BSV geht beim 3:1 gnädig mit Erlinghausen um

Niko Friedberg (rechts) ebnete mit seinem Tor zum 2:0 den Weg zum BSV-Heimsieg gegen RW Erlinghausen. Zum Saisonende wird der Youngster aber das Hu ckenohl-Stadion verlassen und zu Borussia Dröschede wechseln.
Niko Friedberg (rechts) ebnete mit seinem Tor zum 2:0 den Weg zum BSV-Heimsieg gegen RW Erlinghausen. Zum Saisonende wird der Youngster aber das Hu ckenohl-Stadion verlassen und zu Borussia Dröschede wechseln.
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Was wir bereits wissen
Der Klassenerhalt ist für die Fußballer des BSV Menden wieder ein Stück näher gerückt. Der Landesligist gewann am Pfingstmontag sein Heimspiel gegen Rot-Weiß Erlinghausen in erneut überzeugender Manier mit 3:1 (2:0). Mit dem dritten Sieg in Folge kletterten die Rot-Weißen sogar auf Platz elf in der Rangliste der Staffel 2.

Menden..  Sven Nieder konnte sich nach dem Schlusspfiff einen Seitenhieb nicht verkneifen. „Schöne Grüße nach Hüsten“ meinte der BSV-Coach in Richtung Erlinghausen. Denn dessen Teammanager Olcay Eryegin hatte vor dem Anpfiff angekündigt, dass man nach Menden gekommen wäre, um dem SV Hüsten 09 Schützenhilfe zu leisten.

Doch statt eines angriffslustigen Gegners präsentierte sich ein zahnloser Papiertiger den Zuschauern im Huckenohl-Stadion. Der BSV ließ sich vom schwachen Erlinghauser-Auftritt nicht beeindrucken. „Ich bin mega-stolz auf meine Mannschaft. Wir haben wieder einmal sehr konzentriert gespielt. Die Jungs hängen sich in jedem Spiel richtig rein“, freute sich Mendens Trainer Sven Nieder über einen souveränen Auftritt seiner Mannschaft.

„Es hätten vielleicht ein paar Tore mehr sein können“, strich BSV-Präsident Heiko Meisterjahn das einzige Mendener Manko heraus. In der Tat ging der heimische Branchenführer ein wenig gnädig mit dem Gegner um. „Aber wir müssen uns auch nicht für den Gegner entschuldigen“, richtete Sven Nieder lieber den Blick auf das Spiel seiner Mannschaft.

Und die erwischte einen richtig guten Start in das vorletzte Heimspiel der Saison. Hinten stand man wieder sehr sicher und zügig wurde der Weg zum gegnerischen Tor gesucht. So konnte allein Jan Kießler in den ersten zehn Minuten zwei richtig gute Möglichkeiten verbuchen. Doch zweimal stand der Erlinghauser Schlussmann Müller im Weg (5./7.).

In der 18. Minute war es aber soweit: Nach einem Abschlag von BSV-Keeper Dennis Kluy düpierte Jan Kießler zwei Erlinghauser Abwehrspieler sowie den Gästetorwart und traf zum 1:0. Es sollte nicht die einzige Szene sein, in der Mendens Youngster fast im Alleingang die gegnerische Abwehr aufmischte.

Die Gäste aus dem Marsberger Vorort blieben offensiv harmlos. Da man so gut wie gar nicht aufrückte, spielte sich das Geschehen größtenteils in der Hälfte des Gegners ab. Der BSV Menden nutzte seine Räume: Jan Kießler setzte Nico Friedberg in Szene und der traf mit feinem Schlenzer zum 2:0 (27.). Es dürfte wohl einer der letzten Treffer des jungen Mannes für den BSV sein. Denn Friedberg wird zu Borussia Dröschede wechseln. Die werden im kommenden Jahr bekanntlich von seinem Vater Andreas trainiert.

120 Sekunden nach dem Seitenwechsel dann die Entscheidung dieser einseitigen Partie – Jan Kießler servierte Marcel Hoffmann den Ball maßgerecht und der traf zum 3:0. In der Folge hätte es richtig bitter für Erlinghausen werden können. Doch der BSV zeigte sich nicht nur beim verschossenen Foulelfmeter von Mirac Ekinci großzügig.

BSV Menden: Kluy - Specht, Dickehut, Sascha Wulff, Ekinci - Rupprecht, Wolfgang Leipertz (22. Tim Kießler)- Schött, Friedberg (73. Pape), Hoffmann (90. Bodur) - Jan Kießler.

RW Erlinghausen: Müller - Kriesche, Rosenkranz, Kocak, Kandlen - Bahceci, Watzke - Tilly, Raulf, Gutzeit - Berlinski (51. Wilk)

Tore: 1:0 (18.) Jan Kießler, 2:0 (27.) Friedberg, 3:0 (47.) Hoffmann, 3:1 (90.) Raulf.

Besonderes: Ekinci scheitert per Foulelfmeter an RWE-Keeper Müller (57.)