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Topcus Siegtor in der 90. Minute

17.06.2012 | 17:43 Uhr
Topcus Siegtor in der 90. Minute
Hellas-Spieler Savas Moumin im Duell mit Werdohls Sercan Sahin. Foto: Lutz Großmann

Bezirksliga: SV Hellas Lüdenscheid - FSV Werdohl II 3:4 (1:1). Das war am Saisonende noch einmal ein munteres und torreiches Derby mit einem glücklichen Sieger, denn nach dem 3:3 hätte der SV Hellas in mehreren Szenen in Führung gehen können, ja müssen.

Allerdings durften die Gäste vor den Augen des (Ex)-Trainer der ersten Mannschaft und Sportlichen Leiters Uli Sauerborn zunächst die Mehrzahl der Chancen für sich verbuchen. Nach einer Viertelstunde zögerte Muammer Topcu zu lange, und wehrte der junge Hellas-Torwart Christos Zielkas den anschließenden Versuch von Orhan Abanoz gut ab (15.). Die Vorlage von Tobias Kosakowski vor das Hellas-Tor war zu scharf (23.) und der Heber von Niko Deller nach Topcu-Pass ging über das Tor (26.).

Umso überraschender ging Hellas in Führung: Die Ecke von Yassine Akhabach köpfte Savas Moumin zum 1:0 in die Maschen (28.). Zwei Minuten später haute Matthias Voß aus 20 Metern von halblinks einfach mal drauf, Zielkas ließ den Ball durchflutschen – 1:1. Kurz vor der Pause hatte Deller das 2:1 auf dem Fuß, doch drosch er die Kugel Zentimeter vorbei.

Ein Tiefschlaf in der FSV-Abwehr war mitverantwortlich für die erneute Hellas-Führung: Voß und Sahin schauten zu, als sich Petrit Morina nach schnell ausgeführtem Freistoß von Baris Moumin weggestohlen hatte und den Ball direkt verwandelte (49.). Samir Jouhand scheiterte beim nächsten Hellas-Vorstoß an Robert Münx im Werdohler Tor, und auch Savas Moumin verzettelte sich in günstiger Position (65.).

Effektiver waren die Gäste: Aba-noz überraschte die Hellas-Abwehr und Zielkas mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 2:2 (66.). Der eingewechselte Lukas Kessler nutzte wenig später einen Patzer von Fabiano La Mendola zum Werdohler 3:2 (70.), doch danach nahm Hellas das Heft des Handelns wieder in die Hand.

Kosta Sarris warf sich bei Savas Moumins Schuss mutig dazwischen (71.) und verhinderte so das 3:3, das aber nicht lange auf sich warten ließ. Kosakowski foulte S. Moumin, dessen Bruder Baris den fälligen Elfmeter verwandelte (76.). Mehrfach hatte Hellas in der Folgezeit sogar im FSV-Strafraum Überzahl, brachte den Ball aber nicht entscheidend unter. Der bis dahin so gut wie abgetauchte Topcus bewies auf der Gegenseite seine Klasse, als er ins lange Eck zum 4:3 für glückliche Werdohler traf.

Lutz Großmann

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