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Nur sieben Gau-Vereine dabei

07.09.2010 | 22:24 Uhr
Nur sieben Gau-Vereine dabei
Konrad Brandts startet für den TV Friesen Lüdenscheid in Gütersloh. Foto: Lutz Großmann

Kreisgebiet.Die Resonanz könnte besser sein: Lediglich sieben der 58 Vereine aus dem Lenne-Volme-Turngau schicken Teilnehmer zum Landeskinderturnfest, das die Turnerjugend im Westfälischen Turnerbund (WTB) von Freitag bis Sonntag in Gütersloh ausrichtet. Gütersloh war im Jahr 2008 Schauplatz des 1. Rheinisch-Westfälischen Landesturnfestes und erwartet jetzt 1 580 Kinder aus knapp 80 Vereinen. Der LVG ist durch den TuS Grünewald (24 Teilnehmer), TV Friesen Lüdenscheid (10), DJK Eintracht Lüdenscheid (36), TuS Neuenrade (26), TuS Jahn Ohle (25), TV Jahn Plettenberg (35) und TSV Kierspe (12) vertreten.

Turner des TV Friesen im Favoritenkreis

„Das ist eine enttäuschende Resonanz“, so Gau-Oberturnwartin Eva Gobrecht (Lüdenscheid), die dennoch voller Tatendrang mit ihren 25 Gymnastinnen nach Gütersloh fährt. 18 ihrer Schützlinge turnen im Fachwettkampf Gymnastik P-Stufen, sieben Mädchen zwischen sechs und acht Jahre absolvieren den GYM-Cup mit acht leichteren Übungen. Im Gruppenwettkampfbereich treten nur drei Formationen an: TV Obernbeck (Dance) und DJK Eintracht Lüdenscheid mit zwei Gruppen (Gymnastik Tanz acht bis elf Jahre bzw. bis acht Jahre).

Ein Großteil der Mädchen und Jungen aus den LVG-Vereinen versucht sich in Gütersloh an einem Wahlwettkampf, während die sechs Nachwuchsturner des TV Friesen Lüdenscheid den Fachwettkampf Turnen bestreiten. Trainer Klaus Emde hätte gerne sieben seiner Talente mitgenommen, doch Nils Tesch hat sich vom Training zurückgezogen. „Das ist sehr schade, denn mit Nils geht uns ein Riesentalent verloren. Er ist sehr vielseitig, aber besonders gut am Reck und an den Ringen“, hofft Emde auf eine schnelle Rückkehr Teschs.

So bleiben sechs Friesen-Turner übrig, die in Gütersloh vordere Platzierungen erreichen wollen, aber vor allem – das liegt Emde besonders am Herzen – schön turnen sollen. Gabriel Iannuzzo, Thomas Neumann, Daniel Weber, Florian Gieß, Konrad Brandts und Nico Hanauska sind Emdes Hoffnungsträger. Den Turnfestsieg traut der ehemalige Landeskunstturnwart mit Brandts und Gieß zwei seiner jüngsten Zöglinge zu. Die Friesener bestreiten an diesem Samstag je nach Alter einen Drei- oder Vierkampf an den Geräten Boden, Sprung, Barren und/oder Reck.

Von Erfolgsdruck bei einem Wettkampf außer- bzw. oberhalb der Gau-Ebene will Klaus Emde jedoch nichts wissen. „In Gütersloh ist es eher ein kleiner Wettkampf mit leichteren Übungen. Diese müssen meine Jungs eigentlich aus den Socken heraus turnen. Die Pokalliga im Gau ist mir wichtiger“, sagt der Friesen-Coach. Deshalb lag der Fokus im Training keineswegs darauf, sich speziell auf Gütersloh vorzubereiten. Emde: „Wir haben in den Ferien sogar den Schwerpunkt eher auf Kraft- und nicht auf Techniktraining gelegt.“

Ein Großteil der LKTF-Wettkämpfe findet in den Sporthallen der beiden Gütersloher Berufkollegs statt. Angeboten werden Einzel- und Mannschaftswettbewerbe, Fach- Kombinations- und Wahlwettkämpfe aus den Bereichen Gerätturnen, Gymnastik, Trampolinturnen, Leichtathletik sowie Schwimmen. Ergänzend dazu wird es weitere Wettbewerbe für jedermann geben.

Lutz Großmann

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