Auch der VfL wehrt sich gegen Abstiegsregelung

Gibt es für die DJK Bösperde (rot-weiße Trikots) und den VfL Platte Heide ein Happy-End? Beide Mannschaften bleiben weiterhin im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A Iserlohn verstrickt.
Gibt es für die DJK Bösperde (rot-weiße Trikots) und den VfL Platte Heide ein Happy-End? Beide Mannschaften bleiben weiterhin im Abstiegskampf der Fußball-Kreisliga A Iserlohn verstrickt.
Foto: WP

Menden..  In der Fußball-Kreisliga A Iserlohn sind noch drei Spieltage zu absolvieren. Dann sollten eigentlich alle Entscheidungen gefallen sein. Doch jetzt steht der heimische Kreis vor einer Verlängerung, denn die geplante Auf- und Abstiegsregelung ist so nicht haltbar.

In der Auf- und Abstiegsregelung des Fußball-Kreises Iserlohn, die vor der noch laufenden Saison bekannt gegeben wurde, heißt es, dass bei einem Absteiger aus der Bezirksliga drei A-Ligisten den Weg in die B-Liga antreten müssen. Und das ist der Fall, da der Abstieg des VTS Iserlohn bereits feststeht. Die drei Absteiger aus dem Kreis-Oberhaus wären vor dem drittletzten Spieltag die Teams des zurückgezogenen BSV Menden II, Borussia Dröschede II und VfL Platte Heide. Wobei der VfL sein Spiel der drittletzten Runde gegen Eintracht Ergste bereits am Dienstag ausgetragen, mit 2:1 gewonnen hat und vorübergehend auf einen Nicht-Abstiegsplatz vorgerückt ist.

Die drei freigewordenen Plätze werden normalerweise von den Meister der beiden B-Liga-Staffeln und dem Sieger eines Entscheidungsspieles der beiden B-Liga-Zweiten eingenommen. Dieses Relegationsspiel sollte in diesem Jahr jedoch entfallen und beide B-Liga-Zweiten direkt aufsteigen. Denn durch den Umzug des TuS Holzen-Sommerberg in den Kreis Dortmund ist noch ein weiterer Platz in der A-Liga aufzufüllen.

Gegen diesen Plan regte sich bei den betroffenen Vereinen allerdings großer Widerstand. So protestierten die abstiegsbedrohten VfL Platte Heide, SF Sümmern, Borussia Dröschede II und SC Hennen II gegen diese Regelung. Und das hatte scheinbar Erfolg, denn der heimische Fußball-Kreis will sich noch einmal mit der Aufstiegs- und Abstiegsregelung befassen.

Gespräche auch mit C-Ligisten

„Wir werden uns mit allen betroffenen Vereinen aus den Ligen zusammensetzen und nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. Die Vereine haben einen Anspruch darauf, dass wir zuerst mit ihnen reden. Ich bin guter Dinge, dass uns das gelingt“, sagt Kreischef Andreas Joswig. An diesem Gespräch sollen auch die Vertreter der C-Ligisten teilnehmen. Denn nach den eigentlichen Planungen hätte es in diesem Jahr einen Massenaufstieg von je drei Teams pro Gruppe gegeben.

Das alles geschieht allerdings nicht ganz freiwillig. Denn nach WP-Informationen hat der Fußball-Kreis Iserlohn seine geplanten Auf- und Abstiegsregelung bei den entsprechenden Stellen des westfälischen Verbands in Kaiserau überprüfen lassen. „Das ist schon justiziabel“, sagte Georg Schierholz, der Vorsitzende der Verbandsspruchkammer, auf WP-Nachfrage – der Jurist aus Lippstadt räumt offenbar eventuellen Einsprüchen betroffener Vereine durchaus Erfolgsaussichten ein.

Jetzt drängt die Zeit für die Planung einer möglichen Relegation.

VTS wird A-Liga spielen

Der VTS Iserlohn hat gegenüber dem Vorstand des Fußball-Kreises bekräftigt, dass man in der kommenden Saison auf jeden Fall in der A-Liga spielen wird.