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Katzenjammer in Plettenberg

30.08.2010 | 18:02 Uhr
Katzenjammer in Plettenberg

Plettenberg.Torjäger, verzweifelt gesucht. Nach drei Spieltagen in der Fußball-Landesliga und der Bezirksliga warten die beiden Plettenberger Vereine TuS und SC weiter auf den ersten Treffer.

In der letzten Saison schaffte der TuS Plettenberg erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt. Nach nur drei Begegnungen steckt das Team von Trainer Niko Douros schon wieder in großen Schwierigkeiten. Auch wenn der Nachfolger von Tobias Wolfsheimer noch einige Spiele abwarten will, um eine erste Zwischenbilanz zu ziehen. Null Punkte, 0:7-Tore und der letzte Tabellenplatz sprechen nach der dritten Niederlage gegen Westfalenliga-Absteiger VfL Schwerte erst einmal für sich.

„Wir haben die erste Hälfte nach meiner Ansicht ausgeglichen gestalten können. Die Tore sind dann jeweils durch individuelle Fehler gefallen, als wir zu weit von unseren Gegner weg waren. Beim zweiten Tor haben wir völlig unnötig am Strafraum einen Freistoß provoziert“, berichtete Niko Douros nach dem 0:3 gegen Schwerte.

Jetzt scheint Douros auch als Psychologe gefragt zu sein. „Nach den beiden Niederlagen zum Auftakt sind einige vielleicht gedanklich wieder in der letzten Saison, wo bis kurz vor Schluss gegen den Abstieg gespielt wurde,“ will der Plettenberger Trainer erkannt haben.

Wie sein Mendener Kollege Andreas Bücker vor einer Woche, schrieb auch Schwertes Übungsleiter Rüdiger Kürschner dem TuS am Sonntag kein gutes Zeugnis aus. „Wir waren sowohl fußballerisch als auch läuferisch besser als unser Gegner. Eigentlich haben wir es schon in der ersten Hälfte versäumt, zwei Tore vorzulegen. Mit zunehmender Spieldauer wurde Plettenberg dann immer unruhiger, daraus haben wir Kapital geschlagen.“

Katzenjammer auch beim Lokalrivalen SC Plettenberg, der bereits am Freitagabend beim 0:6 zu Hause gegen den FC Lennestadt unterging. Es waren nicht einmal die sechs Gegentore, die Trainer, Spieler und Anhänger des SCP gleichermaßen auf die Palme brachten. Es war der Unparteiische Aren Tekazaryan (Iserlohn), der mit der Anerkennung der ersten beiden Treffer für die Gäste sowie dem Umgang mit gelben Karten für großen Unmut bei den Platzherren sorgte.

Nachdem Andreas Messner nur den Querbalken des Lennestädter Tores getroffen hatte, wurde im Gegenzug Flankengeber Dominik Allebrodt im Abseits stehend angespielt. Seine Vorlage verwertete Julian Heidschötter zur Lennestädter Führung.

Noch krasser ging es beim zweiten Tor zu. Da stand Dominik Allebrodt gleich mehrere Meter abseits, und auch hier fand der Treffer Anerkennung. „Obwohl der Schiedsrichter unter Beobachtung stand, oder gerade deswegen, habe ich hierfür überhaupt kein Verständnis. Spieler, Zuschauer, alle haben es gesehen, nur einer nicht“, schnaufte SCP-Spielertrainer Ralf Sonnenberg, sichtlich nach Fassung ringend.

Uns selbst sein Lennestädter Kollege „Spiri“ Vormweg konnte dies nur achselzuckend bestätigen. Beide stimmten aber überein, dass der Erfolg klar verdient war. „Es hätte auch noch schlimmer kommen können, wenn Sven Kortmann im Tor nicht noch einige Hundertprozentige gehalten hätte. Wir müssen die Punkte woanders holen“, weiß Ralf Sonnenberg.

Ottmar Rüschenberg und Martin Droste

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