Tabellenführung „nette Statistik“
20.09.2010 | 18:59 Uhr 2010-09-20T18:59:00+0200
Schalksmühle/Halver.„Das ist eine nette Statistik. Aber nach zwei Spieltagen hat eine Tabellenführung absolut keine Aussagekraft“, interessiert sich Mathias Grasediek, Trainer des Handball-Drittligisten SG Schalksmühle-Halver, nicht für die aktuelle Tabelle. Die weist seine Mannschaft als zweiten Tabellenführer der Saison aus.
Wesentlich mehr interessiert sich der Trainer für die Leistung seiner Mannschaft beim 35:32-Auswärtssieg am Samstag bei Bayer 05 Uerdingen. „Für mich war das ein sogenanntes Vier-Punkte-Spiel, weil es auswärts war. Ich bin mit der Steigerung sehr zufrieden“, sieht Grasediek seine Mannschaft auf einem guten Weg. „Das A und O war, dass wir hinten gut gedeckt haben. In der Deckungsarbeit waren wir auch die zwei, drei Tore besser als der Gegner. Dass wir uns zwischenzeitlich sogar mit acht Toren abgesetzt haben, lag an der guten Leistung von Dennis Zielony im Tor.“
Fortschritte macht auch der Angriff. Valdis Gutmanis findet sich immer besser zurecht im Spielaufbau und Thomas Hitzemann wirft inzwischen sehr variabel. „Uerdingen hatte sich mehr auf unsere Kreisläufer eingestellt. Da war es wichtig, dass wir aus dem Rückraum treffen. Das haben Valdis und Thomas sehr gut gemacht“, analysiert der Trainer.
Uerdingen-Spiel steht
lange „Spitz auf Knopf“
Und als sich das Rückraum-Duo nach der Pause mal eine Auszeit gönnte, sprang Spielmacher Christian Feldmann als Torjäger in die Bresche. Neun Tore erzielte er innerhalb von nur 20 Minuten zwischen der 39. und 59. Minute. Seine Rote Karte in der Schlussminute werteten die Schiedsrichter als grobes Foulspiel, von einer Sperre geht Trainer Grasediek nicht aus.
Auch nicht davon, dass seine Mannschaft nach zwei Siegen zum Auftakt jetzt abhebt. „Auch das Spiel in Uerdingen stand bis zur 40. Minute Spitz auf Knopf und hätte in die andere Richtung laufen können. Wichtig ist, dass du 60 Minuten konzentriert spielst. Aussetzer werden sofort bestraft“, meint Grasediek. „Ich hoffe, dass meine Spieler diese Botschaft begriffen haben. Das ist eine wichtige Erkenntnis aus den ersten beiden Spieltagen.“
Aus diesem Grund spielen für Grasediek die beiden hohen Niederlagen des nächsten Gegners HSE Hamm keine Rolle. „Wir dürfen und werden keinen Gegner unterschätzen. Der Meister der Oberliga-Westfalen ist immer in der Lage, in der dritten Liga mitzuspielen. Wir haben den Vorteil, dass wir HSE Hamm noch gut kennen. Dort wird es ordentlich zur Sache gehen“, bereitet der SGSH-Trainer seine Spieler schon mal auf eine sehr körperbetonte Partie vor.
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