Alles muss passen: Torwartleistung, Abwehr und die Chancenverwertung

Stark und konsequent verteidigen – so muss die Devise der HSG Menden-Lendringsen am Samstag im Auswärtsspiel bei Tabellenführer TuS Volmetal lauten.
Stark und konsequent verteidigen – so muss die Devise der HSG Menden-Lendringsen am Samstag im Auswärtsspiel bei Tabellenführer TuS Volmetal lauten.
Foto: sportpresse-reker.de, Dietmar Reker, www.sportpresse-reker.de
Was wir bereits wissen
Es hätte ein absolutes Spitzenspiel in der Handball-Oberliga werden können. Aber weil die HSG Menden-Lendringsen am vergangenen Samstag gegen Drittliga-Absteiger TSG A-H Bielefeld patzte, spielt jetzt der Erste gegen den Fünften.

Menden..  „Es könnte aber trotzdem ein Topspiel werden“, sagte HSG-Trainer Micky Reiners vor dem Gastspiel beim Tabellenführer TuS Volmetal (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Volmetal in Hagen-Dahl) mutig und schiebt angesichts der diesmal entspannteren Personalsituation hinterher: „Ich hoffe, dass wir Volmetal einen guten und großen Kampf liefern können.“

Reiners beeindruckt

Von den Hagenern spricht Reiners voller Anerkennung. „Es ist beeindruckend, was sie machen. Sie haben immer einen Plan, und der wird von der Mannschaft 60 Minuten lang konsequent verfolgt.“ Besonders imponiert hat ihn zuletzt der Heimsieg gegen Ahlen (26:19), als man den Verfolger in Grund und Boden spielte und nach 51 Minuten mit 23:11 führte.

Die HSG also nicht mehr als nur Außenseiter? „Das kann man für das Spiel in Volmetal sicher sagen“, so Reiners. „Aber chancenlos sind wir natürlich nicht.“

Das hat auch das Hinspiel gezeigt, als die Mendener zunächst arg der Musik hinterliefen, aber in der Schlussphase einen Fünf-Tore-Rückstand ausbügelten und Volmetal beim 28:28 sogar fast noch den Sieg entrissen. Nicht umsonst sagte TuS-Trainer Stefan Neff damals: „Dauert das Spiel zwei Minuten länger, verlieren wir noch.“

Der Rückblick auf die Hinrundenpartie sollte daher Mut machen. Aber für eine Überraschung bedarf es sicherlich mehr, als nur eine Viertelstunde auf höchstem Niveau zu spielen. „Man hat im Hinspiel gesehen, was man erreichen kann, wenn man 110 Prozent bringt. Aber das muss am Samstag deutlich länger funktionieren.“

Alles muss zusammenpassen

Dann kommt es nicht nur darauf an, dass die HSG ihre Chancen konsequenter nutzt als zuletzt gegen Bielefeld. „Wir müssen unbedingt weniger Fehler machen, eine stabile Deckung mit einem guten Torwart präsentieren und unser Spiel durchbringen“, sagt Trainer Reiners. „Wenn alles zusammenpasst, nur dann ist etwas möglich.“

Dazu gehört auch die personelle Lage. Lediglich Kreisläufer Ansgar Heunemann (Zehverletzung) ist fraglich. „Es ist noch nicht ‘raus, ob er spielen kann“, so Micky Reiners. „Die Chancen stehen 50:50.“

Wie dem auch sei, die HSG hat sicherlich großen Ehrgeiz, den Spitzenreiter zu ärgern – und vielleicht gelingt wieder eine Überraschung.