Bösperder Planwagen-Fahrt und Aufstiegsfeier

Ausgelassene Stimmung: Handballerinnen und Handballer der DJK Bösperde stießen noch einmal auf ihre Landesliga-Aufstiege an.
Ausgelassene Stimmung: Handballerinnen und Handballer der DJK Bösperde stießen noch einmal auf ihre Landesliga-Aufstiege an.
Foto: Tobias Schad

Bösperde..  „Ein Verein. Ein Traum. Ein Ziel.“ Unter dieses Motto hatte die DJK Bösperde am Samstag ihre Saison-Abschlussfeier der Handball-Abteilung auf dem Hof Gödde gestellt. Dass an der Bahnhofstraße, nein im ganzen Dorf, eine noch ausgelassenere Stimmung als noch vor zwei Jahren nach dem Bezirksliga-Aufstieg der Herren herrschte, wunderte niemanden. Denn die Saison 2014/15 toppte das damalige Ereignis noch einmal.

Aufstieg der ersten Herrenmannschaft in die Landesliga, Aufstieg der ersten Damenmannschaft in die Landesliga – Abteilungsleiter Holger Seeling sagte euphorisiert, aber auch mit einem Augenzwinkern angesichts der Schwittener Frauen in der Oberliga: „Wir fühlen uns im Moment ein bisschen als zweite Kraft hinter der HSG.“

Die nicht so ganz ernst gemeinte Aussage machte aber die großartige Stimmung bei den DJK-Handballern deutlich, die sich überall wiederfindet. „Wir haben im Moment eine gute Außenwirkung und viele positive Rückmeldungen bei Sponsoren und Partnern, bei Fans und Zuschauern, in- und außerhalb des Vereins“, so Holger Seeling.

Kontinuierlicher Aufwärtstrend

Die Entwicklung ist wirklich erstaunlich, denn als die DJK Bösperde in der Saison 2005/06 die Handballer des aufgelösten TV Jahn Holzen-Bösperde übernahm, drohte die Sportart im Dorf ein wenig zu verkümmern. Mittlerweile hat sich aber viel getan. Nicht nur der kontinuierliche Aufwärtstrend im Seniorenbereich mit vier Aufstiegen, sondern auch die Zusammenarbeit mit dem TV Halingen im Jugendbereich als JSG Bösperde-Halingen belegen das.

In diesem Zusammenhang war es Holger Seeling wichtig, drei Leute zu ehren, die sich in den vergangenen Jahren sehr für die Abteilung eingesetzt hatten. So der ehemalige Abteilungsleiter Peter Taetz. „Er ist ein Mann der ersten Stunde und der Vater des Erfolges“, sagte Seeling.

Oder der frühere DJK-Vorsitzende Ralf „Tüte“ Reimann (Seeling: „Er hat die richtige Nase gehabt, als er die Handballer in die DJK-Familie geholt hat“). Reimann gab aber „die Blumen“ zurück: „Ohne Peter Taetz und Irmgard Wächter wäre das nicht passiert. Wir haben hervorragend zusammengearbeitet und wir haben dabei nur an unseren Ortsteil gedacht, damit der Handball nicht von der Bildfläche verschwindet. Und die Erfolge zeigen, dass diese Entscheidung kein Fehler war.“

Der dritte im Bunde war Hansjoachim „Yogi“ Nickolay. „Er macht die Basisarbeit, die so wichtig ist, und trainiert Mannschaften, die nicht so in der Öffentlichkeit stehen“, sagte Holger Seeling in seiner kleinen Laudatio über einen Trainer, der sich stets für die Nachwuchsarbeit eingesetzt hat. Das Trio erhielt einen üppigen Frühstückskorb.

Freude auf die Landesliga

Und dann standen natürlich die Aufstiegsmannschaften im Blickpunkt und wurden noch einmal vom Verein besonders gewürdigt. Beide Teams hatten sich schon nachmittags getroffen und mit einem Planwagen eine kleine Ausfahrt unternommen – unter anderem auch durch Halingen. Das sollte aber keine Provokation sein, wie die Bösperder versicherten, sondern nur zeigen: „Wir sind da und wir freuen uns auf die Spiele in der Landesliga.“

Fest steht: Auf die Böspeder Teams darf man sich in der kommenden Saison gespannt sein. Für Überraschungen sind die immer gut. In jeder Hinsicht.