Rot-Weiß bezahlt Derby-Sieg in Brügge teuer
10.08.2009 | 18:52 Uhr 2009-08-10T18:52:00+0200Lüdenscheid. (tom) Teuer bezahlen muss Fußball-Bezirksligist Rot-Weiß Lüdenscheid seinen 5:2 (1:1)-Auftakterfolg im Derby bei TuRa Brügge.
Neben Torhüter Ansgar Forkel, der vor über 400 Zuschauern auf dem Sportplatz Winkhausen nach einer Notbremse eine umstrittene rote Karte gesehen hatte, muss Trainer Marco Sadowski auch mehrere Wochen auf Benjamin Fuhrländer verzichten. Der Abwehrspieler zog sich einen Bruch des Ellenbogens zu. Er muss operiert werden und fällt mindestens sechs bis acht Wochen aus.
„Das ist natürlich ein herber Rückschlag für uns”, nimmt es Sadowski mit Fassung und will zu Forkels Platzverweis nicht viel sagen: „Ich mag nicht beurteilen, ob es eine Notbremse war oder nicht. Ändern können wir daran jetzt sowieso nichts mehr.” Bei dem zweiten verletzungsbedingten Ausfall, Halil Akbal (Blutblase an der Ferse) hofft Sadwoski auf keine längere Zwangspause.
Schon vor dem Spiel war Marco Sadowski zum Improvisieren gezwungen, weil die Spielberechtigung von Neuzugang Timo Maehne nicht zu 100 Prozent sicher war. „Ich wollte kein Risiko eingehen, das Spiel im Nachhinein am grünen Tisch zu verlieren”, erklärt RWL-Vorstandssprecher Michael Dregger zu der Maßnahme, auf Maehne zu verzichten. Deshalb ist Sadowski froh, „dass wir unser erstes Saisonspiel erfolgreich bestreiten konnten. Ich denke, wir haben auch verdient gewonnen, weil wir über weite Strecken ein sehr gutes Spiel gezeigt haben und fußballerisch die bessere Mannschaft waren”, so der Trainer, der einzig die mangelnde Chancenauswertung als Kritik anbringt: „Wir hätten schon viel früher den Sack zumachen müssen.”
TuRa-Trainer sieht gute Ansätze
Einen längeren Ausfall hat auch Brügges Trainer Mike Wohlpart zu beklagen. Patrick Schmidt, der den entscheidenden Fehler vor dem 0:1-Rückstand durch Özkan Muti machte, blieb zur Pause mit Oberschenkel- und Leistenproblemen in der Kabine. „Er wird uns wohl länger fehlen”, erklärt der TuRa-Trainer, der mit dem Auftritt seiner Mannschaft trotz der am Ende klaren Niederlage zufrieden war.
„Die erste Halbzeit macht mir Mut für die weiteren Spiele. Vom Kämpferischen her war das in Ordnung, und in Ansätzen haben wir ganz gut nach vorne gespielt”, zieht Wohlpart Bilanz. „Allen Gegentoren gingen individuelle Fehler im Abwehrverhalten voraus, weil Absprache oder Zuordnung nicht stimmte. Vielleicht hatten die Jungs zu großen Respekt vor dem Namen RWL und der doch nicht alltäglichen Kulisse. Wir müssen und werden unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen, Rot-Weiß hat ganz andere Ambitionen als wir. Die wollen oben mitspielen, für uns geht es einzig und allein um den Klassenerhalt”, macht Wohlpart deutlich.
HINTERGRUND
- Kurioses am Rande des Bezirksliga-Derbys zwischen TuRa Brügge und Rot-Weiß.
- Gleich fünfmal pfiff der Unparteiische Oguzhan Gülacan (VfB Altena) falschen Einwurf bei Rot-Weiß.
- „Ganz ehrlich, wir haben Einwürfe bisher nicht trainiert. Ich denke aber, wir werden das die Woche mal nachholen”, hat RWL-Trainer Marco Sadowski keine Erklärung, kann sich ein Lachen aber auch nicht verkneifen.
15:57
Tja...
sowas kommt von sowas ( frei nach Stan Laurel )
:-)
09:59
Wer hätte gedacht das eines Tages Tura Brügge und Rot Weiss in der gleichen Liga spielen ?