringsen und TV Menden-Schwitten so interessant wie lange nicht mehr.

Beide Mannschaften sind dem Tabellenführer SC DJK Everswinkel hart auf den Fersen. Und dür beide Teams stehen im Januar große Aufgaben auf dem Terminzettel. Besonders wird sich für den TVS bis Ende des Monats zeigen, ob man um den Titel mitspielen kann. Denn die kommenden Spiele haben es in sich.

Am Sonntag kommt der Vierte TuS Drolshagen in die Kreissporthalle (15.30 Uhr), eine Woche später gibt der Spitzenreiter seine Visitenkarte in Menden ab, und dann steigt das große Stadt-Derby im Walram.

„Mir wäre es lieber gewesen, wenn diese Spiele etwas mehr verteilt gewesen wären“, sagt TVS-Coach Thorsten Stange. „So werden das drei richtig kräftezehrende Spiele.“ Eine Vorausschau will er aber nicht wagen, vielmehr konzentriert er sich mit seiner Mannschaft zunächst auf die bevorstehende Aufgabe gegen Drolshagen.

Die Gäste aus dem Kreis Olpe beeindruckten bislang mit ihrer Heimstärke, schwächelten dagegen einige Mal bei ihren Auswärtsauftritten. Dennoch hat Thorsten Stange einigen Respekt vor dem TuS.

„Mit ihrer Achse Mitte, Halbrechts und Kreis sind sie natürlich richtig stark“, so der TVS-Coach. „Wir müssen versuchen, unsere Stärken und die Schwächen des Gegners auszunutzen.“ Dass sein Team mittlerweile sehr stabil geworden ist und konstante Leistungen abrufen kann, gefällt ihm natürlich. „Es hat sich etwas verändert – wir haben uns spielerisch verbessert.“

Dieser Vorteil soll auch gegen Drolshagen greifen, wobei Stange hofft, dass er mit „voller Kapelle“ antreten kann. Denn Nicole Petrias laboriert wieder an ihrer Ellenbogen-Verletzung, und Julia Wiemann konnte wegen einer Magen-Darm-Erkrankung nicht trainieren. Zudem muss Stange im Tor eine Entscheidung treffen: Mit Clarissa Gevargez, Julia Schäfer und Laura Riske stehen ihm gleich drei Kandidatinnen zur Verfügung.

Für Nachbar HSG Menden-Lendringsen ist die Aufgabe am Sonntag beim TV Verl (17 Uhr) nicht ungefährlich. Die Ostwestfalen haben alle ihre bisherigen Heimspiele gewonnen (12:0 Punkte) und dabei zuletzt Drolshagen (30:24) klar besiegt.

Doch HSG-Trainer Jörg von Estorff will bis zum Derby keinen Zähler mehr abgeben. „Wir müssen unsere Spiele gewinnen, wenn wir oben dran bleiben wollen. Aber die Mannschaft verfolgt das Ziel sehr bewusst.“ Für den Coach ist der Aufstieg zwar kein Muss, aber das Ziel. „Wir müssen nicht, ab er wir wollen“, sagt von Estorff.

Wobei die Vereinsführung einem erneuten Drittliga-Abenteuer aus finanziellen Gründen wohl eher skeptisch gegenüber steht. Dem entgegnet von Estorff: „Als Sportler will man immer Erster werden. Das ist die Herausforderung.“