Beeindruckende 13:1-Serie

Platte Heide..  Im Oktober letzten Jahres übernahm Karsten Kuhlwilm zusammen mit Astrid Seifert die Handball-A-Mädchen des VfL Platte Heide. Seitdem eilt das Team in der Oberliga von Sieg zu Sieg.

„Man sieht eine deutliche Entwicklung der Mannschaft, vor allen Dingen spielerisch“, stellte Kuhlwilm schon nach der Qualifikation für die Endrunde fest. Und die schaffte das Team nach einem 2:6-Fehlstart mit einer sensationellen 11:1-Serie.

Zuerst knöpfte man dem bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer HSC Haltern-Sythen einen Punkt ab, dann ließen die VfL-Talente fünf Siege folgen – unter anderem gegen Borussia Dortmund (27:24) und zum Abschluss im entscheidenden Match gegen die HSG Schwerte-Westhofen (33:26).

Am Sonntag starteten die Platte Heider dann mit einem Auswärtssieg im ostwestfälischen Rahden (Kreis Lübbecke) gegen TuS SW Wehe (32:31) erfolgreich in die Endrunde. „Schade, dass wir die Punkte aus den Vorrundenspielen gegen Haltern mitnehmen mussten, das ist kein schöner Modus“, so Kuhlwilm. Die 1:3-Hypothek nimmt man aber sportlich, denn den HSC will der VfL in der laufenden unbedingt hinter sich lassen.

Kein leichtes Unterfangen, denn mit TV Germania Kaiserau (17. Januar, 17 Uhr) und HSG Blomberg-Lippe II (24. Januar, 16.30 Uhr), die an den kommenden beiden Wochenenden in der Bonifatius-Halle gastieren, trifft das Kuhlwilm-Team auf zwei Hochkaräter.

„Aber wir schauen mal, was möglich ist“, sagt Kuhlwilm, der vor seinem Team beim 32:31 (20:12) gegen Wehe den Hut zog, optimistisch. „Die erste Halbzeit war fabelhaft, richtig beeindruckend“, so der VfL-Trainer.

Nach dem Wechsel musste der VfL fast die gesamten 30 Minuten in Unterzahl spielen, zudem erhielt Alicia Gura nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte und bei der grippegeschwächten Melina Antoni ließen die Kräfte nach. „Es war eine reine Abwehrschlacht, aber wir haben den Sieg ins Ziel gerettet“, so Karsten Kuhlwilm stolz.