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Grasediek: "Werden uns strecken müssen"

18.09.2009 | 18:25 Uhr
Grasediek: "Werden uns strecken müssen"

Handball-Regionalliga: SG Schalksmühle-Halver - HSG Lemgo II (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Löh). (tom) Mit der Empfehlung von 50 erzielten Toren am vergangenen Spieltag gegen Bayer Dormagens U23 gibt Lemgos Bundesliga-Reserve ihre Visitenkarte am Schalksmühler Löh ab.

„Das ist eine Marke, die für sich spricht. Wir werden uns ganz schön strecken müssen”, zollt Trainer Mathias Grasediek den Ostwestfalen Respekt.

Den SGSH-Trainer plagen personell einige Sorgen. Philipp Lemke hat nach seinem Nasenbeinbruch am Donnerstag erstmals wieder trainiert, wird aber ebenso ausfallen wie der Daniel Brugger. Außerdem konnte Torhüter Volker von Oepen (Grippe) nicht trainieren, plagte sich Julian Krieg mit einem Pferdekuss herum und musste Alexander Brauckmann zur Untersuchung wegen seiner Ferse zu Teamarzt Carsten Lueg. Der Trainer geht aber davon aus, dass es bei den Ausfällen von Lemke und Brugger bleibt.

Dass sein Gegenüber Niels Pfannenschmidt ebenfalls Personalsorgen hat, ist für Grasediek in der Rollenverteilung zweitrangig. „Abwarten, ob die Spieler tatsächlich in der Bundesliga aushelfen müssen. Aber auch so hat Lemgo eine starke Mannschaft, egal in welcher Formation sie auflaufen.” Pfannenschmidt muss am Wochenende mit Rückraumspieler Michael Binder (10 Tore gegen Dormagen) und Torhüter Dominik Formella zwei Leistungsträger nach oben abgeben. Zudem fehlt weiterhin Andre´ Tempelmeier verletzungsbedingt. „Mit Arjan Haenen haben die immer noch einen Top-Mann im Rückraum. Überhaupt ist die rechte Seite erstklassig besetzt”, schwärmt Grasediek. Haenen traf letzte Woche übrigens 13 Mal.

„Lemgo spielt mit viel Tempo. Für uns bedeutet das zurücklaufen, zurücklaufen und nochmals zurücklaufen”, setzt Grasediek auf ein konzen-triertes und vor allem schnelles Rücklaufverhalten. „Lemgo übt in der Vorwärtsbewegung unheimlich viel Druck aus.” Von seiner Mannschaft erwartet der Trainer, „dass wir die positiven Dinge aus den ersten beiden Spielen vereinigen können. Ob es dann gegen einen so starken Gegner reicht, müssen wir abwarten”, erklärt Grasediek, der dabei auch auf die eigenen Fans setzt: „Die Jungs brauchen diese moralische Unterstützung.”

SGSH-Info

- Bei der SGSH fehlen: Philipp Lemke (Nasenbeinbruch), Daniel Brugger (krank).

- Bei der SGSH fraglich: keiner.

- Letzter Vergleich in der Regionalliga-Saison 2007/08: Lemgo II - SGSH 27:19; SGSH - Lemgo II 30:33.

Vor diesem Derby gibt es keine Geheimnisse

Verbandsliga: HSV Werdohl/Versetal - SG Schalksmühle-Halver II (Samstag, 19 Uhr, Riesei-Halle). (tom) Während für SGSH-Trainer Jörg Klose die Rollen klar verteilt sind („Wir sind krasser Außenseiter”), wagt HSV-Trainer Axel Meyrich gegen sein ehemaliges Team keine Prognose: „Ich habe meine Mannschaft auf ein ganz enges Spiel vorbereitet. Die Spieler kennen sich bestens, da gibt es keine großen Geheimnisse.”

Jörn Holzrichter (SGSH II), attackiert von Recklinghausens Jörg Schomburg (rotes Trikot) im Auftaktspiel, fehlt im Derby in Werdohl. Rechts Alexander Trimpop. Foto: Alexander Cremer.

„Die SG-Reserve hat mit Thomas Voss, Christopher Ebbinghaus und Jörn Holzrichter einen ganz starken Rückraum, der in dieser Liga zur Spitze gehört”, spricht Meyrich mit viel Respekt über seinen Ex-Klub. „Auch die Abwehr ist stark und hat einen massiven Innenblock. Von der Kampfkraft und der Kompaktheit ist die SGSH-Reserve noch eine Stufe höher einzuschätzen als die HSG Lüdenscheid.” Dabei geht Axel Meyrich davon aus, dass sein Trainerkollege und Nachfolger Jörg Klose die Abwehr zusätzlich mit Philipp Turck stabilisiert.

Der HSV-Trainer, der den Schwung aus dem Derby-Sieg in Lüdenscheid mitnehmen will, kann auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Mit Urlaubs-Rückkehrer Jugoslav Lakic wird der sogar noch verstärkt.

SGSH-Trainer Jörg Klose sieht das anders: „Werdohl ist ganz klar in der Favoritenrolle, für uns wird es schwierig, am Riesei zu bestehen.”

Das hat aus seiner Sicht drei entscheidende Gründe: „Erstens fallen bei uns mit Jörn Holzrichter, Steven Schönhoff und Daniel Adam drei wichtige Rückraumalternativen aus. Zweitens hat Werdohl den Zuschauer-Vorteil auf seiner Seite. Die Stimmung in der Riesei-Halle ist spitze, das ist die Südkurve der Verbandsliga und in den entscheidenden Phasen der achte Mann auf dem Feld”, schwärmt Klose. „Und drittens kennt Axel Meyrich meine Mannschaft wie kein zweiter.”

Bei aller Wertschätzung für den Gegner, abschenken will Klose das Spiel nicht. „Wir müssen über die Einstellung und den Kampf ins Spiel kommen, dann haben wir eine kleine Chance.”

Derby-Info

- Bei der HSV fehlt: keiner.

- Bei der HSV fraglich: keiner.

- Bei der SGSH II fehlen: Jörn Holzrichter (Schnittwunde an der Hand), Steven Schönhoff (Platzwunde am Kinn), Daniel Adam (Aufbautraining nach vierfachem Bänderriss).

- Bei der SGSH II fraglich: keiner.

- Letzte Saison: SGSH II - HSV 34:35; HSV - SGSH II 26:33.

Thomas Dietrich

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