TTC Altena startet die Serie der entscheidenden Spiele
19.02.2010 | 18:06 Uhr 2010-02-19T18:06:00+0100Altena. Tauwetter im Sauerland, auch für den Tischtennis-Zweitbundesligisten TTC Altena ist das Eis im sportlichen Überlebenskampf dünn geworden.
An diesem Wochenende steht für Altena ein Doppelspieltag auf dem Programm. Und da sind Punkte nicht nur wünschenswert, sondern sogar Pflicht!
SV Siek - TTC Altena (Samstag, 15 Uhr). Bereits gestern hat sich das TTC-Sextett in Richtung Hamburg in Bewegung gesetzt, in dem wehrhaften Tischtennis-Dorf kann sich das Team aus dem Sauerland aber nicht viel ausrechnen.
„Wir träumen nicht, aber wir werden kämpfen” verspricht TTC-Mannschaftsführer Ralf Springob, der heute seinen 51. Geburtstag feiert und auf ein Geschenk seiner Mannschaft hofft.
Während der Gastgeber, derzeitiger Tabellenvierter, in Bestbesetzung und dem genesenen mittleren Paarkreuz Mikkel Hindersson (Knie) und Sascha Nimtz (Schulter) antreten kann, fehlt bei Altena Routinier Miro Broda (vereiterter Zahn). Spielen werden neben den Top-Vier beim TTC „unten” Tamas Varbeli und Stefan Höppner.
TTC Altena - TTS Borsum (Sonntag, 14 Uhr). In diesem Spiel muss Altena seine Zweitliga-Tauglichkeit beweisen, nicht auszudenken, wenn im direkten Vergleich mit einem Abstiegsrivalen die Punkte an den Gegner gehen. Im Hinspiel Ende des Vorjahres setzte sich Borsum deutlich durch und strebt auch unter der Burg einen zählbaren Erfolg an. Borsums Teammanager Sprung: „Wir sind seit Freitag zusammen und trainieren für das wichtige Spiel. Wir kommen mit sieben Spielern und einer kleinen Fangruppe.” Wen Borsum einsetzt, lässt Sprung aber offen: „Wir reagieren auf den Gegner.”
Altena hofft am Sonntag wieder auf Miro Broda zurückgreifen zu können, behandelt die Aufstellung aber auch als eine geheime Kommandosache. Die Entscheidung in diesem Schicksalsspiel könnte in den Doppeln und am mittleren Paarkreuz fallen. „Vorne” und „unten” scheinen die Mannschaften absolut ebenbürtig zu sein. Springob: „Mit Fanunterstützung können wir die Punkte einfahren.”
INFO
SV Siek: (1) Yansheng Wang 21:4, (2) Lennart Wehling 13:11, (3) Mikkel Hindersson 11:7, (4) Sascha Nimtz 11:10, (5) Mulid Kushov 12:7, (6) Rafael Schulz 10:9 - Doppel: 24:18.
TTC Altena: (1) Zian Zichao 6:4, (2) Andrzej Makowski 10:12, (3) Ara Karakulak 6:18, (4) Nikolai Marek 6:15, (5) Miroslav Broda 6:7, (6) Tamas Varbeli 1:11, (7) Stefan Höppner 6.5, (8) Wilfried Lieck 1:2 - Doppel: 12:25.
TTS Borsum: (1) Jakob Asmussen 10:18, (2) Maciej Pietkiewicz 4:22, (3) Frank Sternal 7:10, (4) Hartmut Lohse 11:10, (5) Marius Hagemann 8:9, (6) Patrick Decker 7:3, (7) Yannick Dohrmann 0:2 - Doppel: 16:27.
Ein Absteiger (TTF Bönen) ist in der 2. Tischtennis-Bundesliga bereits gefunden, ein weiterer wird noch gesucht. Doch freiwillig wollen weder der TTC Altena, TTS Borsum oder TTC GW Bad Hamm die Liga verlassen. Sie alle wehren sich verzweifelt. Die WR hat mit Vertretern der drei Klubs gesprochen und sie gefragt, welche drei Gründe dafür sprechen, dass ihr Team nicht in die Regionalliga absteigen muss:
Ralf Springob (51), Mannschaftsverantwortlicher des TTC Altena:
1. Unser Spitzenspieler Zian Zichao steht uns in den entscheidenden Spielen voll zur Verfügung.
2. Wir haben zuletzt trotz der Niederlage gegen Spitzenteams gut mitgehalten und außerdem gegen die Mitrivalen Heimrecht.
3. Unsere Doppelschwäche ist endlich abgestellt und setzt uns nicht mehr wie in der Vergangenheit früh unter Zugzwang.
Olaf Sprung (39), Teammanager des TTS Borsum:
1. Für uns spricht die mannschaftliche Geschlossenheit, wir sind stark genug und haben das Potentzial, um in der 2. Liga zu bleiben, obwohl wir bedingt durch die längerfristige Erkrankung von Maciej Pietkiewicz einige Punkte haben liegen lassen.
2. Für uns spricht das Umfeld in Borsum, die vielen fleißigen Bienen, das Umfeld, die Sporthalle, die wir gebaut haben.
3. Wir sind so etwas wie Urgestein in der 2. Liga und haben neben Bremen und Dortmund die meisten Spiele in der 2. Bundesliga bestritten.
Jochen Lang (39), Nr. 2 des TTC GW Bad Hamm und ehemaliger deutscher Spitzenspieler:
1. Weil wir unser Spiel in Altena im März nicht verlieren werden!
2. Wir wir in den restlichen Spielen dieser Saison ausnahmslos in Bestbesetzung antreten können.
3. Weil wir über das beste Spielverhältnis aller Rivalen verfügen. Das spielt bei einer möglichen Punktegleichheit am Ende eine entscheidende Rolle. KD
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