32:19! HSG hat im Lokalderby keine Probleme

Antreiberin und Torschützin: Kathrin Baer (links) brachte es am Samstag auf drei Feld- und drei Siebenmetertreffer – wertvolle Beiträge für einen klaren HSG-Sieg gegen den Lokalrivalen TV Menden-Schwitten (hier Julia Wiemann und Nicole Petrias).
Antreiberin und Torschützin: Kathrin Baer (links) brachte es am Samstag auf drei Feld- und drei Siebenmetertreffer – wertvolle Beiträge für einen klaren HSG-Sieg gegen den Lokalrivalen TV Menden-Schwitten (hier Julia Wiemann und Nicole Petrias).
Foto: WP
Die Kräfteverhältnisse waren eindeutig: Die Oberliga-Handballerinen der HSG Menden-Lendringsen setzten sich gegen den TV Schwitten mit 32:19 durch.

Menden..  Die Oberliga-Handballerinnen der HSG Menden-Lendringsen dürfen sich weiterhin Hoffnungen auf den Titel machen. Am Samstag fertigten die Schützlinge von Jörg von Estorff den Lokalrivalen TV Menden-Schwitten vor rund 500 Zuschauern mit 32:19 (16:10) ab und sind damit der einzige ernstzunehmende Verfolger von Spitzenreiter SC DJK Everswinkel.

Doch das stand beim siegreichen Team nach der Schlusssirene nicht an erster Stelle. Der überschäumende Jubel zeigte, dass Siege gegen den Ortsrivalen halt etwas besonderes sind. „Das war ein Superspiel meiner Mannschaft. 32:19 – das ist ein Traumergebnis für den Trainer“, mochte Jörg von Estorff seinen Stolz nicht verbergen.

Beim TVS indes wollte man den eigenen schwachen Auftritt nicht schönreden. „Am Sieg der HSG gibt es nichts zu meckern, er ist verdient. Wir sind wieder sehr schlecht ins Spiel gekommen. Es ist schade, dass wir das zweite wichtige Spiel innerhalb einer Woche verloren haben“, musste sich TVS-Trainer Thorsten Stange damit abfinden, dass seinem Team am Samstag nach der Everswinkel-Pleite erneut nur die Statistenrolle zufiel.

Eine Szene vor dem Anwurf ließ erahnen, wie eindeutig die Kräfteverhältnisse in diesem Hönnestädter Oberliga-Derby waren. Während die Gastgeberinnen das Einlaufen auf das Parkett der prächtig gefüllte Walram-Halle genossen, musste Hallensprecher Burkhard Rohländer die TVS-Damen via Mikrofon in die Halle bitten. „Die Körpersprache hat mir nicht gefallen“, vermisste Thorsten Stange die nötige Spannung bei seinen Akteurinnen.

Diese Spannung allerdings zeigten die Gastgeber gleich mit dem Anpfiff des Schwelmer Schiedsrichtergespannes Otto/Barth. „Wir waren hochkonzentriert und haben das umgesetzt, was wir uns im Training vorgenommen hatten“, lobte Jörg von Estorff das Engagement seiner Damen.

Und diese machten schnell deutlich, wer die Chefrolle in der Walramhalle beanspruchen würde. Angeführt von der einmal mehr überragenden Ann-Kathrin Stratmann, die auch in der Abwehr beherzt ihren Job verrichte, suchte man die Entscheidung. Das 6:1 nach elf Minuten ließ erahnen, wohin die Reise gehen würde.

Die Gäste aus der Kreissporthalle wirkten ratlos gegen die Spielfreude der HSG. Eine Flut an technischen Fehler und leichtsinnige Ballverluste taten ein Übriges. „Außerdem haben wir unsere Möglichkeiten nicht genutzt“, beklagte TVS-Trainer Thorsten Stange die schwache Chancenverwertung – zumal im HSG-Kasten Sarah Ebel einen ausgezeichneten Part erledigte. Gegen Ende der ersten Halbzeit schienen die Ballwerferinnen aus Schwitten kurzfristig besser ins Spiel zu finden. Doch es blieb bei diesem kurzen Aufbegehren.

Die zweite Halbzeit blieb genauso einseitig wie der erste Spielabschnitt. Die HSG war weiterhin auf den Punkt fokussiert und schraubte das Ergebnis konsequent in die Höhe. Mit dem 23:13 durch Lisa Neuhaus in der 43. Minute war klar, dass es einen Kantersieg für die HSG geben würde.

„Wenn wir bewusst Handball spielen, werden wir kein Spiel mehr verlieren“, sagte Jörg von Estorff. Eine Aussage, die man in Everswinkel zur Kenntnis nehmen sollte.

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