Rückschlag für Grasediek-Sieben
15.01.2012 | 16:13 Uhr 2012-01-15T16:13:00+0100
VfL Gladbeck - SG Schalksmühle-Halver 38:36 (19:20). Rund 500 Zuschauer sahen in der Gladbecker Riesener-Sporthalle ein spannendes und dramatisches Spitzenspiel der Handball-Oberliga – mit einem am Ende verdienten Sieger.
Rückschlag für die Grasediek-Sieben im Kampf um die direkte Rückkehr in die 3. Liga. In einem packenden und bis zum Schluss spannenden Spitzenspiel beim Tabellenführer in Gladbeck kassierten die Schützlinge von Trainer Mathias Grasediek eine am Ende knappe, aber nicht unverdiente Niederlage.
Die Tatsache, dass die SGSH aufgrund der Auswärtstore trotzdem den am Saisonende vielleicht wichtigen direkten Vergleich gewonnen hat, war für Trainer, Spieler und die zahlreich mitgefahrenen Anhänger nur ein schwacher Trost.
Wie vom SGSH-Trainer im Vorfeld vermutet, gaben vor rund 500 Zuschauern in der voll besetzten Riesener-Sporthalle in der Summe die Kleinigkeiten den Ausschlag: Die Gäste gaben eine zwischenzeitliche Fünf-Tore-Führung (18:13, 25.; 19:14, 26.; 20:15, 27.) aus der Hand (Grasediek: „Das darf uns einfach nicht passieren.“); in doppelter Überzahl (40. bis 42. Minute) gelang aus dem Spiel heraus kein Tor; Christian Feldmann vertändelte einen Tempogegenstoß (48.); umstrittene Schiedsrichterentscheidungen in der Schlussphase gegen die SGSH (Stürmerfoul gegen Hitzemann, 55., und Buff, 60.); ein überragender VfL-Torhüter Michael Schmidt.
Wie schon in den Spielen vor der Weihnachtspause begannen die Gäste sehr konzentriert und legten eine gute erste Halbzeit hin. Die defensive 6:0-Deckung hebelten Christian Feldmann & Co. immer wieder gut aus den Angeln und behielten die Konzentration, als der Tabellenführer nach 0:3 (3., Buff) und 3:6 (9., Stuhldreher) seine erste Führung (7:6, 12., Tesch) erzielte.
Zwischen der 19. (13:12) und 27. Minute (20:15) die beste Phase der Grasediek-Sieben. Die Abwehr packte zu, die Offensive nutzte die sich bietenden Chancen. Doch mit dem Gladbecker Torhüterwechsel – Michael Schmidt für Tim Deffte (26.) – kippte die Partie. Mit einem 5:1-Lauf in der Schlussphase der ersten Halbzeit (14:19 auf 19:20) kam der Tabellenführer zurück ins Spiel.
Den Schwung nahm Gladbeck mit in die zweite Halbzeit und setzte sich auf 24:21 (36., Mollenhauer) ab. Grasediek reagierte und brachte wie schon im ersten Durchgang Dennis Zielony für Damian Bungart im Tor. „Zille“ hielt seine Mannschaft mit einigen guten Paraden im Spiel. Als Christian Feldmann zum 25:25 (42.) ausglich, war die Partie wieder völlig offen.
Die Halle war da, auf den Rängen lieferten sich beide Fanblöcke ein ebenso heißes und intensives Duell wie die Akteure auf dem Feld. Valdis Gutmanis glich für die SGSH letztmals zum 27:27 (46.) aus. Bis zum 33:32 (54., Stuhldreher) blieb die Grasediek-Sieben dran.
Nun kam es auf die Nerven an. Stuhldreher (54.) und Brauckmann (56.) scheiterten an Schmidt, Stürmerfoul Hitzemann (55.), Zielony hielt gegen Kintrup (54.) und Schmedt (55.). Nach Tesch’s Treffer zum 35:32 (56.) nahm Grasediek eine Auszeit. Doch auch die brachte nicht mehr die nötige Ruhe ins SGSH-Spiel zurück. Als Sebastian Schmedt das 37:34 (58.) erzielte, war die Entscheidung zugunsten des Spitzenreiters gefallen.
Gladbeck: T. Deffte (1. - 26.), Schmidt (26. - 60.) - Dommann, Schmedt (5), Hüsener (3), Marcinowski (3), Kunze, S. Deffte, Rauschel, Bergermann, Mollenhauer (13), Müller, Tesch (7), Kintrup (5), Schomburg (2/1).
SGSH: Zielony (13. - 30.; 36. - 60.), Bungart (1. - 13.; 31. - 36.) - Bardischewski (n.e.), Derksen, Brauckmann, Krüger (1), Turck, Feldmann (8), Stuhldreher (5), Hermann (2), Buff (3), Hitzemann (9/3), Buchholz (1), Gutmanis (7).
Schiedsrichter: Ole Remmers/Sascha Siebert (Bergneustadt). Zeitstrafen: Gladbeck (3), SGSH (2). Zuschauer: 500.
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