Bochnia öffnet Tür zum Derbysieg

Platte Heides Julian Seeling (vorne/hier gegen DJK-Akteur Patrick Peter) trieb das Spiel seiner Mannschaft zwar immer wieder an, aber zum Torerfolg reichte es für die Hülschenbrauck-Kicker im Derby nicht.
Platte Heides Julian Seeling (vorne/hier gegen DJK-Akteur Patrick Peter) trieb das Spiel seiner Mannschaft zwar immer wieder an, aber zum Torerfolg reichte es für die Hülschenbrauck-Kicker im Derby nicht.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Aufatmen bei der DJK Bös-perde, Niedergeschlagenheit beim VfL Platte Heide. Die Gastgeber vom Gemeindesportplatz landeten am Pfingstmontag mit dem 2:0 (0:0)-Heimsieg im Derby einen wichtigen Befreiungsschlag im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A Iserlohn. Die Kicker vom Hülschenbrauck müssen dagegen weiter mächtig bangen.

Menden..  „Es war ein typisches Duell mit viel Unsicherheit, mit viel Panik“, sagte DJK-Trainer Andreas Bücker. „Wir haben gewonnen, darüber freue ich mich. Der Sieg war sicherlich glücklich, wenn auch nicht unverdient.“

Sein Gegenüber Petros Tsamatos beurteilte die bittere Niederlage sehr nüchtern. „Wir haben nicht so gut gespielt wie in den zurückliegenden Wochen und mit unserer Qualität hätten wir nicht verlieren müssen“, so der VfL-Coach. „Aber das 2:0 für Bösperde ist das Ergebnis dessen, wenn man keine Tore schießt.“

Dabei besaßen die Platte Heider in der ersten Halbzeit genügend Möglichkeiten, um sich in Vorteil zu bringen. Nach 20 ereignislosen Anfangsminuten bekam die DJK-Abwehr immer mehr Arbeit gegen sehr engagierte und zielstrebige Gäste. Seelings scharfe Flanke kratzte Germotsis aus der Gefahrenzone (23.) und Meinholds Freistoß lenkte DJK-Keeper Loks zur Ecke (24.).

Sehenswert war dann Hamoudehs Solo über das halbe Feld, aber auch er scheiterte am zuverlässigen Gastgeber-Torwart (33.). Noch einmal Glück für Bösperde vor der Pause: Seelings Kopfball nach einem Eckball von Meinhold wurde im letzten Moment geblockt (40.). „Wir hätten in Führung gehen müssen, dann wäre für uns die Partie anders gelaufen“, sagte VfL-Trainer Petros Tsamatos.

Nach der Pause nahm das Derby endlich richtig Fahrt auf, weil auch die Bösperder nun offensiv endlich Mut zeigten.

Ein feines Zuspiel von Heckmann brachte Peter glänzend in Szene, aber mit vereinten Kräften konnten die VfL-er ihn am Einschuss hindern (50.). Fünf Minuten später scheiterte Bochnia am aufmerksamen VfL-Torwart Jaskows-ki. Auf der Gegenseite musste die DJK-Abwehr immer in Habacht-Stellung bleiben, weil Seeling, Meinhold und der eingewechselte Adjei auf die Führung drängten.

Die erzielte aber Bösperde, als Bochnia sich nach einem Zuspiel von Peter geschickt durchsetzte und Jaskowski keine Chance ließ (67.). Die Versuche des VfL, die Partie zu drehen, scheiterten in der Schlussphase an der fehlenden Durchschlagskraft oder an Torwart Loks bei Haufs Kopfball (80.).

Stattdessen hätte die DJK durch Bochnia alles klar machen können, aber der zögerte nach Kümpers spektakulärem Hackentrick zu lange und traf nur das Außennetz (83.). Weiteres Zittern ersparte der DJK dann Patrick Peter, der nach einem langen Abschlag von Julian Feil gegen die Abseits reklamierende VfL-Abwehr einfach durchlief – 2:0 (87.).

„Das war ein Schritt in die richtige Richtung, aber wir sind noch nicht durch, auch wenn die Ergebnis für uns sprechen“, sagte DJK-Trainer Andreas Bücker.