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FSV wie ein Abstiegskandidat

20.02.2012 | 19:12 Uhr
FSV wie ein Abstiegskandidat
Die FSV Werdol hatte im Heimspiel gegen die SpVg. Olpe nicht die Lufthoheit. Foto: Alexander Cremer.

Werdohl. Das Wetter passte am Sonntagnachmittag zum Spiel der FSV Werdohl. Ein eiskalter Wind sowie abwechselnde Schnee- und Hagelschauer ließen die Anhänger des heimischen Fußball-Westfalenligisten frösteln. In der zweiten Halbzeit fuhr ein Streuwagen am Riesei-Stadion vorbei.

Ausgerutscht sind die Schützlinge von Trainer Uli Sauerborn trotzdem. Völlig verdient entführte der Gast aus Olpe beim 1:0 alle drei Punkte aus Werdohl. Während die 100 Anhänger der Spielvereinigung zufrieden nach Hause fahren konnten, blieben auf FSV-Seite viele enttäuschte Gesichter zurück. In dieser Verfassung ist der Aufsteiger nicht Westfalenliga tauglich.

Ömer Sönmez vornenur schwacher Ersatz

Egal, was Trainer Uli Sauerborn gegen die lauf- und zweikampfstarken Gäste aus dem Kreis Olpe auch versucht hatte. Nach vorne lief beim Tabellenletzten kaum etwas geordnet zusammen. Auch Nils Naßhan, in der Hinrunde noch einer der stärksten Werdohler, bekam keine Struktur in das Spiel seiner Mannschaft. Ömer Sönmez war vorne nur ein schwacher Ersatz für Damiano Intravaia, der kurzfristig ausgefallen war, weil er am Sonntag zum zweiten Mal Vater wurde. Auch die Einwechslung von Melih Akdeniz brachte keine Impulse für das Offensivspiel. Und Dominik Krämer, der sich lange warm lief, war für Sauerborn an diesem Tag keine Alternative.

Werdohl konnte sich bei Miki Frtunic bedanken, dass die Partie nur 1:0 für Olpe ausging. Der erfahrene Angreifer vergab gleich zwei Hundertprozentige. Uli Sauerborn wäre am Sonntag froh gewesen, einen Spieler wie Frtunic in seiner Mannschaft zu haben. Der Routinier traf zwar nicht selbst, setzte seine Mitspieler aber immer wieder geschickt ein.

Das Angriffsspiel der Gastgeber hingegen blieb Stückwerk. Gelegentliche Vorstöße von Raphael Gräßer und eine eher zufällig zustande gekommene Großchance von Niko Deller. Das war es in der zweiten Halbzeit auch fast schon. Dass Abwehrchef Dennis Rattelsberger in der Schlussphase nach vorne beordert wurde, war bezeichnend für das ideenlose FSV-Offensivspiel.

Zurück blieben am Sonntag frierende und ratlose Werdohler Anhänger. Natürlich wusste auch Trainer Uli Sauerborn, dass seine Mannschaft in dieser Verfassung Abstiegskandidat Nummer 1 ist.

Martin Droste

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