Balve/Garbeck landet den dritten Sieg in Folge

Die zweite Mannschaft des TuS Langenholthausen (grüne Trikots) geriet im Heimspiel gegen den SV Endorf mit 2:6 böse unter die Räder.
Die zweite Mannschaft des TuS Langenholthausen (grüne Trikots) geriet im Heimspiel gegen den SV Endorf mit 2:6 böse unter die Räder.
Foto: sportpresse-reker.de, Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de

Balve..  Das war ein eher magerer Spieltag für die heimischen Fußball-B-Ligisten. Das Quartett aus dem Balver Stadtgebiet konnte am Sonntag nur einen Sieg verbuchen. Dem standen zwei Remispartien und eine heftige Niederlage gegenüber.

Thorsten Otte interessierte das Abschneiden der lokalen Konkurrenz eigentlich nur am Rande. Dem Trainer der SG Balve/Garbeck ist das Geschehen rund um die eigene Mannschaft viel wichtiger, und in dieser Hinsicht durfte er auch sehr zufrieden sein. „Es läuft derzeit wirklich gut“, sagte Otte nach dem 4:2 (2:1) bei TuS Stockum II, womit der Fusionsklub den nunmehr dritten Erfolg in Serie feiern konnte.

Der „Pflichtsieg beim Letzten“, so Otte, bekam bereits durch die Treffer von Markus Pagel (28.) und Mirco Camminady (32.) Konturen. Zwar sah Felix Schulte-Schmale direkt nach dem 1:2 wegen eines groben Fouls die rote Karte (42.), aber Balve/Garbeck dominierte die Partie auch in Unterzahl. So traf Martin Kramer zum 1:3 (50.), ehe Pagel mit seinem zweiten Tagestor den Sack zumachte (88.) – Stockum konnte zwischendurch zwar noch einmal verkürzen (55.), kassierte dann aber eine so genannte Ampelkarte (85.).

Schlechter TuS-Auftritt

„Das war brutal unterirdisch“, schimpfte Andras Stockebrand. Der Spielertrainer von TuS Langenholthausen II hatte nach der 2:6 (1:4)-Klatsche gegen den SV Endorf auch allen Grund dazu. „Die Mannschaft hat desaströs gespielt, war in allen Belangen unterlegen“, resümierte der Coach und machte sich keine Mühe, seine Verärgerung zurück zu halten. „Denn wir haben es nie geschafft, die Partie an uns zu reißen – offenbar waren die Köpfe der Spieler nicht auf Fußball fixiert.

Wie arg es am Sonntag am Düsterloh zuging, zeigt ein Blick auf die Torfolge. So lagen die Platzherren nach 38 Minuten bereits mit 0:4 hinten. „Da war das Spiel eigentlich schon gelaufen“, so Stockebrand, dessen Mannschaft vor der Pause zwar verkürzen konnte (per Eigentor/42.), sich aber nach einer guten Stunde den fünften Treffer einfing. „Das war’s dann“, zürnte Stockebrand, den selbst das 2:6 durch Manuel Wulf (62.) nicht mehr besänftigen konnte. In der 83. Minute fiel dann das Tor zum Endstand.

Mellens Nullnummer

Derweil produzierte Aufstiegsanwärter Rot-Weiß Mellen bei SuS GW Amecke eine Nullnummer. „Dabei hatten wir gute Möglichkeiten, um drei Punkte einfahren zu können“, ärgerte sich Spielertrainer Niko Blüggel über das Auslassen bester Chancen gleich zu Beginn durch Olaf Skora und Torsten Lenort. Zudem verschoss Freddy Levermann einen Handelfmeter (43.), in der zweiten Halbzeit scheiterten Marco Träger und Jonas Köster, der aus kurzer Distanz vergab.

„Wir schaffen es derzeit einfach nicht, den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen“, so Blüggel, der sich andererseits über die Defensivstärke seiner Kicker freuen durfte. „Wir sind zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor geblieben und stellen zudem die beste Abwehr der Liga – darauf darf man durchaus stolz sein.“ Ärgerlich war jedoch die „Ampelkarte“, die sich Fabian Augustin in der 89. Minute wegen Meckerns einhandelte.

Wieder ein Platzverweis

Der SuS Beckum indes sucht den Weg zurück in die Erfolgsspur. Die Mannschaft von Thomas Cordes erreichte beim SV Holzen zwar ein umkämpftes 3:3 (1:1), und der gesperrte Spielertrainer wertete das Remis auch als klaren Punktgewinn. Aber die Freude über den späten Ausgleich durch Christian Daake in der Nachspielzeit war dahin, als Marvin Hein sich direkt im Anschluss wegen einer Spielerbeleidigung „rot“ sah. „Mein Platzverweis letzte Wochen war schon dämlich, aber das war die Krönung und an Dummheit nicht zu überbieten“, zürnte Cordes.

Zuvor lag Beckum nach Toren von Christian Rammert (3:3) und Pierre Mertens (63.) mit 2:1 vorn, musste sich aber nach Gegentoren in der 75. und 85. Minute mühsam ins Spiel zurückkämpfen.