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Fußball-Bezirksliga 7

Große Hoffnung auf Wiederaufnahme der Rückrunde

04.03.2010 | 18:14 Uhr
Große Hoffnung auf Wiederaufnahme der Rückrunde

Der Fortsetzung der überkreislichen Meisterschaftsspiele sollte nichts mehr im Weg stehen. Eine erneute Generalabsage in der Bezirksliga 7 steht nicht zur Debatte.

Sechs der sieben gastgebenden Mannschaften können nämlich auf Kunstrasen spielen, darunter der TSV und Rot-Weiß Lüdenscheid. Auch das Hellas-Gastspiel in Oestrich kann stattfinden.

Eine Ausnahme macht nur TuRa Brügge. Dort steht am Sonntag das wichtige Heimspiel gegen den FC Kirchhundem auf dem Programm. Die Austragung dieses Spiels ist gefährdet, wenngleich die Stadt den Platz über das Wochenende ebenso wie alle Kunstrasenplätze nicht sperrt.

Für alle anderen Tennenplätze wurde die Sperrung bis einschließlich Sonntag verlängert. Die Auswirkungen halten sich in Grenzen, weil der Fußballkreis den kompletten Spielbetrieb auf Kreisebene bereits am Dienstag absetzte.

TuRa Brügge - FC Kirchhundem (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz Winkhausen). „So eine Situation habe ich auch als Spieler noch nicht erlebt”, kann Brügges Spielertrainer Mike Wohlpart vor dem ersten Meisterschaftsspiel des Jahres die Frage nach dem Leistungsstand seiner Mannschaft nur mit einem Schulterzucken beantworten. „Für uns ist es ein ein Kaltstart.” Das treffe allerdings auch auf den Gegner zu: „Im Kreis Olpe lag ja mindestens genauso viel Schnee wie bei uns.”

Überbrückt hat Wohlpart die Winterzeit mit Laufen, „so gut es denn ging”, und Training in der Soccerhalle. „Im Fitness-Studio haben wir auch mal Spinning ausprobiert.” An Training unter freiem Himmel war aber nicht zu denken. „Wir haben nur einmal auf dem Nattenberg-Kunstrasen eine Einheit absolviert, das war aber schon Anfang Januar vor dem großen Schnee.”

Somit sei das Aufwärmen vor dem Spiel gegen Kirchhundem die erste richtige Trainingseinheit seit Wochen. Zudem absolvierte TuRa am Donnerstag noch ein Testspiel beim Iserlohner Kreisligisten SSV Kalthof auf Kunstrasen. Ob die Partie am Sonntag auf der Winkhause Asche über die Bühne gehen kann, ist noch offen. „Der Platz ist sehr, sehr tief. Wir müssen uns selbst überraschen lassen, ob man den Platz bis Sonntag so hinbekommt, dass gespielt werden kann”, kann Wohlpart erneut nur mit den Schultern zucken. tom

TuRa-Info

Bei TuRa fehlen: Carlo Bonventre, Christoph Dobbrow (beide Knie-OP), Marc Bräuer (studienbedingt).

Bei TuRa fraglich: Patrick Klatt (Lehrgang), Kay Jansen (umgeknickt).

Hinspiel: FC Kirchhundem - TuRa 0:3.

Tipps zum Spiel: Mike Wohlpart (TuRa-Spielertrainer): „Wir gewinnen, egal wie!” – Thomas Dietrich (WR): 2:1.

Türk. SV Lüdenscheid - TuS Plettenberg II (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz Wehberg). Obwohl ein Teil des Kunstrasenplatzes noch mit einer dünnen Eisschicht bedeckt ist, dürfte dem Kreisderby nichts im Weg stehen. „Ich gehe davon aus, dass wir spielen”, bereitet denn auch TSV-Trainer Ali Kurban-Günes sein Team auf das erste Punktspiel nach 91 Tagen vor.

Und nachdem beim Aufsteiger der zweite Teil der Hinrunde – zwei Punkte aus den letzten sieben Spielen, letzter Sieg am 4. Oktober – wenig erquicklich lief, will der TSV nun an die Erfolge vom Saisonstart anknüpfen. „Wir haben ein Heimspiel gegen den Letzten. Das muss unser Ziel ein Dreier sein”, verdeutlicht Kurban-Günes, dessen voluminöser Kader in der Winterpause nur durch die Abgänge Birol Yilmaz (Türkgücü Lüdenscheid) und Sedat Isik (Bergneustadt) geschwächt wurde. Zudem rückte Manndecker Savas Günes in die Reserve herunter.

