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Wiese trifft zwölf Sekunden vor dem Ende

16.02.2010 | 22:44 Uhr

Handball-Regionalliga: SG Schalksmühle-Halver - LIT Nordhemmern/Mindenerwald 32:33 (16:16). Eine am Ende äußerst unglücklich Niederlage musste die Grasediek-Sieben im Nachholspiel gegen den Gast aus Nordhemmern einstecken.

Dessen Jens Wiese erzielte zwölf Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer – allerdings unter Mithilfe der schlechtesten Akteure auf dem Parkett, den Unparteiischen Kreuzer/Tews (Dorstfeld/Witten). Die hatten 30 Sekunden vor Schluss die Attacke von Nordhemmerns Gerrit Bartsch gegen Thomas Hitzemann, der Gäste-Spieler rauschte von der Seite in „Hitze” rein, als Stürmerfoul gewertet und dem Gast so in Ballbesitz gebracht.

Handball-Regionalliga: SG Schalksmühle Halver I - LIT Nordhemmern-Mindenerwald 32:33 (16:16). Christian Feldmann Foto: Alexander Cremer

Zwar blieben den Gastgebern nach dem 32:33 noch sieben Sekunden, doch den finalen Pass von Spielmacher Christian Feldmann auf Rechtsaußen Jan Wilhelm lenkte Nordhemmerns Tesch zur Ecke – die Zeit war abgelaufen, die Ostwestfalen feierten einen glücklichen Auswärtssieg anschließend frenetisch.

Die rund 250 Zuschauer in der Sporthalle Löh bekamen von Beginn an ein kampfbetontes Regionalliga-Spiel zu sehen, in dem es alles Facetten eines engen Spiels gab. Angefangen von einem spannenden Spielverlauf bis zur letzten Sekunde, über selten nachzuvollziehenden Entscheidungen der Schiedsrichter, auf deren Linie sich die Spieler nicht einstellen konnten, bis hin zu nervenaufreibenden Spielchen rund um den Zeitnehmertisch mit dem Ausfall der Uhr als Höhepunkt. Der geschah natürlich während eines Siebenmeters für Nordhemmern, den die Schiedsdrichter nicht gaben, und der im zweiten Versuch von Volker von Oepen entschärft wurde.

Zunächst erwischten die Gäste den besseren Start und gingen 3:1 (3., Witte) in Führung. Beim 4:4 (5., Krieg) war die SGSH aber wieder dran und ging nach einer Viertelstunde erstmals in Führung (10:9, Brauckmann). So eng ging es weiter. Nordhemmern drehte das Spiel wieder (11:12, Witte), die SGSH konterte (16:15, Krieg).

Nach dem Wechsel hatte die Grasediek-Sieben mehrfach die Chance, auf drei Tore wegzuziehen beim 29:27 (51.), 30:28 (53.) und 31:29 (56.), scheiterte jedoch an den eigenen Nerven – oder an den Schiedsrichtern. So blieb Nordhemmern dran und war am Ende die glücklichere Mannschaft.

SGSH: von Oepen (36. - 39.; 57. - 60.), Zielony (1. - 36.; 39. - 57.) - Burmeister, Hermann, Brauckmann (3), Brugger (n.e.), Feldmann (5), Wilhelm (5), Krieg (12/6), Lemke, Hitzemann (2), Buchholz (3), Voss (2), G. Derksen.

LIT: Bierbaum (31. - 60.), Hanf (1. - 30.) - Wiese (5), Hampel, Bartsch (4/2), Beining (4), Rohlfing (3), Borcherding, Tesch (7), D. Gerling (2), Witte (7), Gartmann (1).

Schiedsrichter: Kreuzer/Tews (Dorstfeld/Witten). Zeitstrafen: SGSH (4), LIT (8). Zuschauer: 250.

TRAINERSTIMME

Mathias Grasediek (SGSH): „Wir waren einfach mal dran mit einer knappen Niederlagen. Wir haben aber auch insgesamt nicht gut gespielt. Entscheidend war, dass wir den Sack bei einer Zwei-Tore-Führung nicht zugeschnürt haben. Die unglücklichen Entscheidungen der Schiedsrichter in dieser Phase sollte man nicht überbewerten. Wir haben uns in der entscheidenden Phase zwei Stürmerfouls geleistet und schlecht gedeckt. Insgesamt haben wir über die halblinke Position zu wenig Mut bewiesen. Der Gegner war nicht übermächtig, hat aber nicht unverdient gewonnen, weil wir einen Tick schlechter waren. Trotz der Niederlage sollten wir die Kirche im Dorf lassen und immer locker bleiben.”

Thomas Dietrich

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