Sadowski nach Spiel „fix und alle“
11.10.2010 | 18:40 Uhr 2010-10-11T18:40:00+0200
Lüdenscheid/Werdohl.Die Spitze verloren, aber irgendwie doch gewonnen! Zwar musste Rot-Weiß Lüdenscheid nach zwei Wochen den ersten Rang an den SV 04 Attendorn abtreten, die Leistung beim 1:1 im Spitzenspiel gegen den FC Lennestadt war jedoch durchaus aufstiegsreif. Und weil dies auch für den FCL galt, sahen die gut 350 Zuschauer im Hensel-Stadion eine hochklassige Partie, die verdientermaßen keinen Sieger hatte.
Beide Teams lieferten sich über 90 Minuten einen offenen und angesichts der Bedeutung überaus fairen Schlagabtausch, der sich auch der Seitenlinie fortsetzte. Die beiden Trainer Friedhelm Vormweg und Marco Sadowski suchten mehrfach das Zwiegespräch. „Wir haben haben uns gegenseitig hochgepusht und Szenen analysiert“, sagte ein mental restlos erschöpfter Sadowski: „Ich war nach dem Spiel fix und alle, weil es doch ständig hin und her ging.“ RWL verpasste in der bärenstarken Anfangsphase das Führungstor, sah sich dann aber dem 0:1-Rückstand gegenüber, als sich Aushilfs-Abwehrchef André Westermann von der Sonne geblendet einen Patzer leistete und damit Florian Friedrichs 1:0 begünstigte.
Temporeich ging es in der zweiten Halbzeit weiter. „Weit mehr als die Hälfte der Mannschaft hat da sehr gut Fußball gespielt und wieder einen Rückstand aufgeholt“, lobte Sadowski. Herausragend: Torwart Apostolos Vlassakidis zeigte sich in der brenzligen Schlussphase mehrfach auf dem Posten, Sven Hallbauer legte den gefürchteten FCL-Torjäger Florian Friedrichs so gut wie an die Kette, im Mittelfeld zog Redouane El Alami die Fäden, und im Sturm entwickelte Dennis Strongface nicht nur wegen seines 1:1 die meiste Torgefahr.
Unentschieden
hilft keinem weiter
Das 2:2 auf dem Kunstrasenplatz am Riesei hilft weder dem Aufsteiger FSV Werdohl II noch Gegner TSV Lüdenscheid so richtig weiter. Während Werdohl die kuriose Bilanz auf nunmehr fünf Unentschieden und vier Niederlagen in neun Spielen schraubte, bleibt dem TSV die rote Laterne erhalten.
Gerade einmal drei von 27 möglichen Punkten fuhr die Mannschaft von Spielertrainer Fatih Yücel ein, kassierte dabei 8:29 Tore. Doch der Auftritt am Sonntag bei der FSV-Reserve sollte der Mannschaft Mut machen: Trotz des frühen Rückstandes waren die Lüdenscheider in der Folgezeit die leicht bessere Mannschaft, spielten – zumindest in der zweiten Hälfte bis zum 2:2 – konsequent mit Zug zum Tor nach vorne. Besonders der zweifache Torschütze Yilmaz sorgte stets für Gefahr.
„Wir müssen einfach nach vorne schauen“, hat Fatih Yücel keineswegs resigniert. Der Trainer nach dem Schlusspfiff in Werdohl weiter: „Wir haben alles gegeben, um auf Sieg zu spielen. Nach dem 2:1 waren wir klar überlegen und müssen das 3:1 machen. Letztlich geht der Punkt aber in Ordnung.“
FSV-Trainer Stephan Barto lein trauerte zwei verlorenen Punkten hinterher. „Der nicht gegebene Elfmeter für uns war wohl die spielentscheidende Szene. Meine Mannschaft hat aber wieder Moral bewiesen“, so der Trainer in seiner Spielanalyse
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