FSV Werdohl startet Mission Klassenerhalt
12.08.2011 | 16:57 Uhr 2011-08-12T16:57:52+0200
Westfalenliga: SpVg Olpe - FSV Werdohl (Samstag, 18 Uhr, Kreuzbergstadion). „Für Werdohler Verhältnisse war die Vorbereitung fast schon normal“, nimmt Trainer Uli Sauerborn die Probleme der Testphase in den letzten Wochen mit Galgenhumor. Denn personell gibt es vor dem Saisonstart des Aufsteigers in Olpe einige Fragezeichen.
Kein Thema ist für die Partie im Kreuzbergstadion Damiano Intravaia. Der Neuzugang von Türkgücü Lüdenscheid ist noch nicht spielberechtigt. Dem 23-jährigen Angreifer, der schon in der U19 des VfL Bochum und beim Oberligisten Westfalia Herne gespielt hat, fehlt die Freigabe.
Angeschlagen sind zudem die Stammkräfte Marcel Grahovac (Verdacht auf Knochenhautentzündung im Fußgelenk), Dominik Krämer (Rückenprobleme aus dem Hüsten-Testspiel) und Manuel Sander (Schulter). Uli Sauerborn geht nicht davon aus, dass alle Drei zum Auftakt in Olpe dabei sind. „Das Risiko ist zu groß“. Nico Deller hat zuletzt nur in der 2. Mannschaft trainiert.
In die Startelf rücken die beiden „Neuen“ Nils Naßhan (zurück von Westfalia Rhynern) und Ömer Sönmez, der über höherklassige Erfahrungen u.a. bei SF Siegen und SF Oestrich-Iserlohn verfügt und zuletzt ein kurzes Gastspiel beim Bezirksligisten VTS Iserlohn gegeben hat.
Aber auch Gastgeber Olpe hat mit personellen Problemen zu kämpfen. So fehlt in den nächsten Wochen der Ex-Plettenberger Mario Stenmans, der am Sprunggelenk verletzt ist und operiert werden musste. Auch Mittelfeldspieler Lukas Schriever (Studium) fällt studienbedingt länger aus. Dafür stehen Techelli Yilmaz (zurück aus dem Urlaub) und David Ohm (Klausurarbeit beendet) gegen Werdohl zur Verfügung.
Den von Irfan Buz trainierten Kreisstädtern gelang eine doppelt erfolgreiche Generalprobe mit zwei Siegen: 4:2 gegen FSV Gerlingen und 4:0 im Kreispokal gegen den A-Ligisten SV Hillmicke.
Gegen den Bezirksligisten Gerlingen feierte Aufsteiger FSV Werdohl in der Vorbereitung sogar einen 10:0-Kantersieg. Das war im Rahmen des Trainingslagers im Sporthotel Wacker in Brün, das nur wenige Kilometer weg vom Kreuzbergstadion liegt.
Die Spielvereinigung hat sich in der Westfalenliga eta-bliert und geht in die vierte Saison. Das ist alles andere als selbstverständlich für einen Verein, der seit Jahren einen strikten Sparkurs fährt und zwangsläufig auf die Früchte der guten Jugendarbeit setzt. Das aber mit großem Erfolg
Umso größer ist der „Respekt“, den Uli Sauerborn für die Arbeit seines Olper Kollegen Irfan Buz hat. „Irfan hat es auch in der letzten Saison geschafft, unter schwierigen Bedingungen die Klasse zu halten. Wir müssen erst noch über die gesamte Saison zeigen, ob wir eine konkurrenzfähige Mannschaft haben.“
Ansonsten sehen beide Übungsleiter ihre Teams (fast) auf Augenhöhe. Weil der Nachbarverein schon „länger in der Klasse spielt“, sieht Werdohls Sauerborn „Olpe „noch einen kleinen Schritt voraus“. Für Irfan Buz liegen beide Mannschaften „nicht weit auseinander“.
Der ehemalige Plettenberger Coach setzt auch in seinem dritten Westfalenligajahr auf eine Mischung von Nachwuchsspielern und Routiniers wie Abwehrchef Christian Luke und Torjäger „Miki“ Frtunic, der in der letzten Serie seinen dritten oder vierten Frühling erlebt hat. Zum Saisonstart – auch Olpe hatte am 1. Spieltag „spielfrei“ – erwartet Buz ein „ganz enges Spiel“.
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