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Werdohl sucht den Spaßfaktor

20.10.2011 | 18:19 Uhr
Werdohl sucht den Spaßfaktor

FC Brünninghausen - FSV Werdohl (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Hombruchsfeld).„Wenn der Fußballgott auf unserer Seite gewesen wäre, dann hätten wir 15 oder 16 Punkte auf dem Konto. Und dann hätten uns alle auf die Schulter geklopft“, kommt Werdohls Trainer Uli Sauerborn etwas ins Grübeln.

Die sportliche Realität sieht anders aus: Nach einem guten Saisonstart hat der Aufsteiger aus zehn Spielen nur acht Punkte geholt. In sieben Begegnungen, so die Rechnung von Uli Sauerborn, „wären wir in der Lage gewesen, etwas Zählbares zu holen“. Nur gegen Oestrich, Wattenscheid und Sprockhövel waren die Gegner deutlich stärker.

„Es ist nicht so, dass wir wir in der Liga nicht konkurrenzfähig sind“, machen FSV-Trainer Sauerborn die meisten Auftritte in der Westfalenliga Mut. Nicht dazu gehört die letzte Partie gegen Eving-Lindenhorst. „So bitter das ist, aber wir haben verdient verloren“, macht sich Uli Sauerborn nichts vor. Auch wenn der Gegentreffer nach einem unglücklichen Eigentor von Dominik Nohl zustande kam.

Den „Willen“, auch gegen Eving zu bestehen, will Werdohls Trainer seiner Mannschaft gar nicht absprechen. Nur haben in diesem Heimspiel die richtigen Mittel gefehlt. Für Uli Sauerborn ist das in erster Linie eine Kopfsache. Seine Spieler sind zu sehr mit sich selbst beschäftigt und bedacht, keine Fehler zu machen. „Kategorie Vogelwild“, bringt der Cheftrainer den unkontrollierten Spielaufbau gegen Eving auf den Punkt.

Auf der Strecke bleiben die „Automatismen“ (Sauerborn), die Ordnung und der Kombinationsfußball, mit dem Werdohl aufgestiegen ist. Was fehlt, ist das Selbstvertrauen. Und das kann man sich nur über ein Erfolgserlebnis holen, weiß der Coach natürlich.

Mit Dennis Rattelsberger fehlt seit Wochen der „Hauptstabilisator“ im Abwehrverbund. Am Dienstag hat der Kapitän wieder trainiert. „Das sah ganz ordentlich aus“, freut sich Sauerborn. Dafür fehlten Manuel Sander (erkältet), Tim Dlugolentzki und Lukas Kessler (beruflich verhindert).

Für Panikstimmung sieht Uli Sauerborn auch nach dem „Harakiri“-Fußball gegen Eving-Lindenhorst keinen Grund. Wichtig sei, dass die Spieler „die Freude am Spiel“ zurückgewinnen.

Uli Sauerborn redet nicht nur über die Fehler seiner Kicker. Auch seine Maßnahmen hinterfragt Werdohls Trainer. So ist seine Rechnung nicht aufgegangen, mit der Einwechslung von Viktor Hense für den jungen Markus Brüll („Er hat nicht schlecht gespielt“) mehr für die Offensive zu tun. Der wegen seiner Kopfballstärke gebrachte Marcus Klein blieb wirkungslos.

Mit den Akdeniz-Brüdern, Marcel Grahovac und Richard Kochta waren gleich vier Spieler aus dem Westfalenligakader in der Bezirksliga-Reserve im Einsatz. Verhindert konnte das Quartett das 0:4 beim Aufsteiger Meinerzhagen nicht. Dass Grahovac und Kochta mit ihrer Rolle nicht glücklich sind, weiß Uli Sauerborn. Aber noch sei es nicht so weit, „dass ein Spieler Probleme hat, sich in der zweiten Mannschaft zu motivieren.“

Martin Droste

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