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"Lohn für kontinuierliche Arbeit"

08.09.2008 | 20:16 Uhr

Es war eine verdammt kurze Nacht, und ein Großteil der Spieler von Inline-Skaterhockey-Bundesligist LTV 61 Highlander wird den Sonntag in im wahren Sinne des Wortes übler Erinnerung behalten haben. ...

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Trainer Norbert Krause nach dem perfekten Meistertitel. (WR-Fotos [2]: Lutz Großmann)

... Ausgiebig, ja ausschweifend, feierten Mannschaft, Trainer und Fans den Gewinn der Nord-Meisterschaft im "Steakhaus" in Pieperloh. "Es war, glaube ich, 6 Uhr", sagte ein müder Trainer Norbert Krause, der sich am späten Sonntagnachmittag aber trotzdem noch den Sieg der zweiten Mannschaft anschaute. Die Highlander-Reserve steht kurz vor dem Aufstieg in die Regionalliga.

Am vorletzten Spieltag der normalen Punkterunde machten die Highlander den Meistertitel perfekt, die Abschlusspartie vor den im Oktober beginnenden Playoffs um die Deutsche Meisterschaft am Samstag bei den Duisburg Ducks ist bedeutungslos. "Das ist der Lohn für kontinuierliche Arbeit", freute sich Krause, der vor der Saison Platz fünf oder sechs als Ziel ausgegeben hatte - wohlwissend, mit dieser Mannschaft weit mehr erreichen zu können. "Dennoch habe ich es in dieser klaren Form nicht erwartet", räumt der Meinerzhagener ein, für den der Weg aber noch nicht zu Ende ist. Die Highlander spielen ab Oktober um die Meisterschaft und wollen, obwohl in Sachen K.o.-Spielen völlig unerfahren, zumindest das Halbfinale erreichen. Krause: "Jetzt kommt das Sahnehäubchen und eine Phrase: Wir denken nun von Spiel zu Spiel."

Beim 12:3 gegen einen tapferen Tabellenletzten Crefelder SC, der noch eine Minichance hat, den direkten Abstieg zu vermeiden, merkte man dem Team den Druck, den Krause ganz bewusst aktiviert hatte, zunächst an. Die Mannschaft wirkte nervös und ließ sich von taktisch sehr gut eingestellten Gästen mehrfach düpieren. Erst als die Skatingbears die hautenge Deckung für Jiri Svejda lockerten, nutzte dies der Liga-Topscorer, um das Spiel im Alleingang zu entscheiden und seine Kollegen aufzurütteln. Nur deshalb wurde es am Ende noch der standesgemäß deutliche Sieg, der aufgrund seiner Bedeutung in die Historie der Skaterhockey-Abteilung eingehen wird.

Von Lutz Großmann

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