Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Fußball-Bezirksliga

Nervosität im RWL-Lager

30.08.2010 | 18:15 Uhr
Nervosität im RWL-Lager

Lüdenscheid. Wie immer nach dem Schlusspfiff holte sich Marco Sadowski seine Mannschaft am Spielfeldrand zusammen, und diesmal fiel die Ansprache des RWL-Trainers an sein Team, das gerade bei VfK Iserlohn mit 1:3 verloren hatte, deftig aus. Mit den Worten „Ihr seid doch selbst schuld“ löste Sadowski die Runde im Regen auf.

Die zweite Niederlage in Folge sorgt am Nattenberg schon für nervöse Zuckungen. „Wir müssen schnell den Knoten lösen, sonst können wir uns von den Zielen verabschieden“, fordert Sadowski rasch die Konzentration und den Kampfgeist, den die Mannschaft am Seilersee vermissen ließ.

70 Prozent Ballbesitz, aber heraus kam fast nichts. „Da war kaum etwas Zwingendes bei“, schüttelte Sadowski den Kopf darüber, dass sein Team seine spielerische Qualität nicht ummünzen konnte. Zu viele Schlenker, unnütze Zweikämpfe, vertändelte Bälle vor dem gegnerischen Strafraum – RWL lud den Gegner zu dessen Konterstärke ein. „Genau davor hatte ich gewarnt“, sagte Sadowski, der konstatieren musste: „Ein guter Kader macht noch längst keine gute Mannschaft.“

Aus der Schusslinie nahm der Coach denjenigen, der bei den Gegentoren am Ende der Fehlerkette stand: Apostolos Vlassakidis. „Klar, unser Keeper sieht zweimal nicht gut aus, aber man muss berücksichtigen, dass er nach einer langwierigen Verletzung erst seit zwei Wochen im Training ist und er von zehn Abwehrspielern im Stich gelassen wurde“, nahm Sadowski den jungen Schlussmann in Schutz. Er habe ihn ins kalte Wasser geworfen, „aber seine Fehler nehme ich auf meine Kappe!“

Wenige hundert Meter entfernt, im Hemberg-Stadion Süd, herrschte zur gleichen Zeit eine andere Gemütslage. Der SV Hellas hatte Mitfavorit VTS Iserlohn ein verdientes 0:0 abgerungen. „Wir haben gut gestanden und nur wenig zugelassen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft“, freute sich Trainer Carlo Stefania. Vor allem in der Defensive präsentierte sich der Gast diszipliniert und unterband die Offensivbemühungen der Hausherren bis auf seltene Durgun-Solos von Beginn an.

Auch in der Offensive setzten die Hellenen starke Konter gegen eine nicht immer sattelfest wirkende VTS-Abwehr. Bei konsequenter Nutzung ihrer Torgelegenheiten wäre auch ein Sieg möglich gewesen, wenn Bartos Mura kurz nach dem Wechsel früher abgeschlossen und Ali Akhabach kurz vor dem Abpfiff nicht die Regentropfen von der Latte geschossen hätte.

Nach der dritten Niederlage im dritten Spiel ist der TSV Lüdenscheid weiter im Besitz der roten Laterne. Die 0:1 Niederlage in Hützemert war aus der Sicht von Spielertrainer Fatih Yücel unglücklich. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben über weite Strecken gut gespielt und gekämpft“, so Yücel, der vor allem Erkan Coskun lobte, der für ihn bester Spieler seines Teams war. Obwohl der schnelle Benjamin Kürschner über links immer wieder für Druck sorgte, wechselte Yücel ihn zur Halbzeit gegen Fikri Karaboga aus: „Er hat die Aufgabe nicht so gespielt wie er sollte.“ Karaboga dagegen war in seinen Aktionen zu verspielt und machte aus seinen Chancen zu wenig. Der wirklich „Schuldige“ für die Niederlage war ein anderer. „Durch den Fehler des Schiedsrichters, der eine Abseitsposition übersah, kamen wir in Rückstand“, so Yücel. Sicherlich hatte der Unparteiische Achim Küthe nicht seinen besten Tag. Dennoch konnte er nicht dafür verantwortlich sein, dass der TSV zu wenige klare Torchancen herausgespielte.

Lutz Großmann, Tobias Krumm und Volker Halbhuber

Facebook
 
Kommentare
02.09.2010
16:29
Nervosität im RWL-Lager
von Beobachter | #6

An #5 vom Fussballfan:

Das unterschreibe ich dir zu 100%.
Der Küthe ist richtig krass gewesen. Und der TSV-Trainer moniert die einzige Abseits-Situation, die Küthe nicht gegen den HSV abgepfiffen hat. Es gab UNZÄHLIGE Situationen nach dem Tor, die ALLE gegen Hützemert abgepfiffen wurden.

