Ahansal kam, sah und siegte

Sieger vor zehn Jahren: Der Marokkaner Mohamed Ahansal lief freudestrahlend über die Ziellinie in der Bahnhofstraße bei der 21. Marathon-Auflage
Sieger vor zehn Jahren: Der Marokkaner Mohamed Ahansal lief freudestrahlend über die Ziellinie in der Bahnhofstraße bei der 21. Marathon-Auflage
Foto: WP
Mohamad Ahansal? Sagt Ihnen nichts? Die WP-Sportredaktion kramte in der Geschichte des Menden-Marathons und wollte wissen, wer vor zehn Jahren den Lauf über 42,195 Kilometer gewonnen hatte.

Menden..  Es war eben jener Marokkaner, der damals auf Einladung von Dieter Knoblich in der Hönnestadt startete und für kurze Zeit beim damaligen Organisationsleiter der MCM-Veranstaltung in Lendringsen wohnte.

Der MCM-Vorsitzende Horst Kaderhandt und Dieter Knoblich haben immer noch Kontakt zu dem 42-jährigen Langstreckenläufer, der kürzlich seine Karriere mit der Teilnahme am „Marathon de Sables“ (Platz elf) beendete. Diesen Ultralangstreckenlauf hat der Nordafrikaner übrigens insgesamt fünfmal gewonnen.

„Er schickt mir immer noch Fotos und kurze Nachrichten“, sagt Horst Kaderhandt. Ahansal verhinderte 2005 das Triple von Wolfgang Schütz (TV Flein), der dann aber von 2006 bis 2009 noch vier Siege verbuchte und mit sechs Erfolgen der Rekordhalter beim Menden-Marathon vor Walter Kaderhandt (vier Siege/1985, 1992,1997 und 1998) ist.

So schnelle Zeiten wie von Ahansal und Schütz, die beide weit unter 2:40 Stunden laufen konnten, dürfte es am Sonntag wahrscheinlich nicht geben. Oder vielleicht doch? Henrik Böhringer (LG Olympia Dortmund) ist durchaus in der Lage, ein weitaus höheres Tempo anzuschlagen als bei seinem Vorjahressieg (2:51:08).

Beim Halbmarathon hat sich neben Felix Knode (MCM), der im Vorjahr souverän die 21,1 Kilometer für sich entschied, auch dessen Vereinskollege Philipp Henseleit angemeldet. „Aus Frust“, sagt sein Trainer Hans-Jürgen Kasselmann, „weil es beim Sportfest am Mittwoch in Koblenz über die 5000 Meter nicht so gut gelaufen ist, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Nichtsdestotrotz freut sich Kasselmann auf die Veranstaltung am Sonntag. „Die Anmeldezahlen sind gut, alles ist bestens vorbereitet“, sagt der MCM-Vize und Organisationschef. „Deshalb gehe ich ganz gelassen und entspannt in den Sonntag.“

Gestern zeichnete der MCM-Vorsitzende Horst Kaderhandt die Marathon-Strecke mit den einzelnen Kilometern aus. In gelb und für jeden Läufer gut sichtbar. Heute ist der Halbmarathon dran. In rot. „Ich habe auch noch einmal nachgemessen, es müsste alles stimmen“, berichtete Kaderhandt.

Mit aktuell über 130 Teilnehmern beim Marathon und Halbmarathon liegen die Zahlen schon jetzt höher als zum Start im Vorjahr. Und erfahrungsgemäß melden sich am Veranstaltungstag immer noch zahlreiche Kurzentschlossene für die Läufe an.