Schlusslicht Herne setzt Werdohl unter Druck
19.01.2010 | 17:27 Uhr 2010-01-19T17:27:00+0100Werdohl. Die HSV Werdohl/Versetal komplettiert heute mit ihrem fünften Saison-Heimspiel die Meisterschafts-Hinrunde und steht in der Halle Köstersberg im Vergleich mit Schlusslicht Westfalia Herne unter großem Druck.
Verlieren die seit acht Spielen sieglosen Werdohler auch diesmal, gehen als einer der heißer Abstiegskandidaten in die Rückrunde.
Für HSV-Trainer Axel Meyrich ist der Kreis der Teams, die sich sorgen müssen, weit gefasst: „Ab Platz 7 sind alle dabei. Unser Bestreben muss es sein, möglichst schnell da unten raus zu kommen.” Und für das Spiel gegen das Schlusslicht kann es in Werdohl nur ein Ziel geben: Sieg! Am Montag wurde fast bis 23 Uhr trainiert, endlich stand den HSV-Handballern die komplette Halle zur Verfügung, weil die HSV-Frauen ihre Trainingseinheit an die Männer abtraten. Doch noch wichtiger als das Training war vielleicht die Aussprache, zu der sich die HSV-Handballer vorher trafen. Meyrich: „Wir haben uns über die aktuelle Situation unterhalten und darüber, wie man mit dem Druck umgeht. Wir wollen aber nicht in Panik verfallen, denn noch sind 28 Punkte zu vergeben.” Die Fülle knapper Niederlagen - der letzte Saisonsieg der HSV liegt lange zurück und wurde am 4. Spieltag erzielt - haben für eine gewisse Verunsicherung geführt, „häufig fehlte bei uns die letzte Nuance”, bedauert Meyrich.
Ist der bisherige Saisonverlauf für die Werdohler Verbandsliga-Handballer als enttäuschend zu werten, dann ist er für Westfalia Herne als grottenschlecht zu bezeichnen. Mit dem Kader des Vorjahres, mit dem Herne einen Mittelplatz belegte, liegt die Westfalia mit nur drei Pluspunkten am Ende der Liga, fünf Punkte trennen das Team vom ersten Nichtabstiegsplatz - da liegt die HSV Werdohl/Versetal.
Die Stützen des Tabellenletzten blieben zur laufenden Saison: Kai Westphal ist bester Schütze, Dirk Eisberg ein starker Spielmacher, Jochen Müller im Tor ein Rückhalt, und Kreisläufer Lat Al-Youssef stets gefährlich. Möglich, dass die Herner Misere eine Trainer-Misere ist. Der zur Saison neu verpflichtete Bodo Cirkel überstand nur drei Spieltag, danach kam mit Jens Körner der Coach der Landesliga-Reserve. Besser wurde es nicht, auch nicht am Wochenende, als die Wende im Heimspiel gegen den PSV Recklinghausen vor eigener Kulisse eingeläutet werden sollte. Das Schuss ging nach hinten los, der Gast gewann 34:32.
Heute hat Herne in Bestbesetzung seine vielleicht letzte Chance, dem drohenden Abstieg zu verhindern. Das will Werdohl verhindern. „Meyrich: „Unsere Stimmung ist nicht zu Tode betrübt, der Wille ist vorhanden, wir wollen Herne packen.”
INFO
Handball-Verbandsliga: HSV Werdohl/Versetal - Westfalia Herne.
Heute, 20 Uhr, Sporthalle Köstersberg Werdohl.
Bei der HSV fehlt: Markus Blum (krank).
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