Nico Deller kam, sah und siegte
28.02.2011 | 17:49 Uhr 2011-02-28T17:49:00+0100
Werdohl/Hünsborn.Die Heimserie von Rot-Weiß Hünsborn ist gerissen. Zum ersten Mal seit Mai 2009 hat der Landesliga-Aufsteiger wieder eine Partie auf dem heimischen „Löffelberg“ verloren. Trainer Uli Sauerborn und den Anhängern der FSV Werdohl war es am Sonntag egal. Der Spitzenreiter drehte das Spiel beim Verfolger nach einem 0:1-Rückstand noch herum und entführte drei ganz wichtige Punkte aus Hünsborn.
„Wir hatten die besseren Chancen“, sprach Uli Sauerborn nach dem Schlusspfiff von einem „verdienten Sieg“. Sein Gegenüber Andreas Wieczorek war restlos bedient. „Wenn man so benachteiligt wird, kann man kein Spiel gewinnen“, ärgerte sich Hünsborns verletzter Spielertrainer über die Leistung des Unparteiischen.
Hünsborns Trainer Wieczorek stocksauer
Vor allem eine Szene sorgte bei Wieczorek und den Anhängern der Rot-Weißen für Kopfschütteln und Aufregung. Nach einem von Hünsborner Seite reklamierten Foul an Jan-Peter Stein ließ der Unparteiische Hamza Sahin aus Bochum in der 71. Minute weiterspielen.
Das führte zu einem schnellen Gegenzug der Gäste. Als sich FSV-Torjäger Muammer Topcu auf der linke Seite durchsetzte, wollte Andreas Wiezcorek wieder ein Foulspiel erkannt haben. Aber auch hier blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Der Rest ist bekannt: Nico Deller nutzte die Chance zum Siegtreffer. „Das hat uns um den Lohn gebracht. Denn ein Unentschieden wäre verdient gewesen“, war Hünsborns Trainer stocksauer auf den Referee aus Bochum.
In der letzten Viertelstunde warf der Aufsteiger noch einmal alles nach vorne. Doch Werdohls Kapitän Dennis Rattelsberger und Co. ließen hinten nichts mehr anbrennen. Der angeschlagene Dominik Nohl, der in der ersten Halbzeit in der Offensive einige Akzente setzen konnte, biss auf die Zähne und hielt durch. „Ich hätte Dominik eigentlich auswechseln müssen. Aber mit seiner Kopfballstärke war er unentbehrlich“, verriet Trainer Uli Sauerborn wenige Minuten vor dem Abpfiff.
Dominik Nohl beißt auf die Zähne
Danach lagen sich die Werdohler jubelnd in den Armen. Mitten drin war Nico Deller, der schon in der 37. Minute für den enttäuschenden Melih Akdeniz eingewechselt wurde und in der 71. Minute den 2:1-Siegtreffer erzielte.
„Das ist bitter für den Jungen“, wusste Uli Sauerborn, was die frühe Auswechslung für Melih Akdeniz bedeutete. Der war auch restlos bedient. Am Ende hatte der Trainer aber alles richtig gemacht.
Trotzdem war auch Sauerborn sauer. Denn von der Hünsborner Ersatzbank soll der Werdohler Coach wenig freundlich „Hampelmann“ genannt worden sein.
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