Punkt gewonnen oder Sieg verschenkt?
15.11.2009 | 14:03 Uhr 2009-11-15T14:03:00+0100
HSG Lüdenscheid - SV Westerholt 28:28 (14:16).
Der Gast hatte den Sieg bei einer 25:21-Führung (51.) vor Augen, musste am Ende aber froh über den Punkt sein und durfte sich bei den Schiedsrichtern Blümel/Schlesinger bedanken, die in der Schlusssekunde bei Frank Hentschels erfolglosem Wurf eine Abwehr durch den Kreis von Faruk Brahimi gesehen haben wollten. Den 7-Meter verwandelte Philipp Jacob sicher zum Endstand.
Von Wiedergutmachung für die schwache Leistung aus dem Hagen-Spiel konnte bei der HSG keine Rede sein. „Westerholt hat 45 Minuten von unseren Fehlern gelebt”, ärgerte sich Trainer Friedhelm Ziel über die vielen Unzulänglichkeiten im Angriff, in dem ein rehabilitierter Thomas Dralus – abgesehen von einem stark beginnenden Sebastian Bölling – allein auf weiter Flur stand. Zum anderen ließ die HSG-Deckung zu viele Gegentore über Außen zu, verhinderte zu selten den vom Aufsteiger gut gespielten Diagonalpass auf die Flügel.
Die Anfangsphase stand im Zeichen von Dralus, der bis zum 8:5 (16.) viermal eingenetzt hatte. Dralus wurde jetzt durch Schürmann kurz gedeckt, fortan stockte die HSG-Offensive. Anischewski brachte die soliden Gäste beim 13:12 (26.) wieder in Führung, und zur Pause hatte sich der von allen Positionen solide agierende Gast den 16:14-Vorsprung durchaus verdient.
Mit Wiederbeginn hütete Jörn Bahr für Huhn das HSG-Tor und trug seinen Teil dazu bei, dass sich die Hertener nicht absetzen konnten. Schlechtes Überzahlspiel, Fehler im Aufbau und vergebene Chancen – Lüdenscheid machte sich das Leben schwer und sah trotz zwischenzeitlichem 19:19, als Florian Füller und Dralus getroffen hatten, der zweiten Heimniederlage entgegen, denn bissige Gäste legten durch Lemke, Frederic Hentschel und Gegenstoßexperte Schürmann ein 23:19 (48.) vor und transportierten das Polster bis zum 25:21. Immerhin stemmte sich das Ziel-Team vehement gegen die Pleite, schafften der eingewechselte Lars Gruber, Faruk Brahimi und Dralus den 24:25-Anschluss. Als Dralus den Konter setzte und Füller aus spitzem Winkel den starken Armin Büscher zum 28:27 düpierte, schien Lüdenscheid der Sieg noch in die Hände zu fallen, ehe Blümel/Schlesinger ihrer für beide Seiten merkwürdigen Spielleitung die Krone aufsetzten...
Lüdenscheid: Huhn (1.-30. und 1 Siebenmeter), Bahr (31.-60. und 1 Siebenmeter) - Schürfeld (3), Klung, Füller (2), Baberg (1), Gruber (1), Bölling (5), Heller, Brahimi (1), Luft, Beckmann, Dralus (15/6).
Westerholt: Büscher (1.-60.), Henning (1 Siebenmeter) - Anischewski (2), Fab. Hentschel (3), Lemke (1), Schürmann (7), Brinker (6/3), Jacob (3/3), Lichte (3), Wickermann, Fred. Hentschel (3), Leibner, Röhrig, Preuß.
Schiedsrichter: Blümel/Schlesinger (Schalksmühle/Hagen). Strafzeiten: HSG 3, SVW 8. Zuschauer: 200.
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