Nach lediglich einem Testspiel – 1:4 bei A-Ligist VTS Iserlohn – ist es für die Gastgeber ein noch kälterer Start als für den Gegner, der sich wenigstens in drei Vorbereitungsspielen in Form bringen konnte. Zuletzt gewann die TuS-Reserve gegen A-Ligist Türkgücü Lüdenscheid mit 4:2. Dienstag folgte ein 2:2 beim Bezirksligisten Fichte Hagen.

Obwohl Spielertrainer Niko Douros und Routinier Dirk Schulze verletzungsbedingt fehlen, hat sich die personelle Situation bei den Gästen wesentlich entspannt. So stehen Kenan Göcürücü (starke Prellung) und Stefan Joest (Jochbein- und Kieferbruch) wieder zur Verfügung. Vom SC Plettenberg ist Defensivspieler Said Lahcen gekommen. Der Kader des Schlusslichts ist auf 18 Spieler angewachsen.

„Es sieht besser aus”, freut sich Douros. Beim Aufsteiger wäre der Plettenberger Coach mit einem Punkt zufrieden. Dabei will Niko Douros eigentlich jedes Meisterschaftsspiel gewinnen. dro

Derby-Info

Beim TSV fehlen: Bünjamin Yildirim, Ismail Uzunoglou (beide Trainingsrückstand).

Beim TSV fraglich: Ömer Yilmaz (Fußprellung).

Beim TuS fehlen: Dirk Schulze (Knieprobleme), Niko Douros (Zerrung im Rücken).

Beim TuS fraglich: Keiner.

Hinspiel: TuS II - TSV Lüdenscheid 0:2.

Tipps zum Spiel: Ali Kurban-Günes (Trainer TSV) 2:0 – Niko Douros (Trainer TuS) 1:1 – Lutz Großmann (WR) 3:2.

Rot-Weiß Lüdenscheid - VfK Iserlohn (Sonntag, 15 Uhr, Kunstrasenplatz Nattenberg). An das Hinspiel kann sich Lüdenscheids junger Trainer Marco Sadowski noch genau erinnern. Beim Aufsteiger Iserlohn unterlagen die RotWeißen unglücklich mit 2:1. Der Siegtreffer für den VfK fiel erst in der 88. Minute.

Seitdem hat sich bei den Gästen einiges getan. So hat sich der Verein längst von Trainer Ralf Markmann getrennt, für ihn übernahm Ingo Müsse. Auch bei den Spielern hat sich das Karussell kräftig gedreht. Mit Sofian El Ghazzari, Stefan Feldmann, Manuel Spitzenberger, Kevin Hines und Marus Menze stehen einige Stammspieler nicht mehr zur Verfügung. Neu dabei sind Fatih Kadaisci (TSK Hohenlimburg), Ismael Talbi (SG Hemer) und Valon Hasani (ASSV Letmathe).

Bei den Bergstädtern geht es viel ruhiger zu. In der Winterpause ist kein Neuzugang gekommen, aber es hat auch kein Spieler den Verein vom Nattenberg verlassen. Für die kommende Saison könnte sich Marco Sadowski eine weitere Zusammenarbeit vorstellen. Das macht der Trainer aber von der Zusammenstellung des Kaders abhängig. „Sollten 70 Prozent gehen, macht das keinen Sinn mehr.”

Am Dienstag konnten die Rot-Weißen zum erstenmal auf dem Kunstrasenplatz trainieren. Prompt begann es wieder zu schneien. Liegengeblieben ist von der weißen Pracht aber nichts mehr. Das einzige Testspiel verlor das Sadowski-Team mit 2:3 beim Landesligisten Hasper SV. dro

RWL-Info

Bei RWL fehlt: Gino Guerra (beruflich verhindert).

Bei RWL fraglich: Fabiano La Mendola (muss vielleicht arbeiten).

Tipps zum Spiel: Marco Sadowski (Trainer RWL) 1:0 – Martin Droste (WR) 2:1.

Hinspiel: VfK Iserlohn - RWL 2:1.

Lutz-Peter Großmann

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