Die Auswärtsbilanz wird langsam zum Fluch

Menden..  Die Ergebnisse der Sportfreunde Siegen II und des SV Hüsten 09 erfreuen sich zurzeit größter Beliebtheit bei den Anhängern des Fußball-Landesligisten BSV Menden. Kein Wunder – die beiden Teams sind schließlich die größten Konkurrenten der Rot-Weißen im Kampf um den Klassenerhalt.

Beide BSV-Rivalen verließen auch am gerade absolvierten Spieltag als Verlierer den Platz. So hellten sich die Mienen des BSV-Anhanges nach der 1:3-Niederlage bei Borussia Dröschede schnell wieder auf. Mendens Trainer Sven Nieder mochte allerdings nicht sofort wieder zur Tagesordnung übergehen. „Die Mannschaft und ich waren schon enttäuscht, dass wir wieder mit leeren Händen von einem Auswärtsspiel heimkehren. Wir haben gegen einen Großen der Liga richtig gut gespielt und hätten etwas verdient gehabt. So langsam wird unsere Auswärtsbilanz zum Fluch“, ärgert sich der BSV-Coach über die erneute Nullnummer in der Fremde.

Dass sein Dröscheder Kollege Ramazan Ceylan den Sieg als verdient ansah und seine Mannschaft als das klügere Team bezeichnete, mochte Nieder nicht so stehen lassen. „Dröschede war gewiss nicht das klügere Team, höchstens das glücklichere. Und das hat man halt, wenn man oben steht“, so Sven Nieder, der seiner Mannschaft ein durchaus engagiertes Spiel attestierte.

So machten wieder einmal die Youngster Nico Friedberg sowie Jan und Tim Kießler einen guten Job. „Die Jungs machen das richtig klasse. Wir dürfen ihnen aber nicht die ganze Verantwortung auflasten“, möchte Sven Nieder mit seinen jüngsten Spielern behutsam umgehen. Dass Jan Kießler zwei Großchancen hatte, war für Nieder schon nach dem Abpfiff kein Thema mehr.

Dass die personelle Situation vor dem nächsten Heimspiel gegen den SV Hohenlimburg mit der „Ampelkarte“ für Wolfgang Leipertz einen Dämpfer erhielt, wollte der Mendener Coach nicht weiter kommentieren. „Wolfgang hatte gewiss nicht seinen besten Tag. Aber er hatte Kniebeschwerden und ist vor dem Spiel noch getapt worden“, so Sven Nieder.

Dafür kehrt Niels Specht wieder ins Team zurück. „Kai Rupprecht will auch wieder ins Training einsteigen“, mag der BSV-Coach die personellen Probleme nicht als Entschuldigung gelten lassen. Denn wichtiger ist, dass man gegen den SV Hohenlimburg etwas Zählbares im Huckenohl behält.

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