In Plettenberg bleibt es trotz Krise ruhig
27.09.2010 | 18:27 Uhr 2010-09-27T18:27:00+0200
Plettenberg.Für den Abend des 27. September haben die Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten TuS Plettenberg den Mannschaftsrat eingeladen. Von einer Krisensitzung will Vorstandsmitglied Thomas Schneider zwar nichts wissen. Aber für genug Gesprächsstoff dürfte gesorgt sein.
Denn die sportliche Situation wird immer brisanter. Auch nach dem siebten Spieltag wartet der TuS in der Landesliga weiter auf den ersten Punkt. Der Blick auf die Tabelle ist alarmierend: Sieben Niederlagen und ein Torverhältnis von 3:22 bedeuten die Rote Laterne. Allerdings beträgt der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz „nur“ sieben Punkte.
„Wir hatten zwar mit einem holprigen Start gerechnet, aber nicht mit sieben Niederlagen“, ist auch Thomas Schneider vom Negativauftakt überrascht worden. „Am Sonntag kommt der TuS Iserlohn ins Lennestadion. Da ist es fast schon Pflicht, zu gewinnen“, macht sich Schneider nichts vor. „Aber es sind noch 23 Spiele“, flüchtet sich der stellvertretende Vorsitzende in Durchhalteparolen, und weiß das auch. „Was sollen wir denn sonst sagen?“
Bei der Ursachenforschung verweist Thomas Schneider auf Verletzungen (so fehlt Dario Raschat seit Wochen) und gleich drei Rote Karten. Zudem sei der TuS Plettenberg in den ersten Spielen auf Gegner gestoßen, gegen die man verlieren könne. Mit einer Ausnahme: „Gegen Schmallenberg hätten wir gewinnen müssen.“
Die Negativserie setzt sich in den Köpfen der Spieler fest. Hinzu kommt eine schwache Chancenverwertung, wie beim unnötigen 1:3 am vergangenen Sonntag in Rothemühle. Davon konnte sich vor Ort nach seinem Kurzurlaub auch TuS-Vorsitzender Axel Sedlatschek überzeugen.
Ins Bild passt da die Gelb-Rote Karte für den neuen „Hoffnungsträger“ (Thomas Schneider) Markus Dworrak. Der ehemalige Bundesligaprofi wurde nur wenige Minuten nach seiner Einwechslung vom Schiedsrichter wieder vom Platz geschickt. Der Grund: Dworrak hatte zu vehement gegen einen nicht gegebenen Strafstoß für Plettenberg protestiert.
„Irgendwann liegen die Nerven blank“, weiß Vorstandsmitglied Schneider. Aber einem so erfahrenen Spieler wie Markus Dworrak darf so etwas nicht passieren.
Trotz der sportlichen Talfahrt ist Thomas Schneider „nach wie vor davon überzeugt, dass der Kader genug Potenzial hat, die Klasse zu halten“. Auch von Trainer Niko Douros ist der stellvertretende Vorsitzende weiter überzeugt. „Ich bin immer noch der Meinung, dass er der richtige Mann für uns ist. Niko leistet gute Arbeit. Aber auch ein Niko Douros wird irgendwann an den Punkten gemessen“, kennt Schneider die Gesetzmäßigkeiten.
Um die weiß auch der Trainer. „Wenn wir bis zur Winterpause immer noch keine Punkte auf dem Konto haben, muss der Verein handeln“, macht sich der Wolfsheimer-Nachfolger nichts vor. „Irgendwann müssen die Punkte her“, pflichtet ihm Thomas Schneider bei. Am besten schon gegen Iserlohn.
Zumindest ein „kleines Erfolgserlebnis“ (Schneider) gab es am Wochenende. Die in die Kreisliga abgestiegene zweite Mannschaft hat ihr zweites Spiel gewonnen: 3:0 gegen Azzuri Schalksmühle.
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