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Meister FSV Werdohl marschierte in die Westfalenliga

27.01.2012 | 18:12 Uhr
Meister FSV Werdohl marschierte in die Westfalenliga
Meisterfeier im Mai: Der FSV Werdohl schaffte den Aufstieg in die Westfalenliga mit acht Punkten Vorsprung. Foto: Dietmar Reker

Werdohl.   Die FSV Werdohl machte es wieder spannend. Mit 60 Stimmen Vorsprung gewann der Aufsteiger in die Fußball-Westfalenliga die WR-Sportlerwahl 2011. Damit setzte das Team von FSV-Trainer Uli Sauerborn das I-Tüpfelchen auf eine erfolgreiche Saison 2010/11.

Am 15. Mai 2011 war es so weit: Nach über 20 Jahren schaffte die FSV Werdohl die Rückkehr in die Westfalenliga (früher Verbandsliga). Bis der Aufstieg am drittletzten Spieltag aber feststand, mussten die Werdohler bange Minuten überstehen. Denn nach der 1:2-Niederlage in Rothemühle war den Spielern und zahlreichen mitgereisten FSV-Anhängern überhaupt nicht zum Jubeln zu Mute.

Das änderte sich schlagartig, als Vorsitzender Burkhard Bora das Ergebnis des Konkurrenten Hasper SV mitteilte. Der Tabellenzweite hatte zu Hause ebenfalls verloren und konnte Werdohl nicht mehr einholen. Der Rest war grenzenloser Jubel. „Was die Jungs geleistet haben, ist klasse. Jetzt sollen die Spieler einfach nur den Aufstieg genießen“, freute sich Vereinschef Bora.

Mit seinem kleinen Kader hatte Trainer Uli Sauerborn Beachtliches geschafft: Mit acht Punkten Vorsprung holte sich sein Team am Ende die Meisterschaft. Prunkstück war die Abwehr. Nur 26 Mal musste Torhüter Alexander Schmale hinter sich greifen - auch ein Lohn für die Wahl zur Mannschaft des Jahres bei der WR-Sportlerwahl 2011 .

Tradtionsvereine starke Konkurrenz

Trainer Uli Sauerborn legte den Grundstein zum Erfolg. Seit fünf Jahren ist er beim FSV im Amt. Foto: Dietmar Reker

Die Vorfreude auf Spiele gegen die Traditionsvereine SG Wattenscheid 09, SpVgg Erkenschwick und DSC Wanne-Eickel oder die „Derbys“ gegen SpVg Olpe, SF Oestrich-Iserlohn und TuS Ennepetal war groß. Und in den meisten Begegnungen hat der Aufsteiger auch gezeigt, dass er mithalten kann. Lehrgeld musste die FSV gegen die meist finanziell und personell ganz anders aufgestellte Konkurrenz dennoch bezahlen. Als Tabellenletzter hat sich Werdohl in die Winterpause verabschiedet. Doch aufgegeben haben sich Kapitän Dennis Rattelsberger und Co. lange nicht.

Sauerborn hat viel Arbeit

Auch außerhalb des Spielfeldes gab es 2011 viel zu tun. Noch immer ist die Arbeit im Vorstand auf zu wenige Schultern verteilt, ist die Vereinsstruktur parallel zu den sportlichen Erfolgen nicht mitgewachsen. „Das Amt des 1. Vorsitzenden kann man nicht nebenbei machen“, mahnt Burkhard Bora, zieht die Konsequenzen und hört im Frühjahr auf. Sein Nachfolger soll Noch-Schatzmeister Thomas Dinter werden.

Trainer und Sportlicher Leiter Uli Sauerborn wartet ab und will sich im „ersten Quartal“ entscheiden, ob er als Übungsleiter weiter macht. „Fünf Jahre sind im Trainergeschäft eine lange Zeit“, weiß Sauerborn.

Martin Droste

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