RWL dreht Spiel – 7:3 nach 0:3
16.10.2011 | 20:34 Uhr 2011-10-16T20:34:00+0200
Rot-Weiß Lüdenscheid - Rot-Weiß Lennestadt-Grevenbrück 7:3 (1:3).Nach 37 Minuten lagen total verunsicherte Gastgeber angezählt am Boden, brauchten vom Namensvetter aus Lennestadt nur noch ausgeknockt zu werden. Doch mit einer taktischen Umstellung holte Übergangstrainer Olaf Reuber die Mannschaft aus ihrem Tief. In einer begeisternden zweiten Halbzeit spielten die Lüdenscheider Rot-Weißen die nun völlig konsternierten Lennestädter mit drei Spitzen förmlich an die Wand und schenkten den Gästen noch sechs Tore in 45 Minuten ein.
Dino Minacapilli
verletzt raus
Die Partie hätte für die Gastgeber nicht schlechter beginnen können. In der 2. Minute lieferten sich Mo El Alami und Stosik einen normalen Zweikampf im Strafraum. Der Lennestädter lässt sich fallen und erhält zur Überraschung den Elfmeter. Der schwache Jung-Schiedsrichter Jonathan Lautz (Burbach) zeigte auf den Punkt. Azemi nahm das Geschenk an und verwandelte zum 0:1. RWL-Keeper Jonas Brackmann war noch dran, konnte den Ball aber nicht abwehren.
Nur acht Minuten später der nächste Schock für die Gastgeber. Nach einem Luftkampf kam Dino Minacapilli unglücklich auf, verletzte sich am Fuß und musste raus. Noch in Unterzahl fiel das 0:2, weil der indisponierte Mark Sattler gegen Entrup zu ängstlich agierte. Als Björn Hallbauer dann in der 37. Minute einen Rückpass direkt in die Füße von Lennestadts Azemi spielte und dieser sich mit seinem zweiten Tor zum 0:3 bedankte, drohte den neben der Spur stehenden Gastgebern ein Debakel. Mit seinem Anschlusstreffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit ließ Vincenzo Minacapilli die Gastgeber wieder hoffen. Die nahmen den Schwung mit in die Pause und in die zweite Halbzeit.
Reuber, der gemeinsam mit Thomas Dregger die Mannschaft betreute, hatte in der Pause die richtigen Worte gefunden. Vincenzo Minacapilli legte nur 180 Sekunden nach dem Wiederanpfiff das 2:3 nach. Das Spiel kippte nun gänzlich. Redouane El Alami staubte zum 3:3 ab, nachdem Strongface per Kopf den Pfosten getroffen hatte (55.). 60 Sekunden später traf Strongface per Kopf zum 4:3 (56.) und legte in der 75. Minute das 5:3 nach. Von Lennestadt kam nichts mehr, während die Gastgeber ihren wiedergefundenen Torhunger weiter stillten. Özgür Muti per Foulelfmeter (83., Gilsbach an V. Minacapilli) und der nach dem Wechsel starke Redouane El Alami (90.+2) sorgten für die Schlusspunkte.
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