Highlander peilen wieder Playoff-Heimrecht an
12.03.2010 | 12:39 Uhr 2010-03-12T12:39:00+0100Lüdenscheid. Zu einem ungewöhnlichen Zeitpunkt, nämlich am Sonntagabend um 19.30 Uhr, eröffnet Inline-Skaterhockey-Bundesligist Highlander Lüdenscheid die Saison 2010. Erster Gegner sind die SHC Rockets Essen.
Die Schotten bestreiten ihre vierte Erstliga-Saison in Folge. Die bisherige Bilanz: Rang fünf 2007, Playoff-Finale 2008, Playoff-Halbfinale 2009. Trainer Norbert Krause und Tobias Opfermann, Teamleiter und Torhüter, standen im Doppel-Interview mit der WR-Sportredaktion Rede und Antwort.
Die Mannschaft hat ihr Gesicht doch erheblich verändert. Welche Qualität steckt drin im Kader?
Norbert Krause: Ich denke, wir sind stärker aufgestellt als in den letzten Jahren. Dies gilt vor allem für die Offensive, in der die Auswahl doch groß ist. Wir haben den Vorteil, dass wir mit drei kompletten Reihen spielen können. Das gilt nicht für jeden Gegner.
Wie sind die Highlander-Neuzugänge zu beurteilen?
Krause: Die Stürmer Marcel Broze´, Matthias Krüer und Danny Kersthold gehen im Training schon richtig Tempo. In ihren ehemaligen Vereinen mussten sie immer eine One-Man-Show abliefern. Bei uns können sie ihre Kraft auf drei Drittel verteilen. Das Zusammenspiel mit unserem Top-Verteidiger Robert Eefting sollte auch klappen, immerhin hat er mit Krüer und Kersthold schon in der holländischen Nationalmannschaft gespielt.
Opfermann: Mit Broze´ habe ich ja in Menden zusammengespielt. Ich bin von allen dreien begeistert. Ich glaube, alle sind extrem professionell eingestellt.
Welche Rolle sollen die Youngster spielen?
Krause: Zunächst einmal sollen Dominik Seuster, Christian Riemer, Arne Keller, Kevin Barden, Jan Otto, Max und Niklas Cammann in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln. Die Regionalliga Mitte ist so stark wie selten. Dort werden die jungen Spieler bereits an ihre Grenzen geführt. Man wird dann sehen, wie sie sich entwickeln. Ich will nicht wieder den Fehler machen, die jungen Leute zu früh ins Bundesliga-Team hochzuziehen. Mit Prognosen halte ich mich zurück, aber eines ist klar: Sie haben alle jede Menge Talent.
Steht die Besetzung der drei Reihen schon fest?
Krause: Zum größten Teil ja. Die erste Reihe bilden Eefting, Otters, Kerstholt und Krüer. In der zweiten spielen Elzner, Wortmann, Svejda und Broze´. Eine kleine Baustelle ist die dritte Reihe. Mit Krause, Dove, Stein, Tim Bruch, Wille und Andre´ Bruch stehen sechs Spieler zur Verfügung. Dazu könnten mehrere Youngsters kommen.
Andre´ Bruch ist zurück?
Krause: Andre´ hat sich – auch für mich überraschend – nach seinem Knorpelschaden im Knie schmerzfrei zurückgemeldet. Er ist zumindest eine willkommene Option.
Bleibt die Frage nach den Torhütern. Wie ist hier der Stand der Dinge?
Krause: Wir haben mit Tobias Opfermann und Jonas Mohr zwei gleichstarke Torhüter. Es gibt keine eindeutige Nummer eins. Beide müssen sich durch Leistung beweisen.
Kann Sie diese unklare Situation zufrieden stellen?
Opfermann: Aus meiner Sicht ist das in Ordnung. Ich denke von Spiel zu Spiel. Letztlich sind wir dadurch auch schwieriger auszurechnen, wenn der Gegner vorher nicht weiß, wer bei uns im Tor stehen wird. Ich werde aber besonders Gas geben, denn es hat mich gewurmt, dass ich in den Playoffs 2009 nur ein Spiel bestritten habe.
Wie schätzen Sie die Gegner in der Nord-Staffel ein?
Krause: Einige Mannschaften haben aufgerüstet. Ich denke, dass für die Playoff-Plätze neben uns Duisburg, Bissendorf und Essen favorisiert sind. Und ich wage die Prognose, dass sich auch die Samurais einmischen werden.
Opfermann: Ich schätze auch die Mendener Mambas hoch ein. Sie werden zumindest mit dem Abstieg nichts zu tun bekommen. Auch der Rest ist kein Fallobst, aber es wird eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben.
Welche Ziele haben Sie sich für die Saison gesteckt?
Krause: Wir wollen Playoff-Heimrecht bekommen, also Erster oder Zweiter werden, weil wir gesehen haben, wie wertvoll das sein kann.
Opfermann: Und ich möchte natürlich zweimal Iserlohn und Menden schlagen . . .
0mitdiskutieren