Auch Olympos-Fans setzen Glanzlichter

Mit Volldampf durch das Turnier um die Kreismeisterschaft 2015: Christopher Goralski (rechts) und der GFV Olympos Menden überraschten im Grohe-Forum mit starken Auftritten und belohnten sich mit dem Bronzeplatz.
Mit Volldampf durch das Turnier um die Kreismeisterschaft 2015: Christopher Goralski (rechts) und der GFV Olympos Menden überraschten im Grohe-Forum mit starken Auftritten und belohnten sich mit dem Bronzeplatz.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Der GFV Olympos sorgte mit Platz drei bei der Kreismeisterschaft für eine dicke Überraschung. Ansonsten aber gab es ein eher nüchterndes Turnierfazit.

Menden..  Mit der 26. Iserlohner Hallenkreismeisterschaft in Hemer endete für die meisten heimischen Fußballer am Wochenende für diese Saison die Zeit unter dem Hallendach. Dabei dürfte sich allein der GFV Olympos Menden gerne an das Kreischampionat erinnern. Denn mit dem dritten Platz sorgte der B-Ligist für die Überraschung der diesjährigen Titelkämpfe.

Horst Reimann, der stellvertretende Vorsitzende des Fußball-Kreises Iserlohn, wird das Turnier im Grohe Forum ebenfalls schnell zu den Akten legen. „Organisatorisch ist das alles sehr gut gelaufen“, sagte der Funktionär im Gespräch mit der WP und zollte dem diesjährigen Ausrichter SG Hemer ein großes Lob.

Allerdings hätte sich nicht nur Horst Reimann eine größere Zuschauerresonanz gewünscht. Gerade einmal 600 zahlende Zuschauer fanden am Samstag und Sonntag den Weg ins Grohe-Forum – zu wenig für das wichtigste Turnier des Fußball-Kreises. „In Hemer ist der Zulauf traditionell immer geringer als in Iserlohn oder in Menden“, so Horst Reimann. Allerdings war auch diesmal das Interesse von Fußball-Freunden aus Schwerte und aus Menden am Kreis-Turnier recht übersichtlich. Auch hier war der GFV Olympos mit seinem kleinen, aber stimmgewaltigen Anhang ein Lichtblick.

„Natürlich hat uns der Wintereinbruch am Samstag Zuschauer gekostet. Es ist aber ärgerlich, dass einige Vereine dieses Turnier einfach nicht ernst nehmen und nicht mit ihren besten Mannschaften antreten. Einige sagen, sie wollen kein Verletzungsrisiko eingehen. Stattdessen spielt man dann anderswo“, kritisierte Horst Reimann das Verhalten einiger Klubs.

Jede Woche ein anderes Turnier

Vielleicht gibt es aber mittlerweile schon zu viele Hallenturniere. Iserlohner Hallenmasters, Integrationsturnier, Hallen-Cup der DJK Bösperde, Stadtmeisterschaften, der RWE-WinterCup oder das Warsteiner Masters – die Balltreter waren seit Mitte Dezember jedes Wochenende bei Veranstaltungen unter warmen Dächern unterwegs. „Das kann vielleicht schon zu viel sein“, weiß Horst Reimann jedoch, dass in dieser Hinsicht schwer etwas zu ändern sein dürfte.

Auch bei der Hallen-Kreismeisterschaft stießen die mit einigen Elementen aus dem Futsal modifizierten Hallenregeln auf Akzeptanz. „Es gibt aber immer noch einige Leute, die nicht mitbekommen haben, dass wir weiterhin Hallenfußball und nicht Futsal spielen“, bilanziert der Kreisfunktionär. So bereitete zum Beispiel der sprungreduzierte Ball den Akteuren keinerlei Probleme. Gerade in diesem Spielgerät hatten einige Protagonisten ja den Untergang des Kicks unter dem Dach gesehen.

Wobei man nicht vergessen sollte, dass die Zeit in der Halle immer nur eine kurze Episode im sportlichen Veranstaltungskalender darstellt. Oder um die alte BVB-Legende Adi Preißler zu zitieren: „Die Wahrheit liegt auf dem Platz!“