„Schockstarre“ nach dem 1:4-Heimdebakel
18.10.2010 | 18:04 Uhr 2010-10-18T18:04:00+0200
Plettenberg.Ein fast ratloser Trainer Niko Douros, der von seiner Mannschaft maßlos enttäuscht ist und sich in Durchhalteparolen flüchtet. Dazu ein Verein, der sich nach der neunten Niederlage im zehnten Spiel „in Schockstarre“ (1. Vorsitzender Axel Sedlatschek) befindet.
Kurzum: Die Situation beim Landesliga-Schlusslicht TuS Plettenberg hat nach dem 1:4-Heimdebakel gegen den Kiersper SC einen neuen Tiefpunkt erreicht. Kein Wunder, dass es beim TuS „keine Tabus“ (Sedlatschek) mehr gibt und alle Verantwortlichen kritisch hinterfragt werden. Dazu gehört Niko Douros.
„Das ist doch selbstverständlich, dass auch der Trainer in der Kritik steht. Aber die Frage ist doch, ob man dem nachgibt“, gibt Vorsitzender Axel Sedlatschek zu bedenken. Im Derby beim Tabellenführer FSV Werdohl sitzt Niko Douros jedenfalls auf der Trainerbank. Mit der im Fußballgeschäft üblichen Einschränkung: „Zum jetzigen Zeitpunkt“ (Sedlatschek).
Dabei haben die handelnden Personen nichts unversucht gelassen und immer wieder das Gespräch mit den Trainern Niko Douros und Gerd Schulte sowie dem Mannschaftsrat gesucht. Mit Olaf Kötting wurde vor zwei Wochen eigens ein Teammanager für die 1. Mannschaft installiert. An der prekären sportlichen Situation hat sich aber nichts geändert.
Neuer Teammanager
Dabei hatte Axel Sedlatschek vor dem Kellerduell gegen Kierspe ein gutes Gefühl. Der Heimsieg gegen den TuS Iserlohn und die Leistung trotz der 2:5-Niederlage in Hemer hatten dem Plettenberger Mut gemacht.
Doch nach dem Schlusspfiff war auch der Vorsitzende „erschrocken“ über die erschreckend schwache Leistung der Mannschaft. Alles, was man im Abstiegskampf benötigt, um bestehen zu können, fehlte. „Der Wille hat gefehlt, das Spiel zu gewinnen“, schüttelte Axel Sedlatschek mit dem Kopf. Galligkeit und Laufbereitschaft – Fehlanzeige.
Trainer Niko Douros hatte nach dem Spiel „den Kopf voller Frust“ und ging mit einem Teil der Mannschaft hart in Gericht. „So kommen wir nicht weiter. Einige Spieler müsste man rauswerfen.“ Gestern tagte der Gesamtvorstand des TuS Plettenberg. Wie sagte doch Axel Sedlatschek? „Wir debattieren tabulos“.
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