...und diese eine womöglich sogar richtige Entscheidung als spielentscheidend zu deuten, ist schon fragwürdig.

Küthe sollte in Zukunft ein Gespann aufs Auge gedrückt bekommen.

31.08.2010
18:32
Nervosität im RWL-Lager
von Fussballfan | #5

Schiri Küthe kann nicht anders,
auch am 1. Spieltag beim Spiel von Hellas in Dünschede war er völlig überfordert.

Abseits wird er in seinem Alter nicht mehr lernen.
Nicht die jungen, sondern auch Schiris vor der Altersgrenze sollten mal beobachtet werden.

31.08.2010
00:25
Nervosität im RWL-Lager
von SmokingJohn | #4

Respekt an Hellas!!! Damit hat keiner gerechnet...Hab mir das Spiel angeguckt und die haben wirklich alles richtig gemacht an dem Tag...Vor allem der 9er war stark bei denen...glaube das ist dieser Mura...der ist echt viel gelaufen und taktisch clever...fast hätten sie ja noch gewonnen...Respekt...aber das müssen die jetzt erstmal bestätigen....

30.08.2010
22:17
Nervosität im RWL-Lager
von Sven Kurmann | #3

Es ist völlig egal wann ich wieder spielen kann. Apostolos ist ein hervorragender Torwart der anscheinend einfach nur einen schwarzen Tag hatte, der fällt bei Torhütern nunmal eher auf als bei einem Feldspieler. Der Hintergrund, dass er erst 2 Wochen im Training ist und die Verletzung noch nicht ganz ausgeheilt ist (deshalb war das Sprunggelenk getapt) sollte man auch nicht vergessen. Ein Torwart braucht Wettkampfpraxis. Eine Diskussion ist hier völlig falsch, er ist und bleibt die Nr.1 und damit der Stammtorwart.
Mfg Sven Kurmann

30.08.2010
22:09
Nervosität im RWL-Lager
von werwohl? | #2

Lutz weisst du was, geh zu deinem besten freund dregger und berichte nur über den rot weiss alte Liebe rostet nicht, aber er macht das gut, wie heisst das schöne sprichwort...man solle alte bäume nicht verpflanzen aber lutz tut es andauernd....wieso hörst du nicht bei der redaktion auf und springst bei rot weiss ein?ständig kritisiert er den tsv...erinnert ihr euch noch an das letzte jahr vom tsv??7 spiele gewonnen hintereinander und nach der ersten niederlage in iserlohn, die große Überschrift von Lutz in der Zeitung TsV auf Boden der Tatsachen zurück...auf die Niederlage hat er nur gewartet..das stand ganz groß in der zeitung....und als wir dann den bis dato ungeschlagenen iserlohn zu hause mit 1-0 geschlagen haben, stand am nächsten tag in der Zeitung im kleingedruckten von lutz: tsv schlägt den primus, ich hab ne brille benötigt gehabt um das überhaupt lesen zu können (nein schlechte augen habe ich nicht)..ich weiss nicht wie du bei der zeitung landen konntest...aber jetzt weiss ich es, denn auch ein blindes huhn findet mal ein korn...also geh und trink mit dregger ein bier, schließlich hält Essen und Trinken Leib und Seele zusammen,, wer weiss vielleicht lutz und rot weiss:-)

30.08.2010
21:45
Nervosität im RWL-Lager
von RWLFan | #1

Wann kann denn der Kurmann wiedr spielen?? Was der in den Vorbereitungsspielen gezeigt hat .....! ür mich einer der Besten den RWL in den letzten Jahren hatte.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/3629674/create

Aktuelle Fotos und Videos
Highlander im Torrausch
Bildgalerie
MK Sport
TuS Grünenbaum - Kantersieg gegen Türkgücü
Bildgalerie
MK-Fußball
HSV jubelt über Wiederaufstieg
Bildgalerie
MK-Handball
RWL nun im Abstiegskampf
Bildgalerie
MK-Fußball
Aus dem Ressort
Drüppel fegt Jablonski vom Platz
Offene...
Vor großer Kulisse wurden am Pfingstmontag die Endspiele der Offenen Lüdenscheider Tennis-Stadtmeisterschaft bei Gastgeber TuRa Eggenscheid ausgetragen.
RWL gewinnt auch zweites Stadtderby
Fußball-Bezirksliga
RWL hat auch das Rückspiel für sich entschieden und mit dem Sieg, den Redouane El Alami per Foulelfmeter in der Nachspielzeit sicherte, die letzten Zweifel am Ligaerhalt ausgeräumt. Den Gästen blieb nur das Lob, ein aussichtsloses 0:3 in ein zwischenzeitliches 3:3 verwandelt zu haben.