Schuss vor Bug zu rechten Zeit
12.02.2010 | 17:57 Uhr 2010-02-12T17:57:00+0100Handball-Regionalliga: HSG Rheinbach-Wormersdorf - SG Schalksmühle-Halver (Samstag, 18.30 Uhr, Sporthalle Rheinbach). Das Pokal-Aus in Dinslaken hat SGSH-Trainer Mathias Grasediek wegen eines Kurzurlaubs nicht live gesehen.
Die Aufarbeitung des Spiels hat der Coach nach seiner Rückkehr aber übernommen: „Ich habe den Jungs gesagt, dass ich mit so einer Leistung nicht einverstanden bin. Es kann nicht sein, dass wir bei einem Verbandsligisten verlieren.”
Trotzdem zieht Grasediek auch aus der Blamage etwas Positives heraus: „Das war zur rechten Zeit ein Schuss vor den Bug. Die Jungs haben gesehen, dass wir in jedem Spiel einhundert Prozent geben müssen. Mit halber Kraft können wir unsere Spiele nicht gewinnen.” Beim Mitaufsteiger in Rheinbach erwartet Grasediek nun die richtige Reaktion von seinen Spielern: „Das ist ein Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um Platz zehn”, wird der Trainer nicht müde, entsprechende Warnungen auszusprechen – Dinslaken lässt grüßen.
Voraussetzungen haben sich gedreht
Die Voraussetzungen gegenüber dem Hinspiel, das die SGSH-Erste mit 35:31 gewann, haben sich allerdings gedreht. Vor dem Spiel am Löh kam Rheinbach mit der Empfehlung von 7:1 Punkten aus den ersten vier Saisonpartien. „Jetzt stehen wir oben und Rheinbach im Tabellenkeller”, weiß Grasediek um die Brisanz und erwartet ein „hartes Stück Arbeit. In der engen Halle in Rheinbach herrscht eine gute Stimmung, die haben immer eine volle Hütte.” Außerdem habe Rheinbach kurz vor Weihnachten gegen Eintracht Hagen zu Hause gewonnen: „Das, und unsere Leistung in Dinslaken dürften Warnung genug sein für meine Jungs.”
Mit 137 Toren ist Trainersohn Tobias Schwolow bester Torjäger der Rheinländer. „Und das als A-Jugendlicher”, zeigt sich Grasediek beeindruckt, der aber auch vor Spielern wie Mittelmann Timo Krüger, der die Dormagener Handballschule durchlaufen hat, Daniel Vester und Dennis Mosemann warnt. „Unsere 3-2-1-Deckung kommt Rheinbach sicherlich entgegen. Das heißt für uns, dass wir große Laufarbeit verrichten müssen. Aufpassen müssen wir auch auf deren Tempogegenstoß”, erwartet der Trainer ein konzentriertes Angriffsspiel seiner Schützlinge – „und ein zügiges Rücklaufverhalten”.
Personell sieht es wieder etwas entspannter aus bei der SGSH. Alexander Brauckmann hat seine Verletzung überwunden und ist ebenso wieder mit dabei wie Torjäger Julian Krieg, der im Pokal geschont wurde. Außerdem unterbricht Jan Stuhldreher seinen Barcelona-Aufenthalt am Karnevalswochenende und fährt mit zum Aufsteigerduell nach Rheinbach.
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