BSV Lendringsen sagt Defensivproblem den Kampf an

Spielertrainer Giancarlo Fiore (rechts) stellt die Lendringser Neuzugänge vor: Lukas Kimm (von links), Talab Sulaiman, Julian Buchardi und Senad Schabanowski. Es fehlt Fabian Augustin.
Spielertrainer Giancarlo Fiore (rechts) stellt die Lendringser Neuzugänge vor: Lukas Kimm (von links), Talab Sulaiman, Julian Buchardi und Senad Schabanowski. Es fehlt Fabian Augustin.
Foto: WP

Menden..  Die Anhänger des Fußball-Kreisligisten BSV Lendringsen wurden zuletzt von ihrem Team mit vielen Toren verwöhnt. In der abgelaufenen Spielzeit trafen die Blau-Weißen 80 Mal ins gegnerische Tor. In der Saison davor markierten die Kicker von Spielertrainer Giancarlo Fiore sogar 97 Treffer. Diese Offensivstärke hatte jedoch auch ein Makel – es gab jede Menge Gegentore.

Kein Wunder, dass 93 Treffer in den eigenen Kasten in der Saison 2013/14 und deren 79 in der Runde 2014/15 auch Hauptthema des gestrigen Trainingsauftaktes im Max-Becker-Sportpark waren.

„Jedenfalls sind die Zuschauer auf ihre Kosten gekommen – der Unterhaltungswert war immer hoch“, sagten BSV-Präsident Torsten Strott und der sportliche Leiter Mike Nitsche über das Defensivproblem des A-Ligisten. „Deshalb wünschen wir uns, dass die Mannschaft endlich konstanter wird. Es kann nicht sein, dass nach guten Spielen stets Ausrutscher nach unten kommen“, so die Lendringser Offiziellen über die Berg- und Talfahrt ihres Teams.

Auch bei Spielertrainer „Django“ Fiore ist der Wunsch nach weniger Gegentreffern vorhanden. „Wir haben zuletzt ja bewusst auf junge Leute gesetzt. Und die brauchen nun mal Erfahrung. Ich glaube, wir haben in der Rückrunde schon einen Schritt nach vorne gemacht. Da waren die Leistungen schon konstanter“, so der frühere Profi.

Allerdings hat man mit Benni Wrobel und Sascha Wegener zwei routinierte Spieler an den B-Ligisten SG Balve/Garbeck verloren. Das sieht auch BSV-Chef Torsten Strott so. Trotzdem bleib er optimistisch. „Ich glaube, hätten wir die Leistung der zweiten Serie über die komplette Saison gebracht, wären wir unter die ersten Fünf gekommen“, ergänzt Strott. Und da will man nun hin.

Personell scheint im Max-Becker-Sportpark die Zeit der geläufigen Namen vorbei zu sein. So setzt man bei den Zugängen in erster Linie auf junge, unbekannte Balltreter.