Handball 3. Liga
Hauen und Stechen erwartet
08.09.2010 | 18:19 Uhr 2010-09-08T18:19:00+0200
Schalksmühle/Halver.Bei einem Blick auf die Saisonziele der einzelnen Mannschaft wird eines deutlich: 80 Prozent der 16 Teams haben sich den Klassenerhalt auf die Fahnen geschrieben. Für Mathias Grasediek ein nachvollziehbares Ergebnis. „Es gibt vier Mannschaft, die sich oben absetzen werden“, gibt der Trainer der SG Schalksmühle-Halver seine Einschätzung kund. „Dazu gehören für mich die Teams aus Hagen, Wermelskirchen, Leichlingen und Ferndorf. Dahinter geht es für alle anderen Mannschaft allein um den Klassenerhalt.“
Wegen der Ligareform wird es auch am Ende der Saison 2010/2011 wieder zu einem vermehrten Abstieg kommen. Bis Platz neun bleiben die Mannschaften drin, ab Platz zehn geht es eine Klasse runter. „Das wird ein ganz enges und hartumkämpftes Rennen bis zum letzten Spieltag werden“, ist sich Grase- diek sicher. „Ähnlich wie in der letzten Saison in der Regionalliga. Zwischen Platz vier und neun wird der Abstand am Ende nicht groß sein, vielleicht gerade einmal drei Punkte.“ Und ähnlich wie 2009/2010 werde es auch wieder einige Überraschungen geben: „Ich will nicht ausschließen, dass auch einer der Etablierten Probleme bekommen kann und ein Team, das noch keiner auf der Rechnung hat, plötzlich oben mitmischt.“
Für Mathias Grasediek und sein Team geht es einzig und allein um den Klassenerhalt: „Diesem Ziel ordnen wir alles unter. Alles was darüber hinaus kommt, ist schönes Beiwerk, dass wir dann aber gerne mitnehmen werden, wenn es so kommen sollte.“
Michael Wulf fällt
noch lange aus
Der südwestfälische Dauerrivale VfL Eintracht Hagen gehört zum Favoritenkreis, auch wenn es die Hagener selbst vermeiden, vom Aufstieg zu reden. Offiziell gibt auch die Eintracht den Klassenerhalt als erstes Ziel aus. Intern erhofft sich der Vizemeister des letzten Jahres allerdings mehr. Zumal Hagen mit Krzysztof Szargiej einen ehrgeizigen Trainer hat, der nach höheren Zielen strebt. Mit Rückraumspieler Michael Wulf fällt ein Rückraumspieler allerdings noch bis Anfang 2011 aus. Zudem müssen die Hagener wegen des Umbaus der Ischelandhalle sieben der ersten neun Spiele in der Fremde austragen. Ab November geht es zurück in die neue Ischelandhalle, die dann ein Fassungsvermögen von 2000 Zuschauern aufweist.
Einen Langzeitverletzten hat auch der zweite südwestfälische SGSH-Rivale TuS Ferndorf zu beklagen. Beim Turnier in Pohlheim zog sich Rückraumspieler Carsten Lange Anfang August einen Kreuzbandriss zu und fällt noch mehrere Monate aus. Ferndorfs sportliche Leitung um Trainer Caslav Dincic und Manager Harald Münker erwartet ein „Hauen und Stechen“ um den Klassenerhalt. Seine Mannschaft sieht Dincic gerüstet, eine bessere Platzierung als Rang sieben im Vorjahr zu erreichen: „Wir haben neue Qualität hinzubekommen.“ Deshalb wolle er mit dem Kampf gegen den Abstieg nichts zu tun haben: „Wir wollen gegenüber der letzten Saison einen Schritt nach vorne machen.“
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