Das Wunder vom Hülschenbrauck

Gemeinsam für den Klassenerhalt: Die VfL-er Yannick Auer, Moaz Hamoudeh und Tobias Reinicke (von links) stemmten sich mit aller Macht gegen Meister Letmathe und wurden mit einem 1:1 belohnt.
Gemeinsam für den Klassenerhalt: Die VfL-er Yannick Auer, Moaz Hamoudeh und Tobias Reinicke (von links) stemmten sich mit aller Macht gegen Meister Letmathe und wurden mit einem 1:1 belohnt.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Es ist schon ein kleines Fußballwunder – der Klassenerhalt des VfL Platte Heide in der A-Liga. Denn fast eine ganze Saison zählte der A-Ligist zu den Abstiegskandidaten im Iserlohner Oberhaus. Am Sonntag gelang dann das Happy End für die Kicker vom Hülschenbrauck.

Platte Heide..  Mit dem Remis gegen Meister ASSV Letmathe (1:1) wurde der „Mietvertrag“ in der A-Liga verlängert. Der Stolz beim VfL ist nicht nur bei Trainer Petros Tsamatos greifbar. „Das war eine grandiose Leistung meiner Mannschaft. Wir sind unheimlich glücklich, dass wir den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft haben. Die 30 Punkte hat sich die Mannschaft erarbeitet“, so der „Retter“, der in die Saison eigentlich als Co-Trainer von Markus Lage gestartet war.

„Wir haben einfach nur die Positionen getauscht. Und es hat sich herausgestellt, dass ich die Mannschaft etwas mehr erreicht habe. Das ist aber für mich und auch für Markus nichts Besonderes“, sieht Petros Tsamatos in dem Rollentausch den Schlüssel zum Erfolg - sprich Erhalt der Liga.

Denn vor allem in der Rückrunde stieg die Trainingsbeteiligung merklich an, alle zogen an einen Strang. „Wir hatten oft 16 Leute beim Training. Da stimmte die Einstellung“, war der Teamgeist für den Griechen ein weiterer Baustein für den Aufwärtstrend.

Dass die Zukunft aber für den Verein vom Hülschenbrauck nicht einfacher wird, weiß auch Petros Tsamatos. So steht der Abschied von einem halben Dutzend Kickern im Raum. „Der Verein hat durch den fehlenden Kunstrasen nun mal einen sehr großen Standortnachteil. Das war in den vergangenen Jahren ja nicht anders. Der VfL hat jedes Jahr immer wieder Potenzial verloren“, rechnet Tsamatos auch in der kommenden Saison mit einem Abstiegskampf ab dem ersten Spieltag.

„Es ist ja bekannt, dass wir nur mit einer Mannschaft an den Start gehen. Da muss man sehen, wie es weitergeht“, so Tsamatos. Das und auch seine eigene Zukunft am Hülschenbrauck soll in den kommenden Tagen geklärt werden. Wobei der VfL-Coach schon einen klaren Wunsch formuliert. „Ich hoffe, dass Markus Lage weiter mitmacht“, so Grieche, der dann aber doch noch einen Hoffnungsschimmer für die Zukunft ausmacht.

„Vielleicht wird das ja doch noch etwas mit einem Kunstrasen“, so Tsamatos zur aktuellen Sportstättenbedarfsplanung in Menden.