Fans dürfen im Südwestfalenschlager ein Spektakel erwarten
26.03.2010 | 18:21 Uhr 2010-03-26T18:21:00+0100Handball-Regionalliga: SG Schalksmühle-Halver - VfL Eintracht Hagen (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Löh). „Natürlich ist jedes Derby ein spezielles Spiel, aber von Nervosität kann keine Rede sein”, gibt sich SGSH-Trainer Mathias Grasediek vor dem Südwestfalenschlager betont gelassen.
"Wir freuen uns auf das Spiel und sind regelrecht heiß darauf. Das ist für uns nach einer bisher tollen Saison ein Bonbon als Zugabe. Uns hat doch keiner da erwartet, wo wir jetzt stehen”, muss aber auch der Diplom-Sportlehrer zugeben, dass die eh schon große Brisanz durch die aktuelle Tabellensituation noch einmal verstärkt wird.
Die SGSH liegt nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Spitzenreiter TuS Wermelskirchen auf Platz zwei. Der Erzrivale aus Hagen lauert einen Platz und Punkt dahinter. Von einer Favoritenrolle will Grasediek nichts wissen: „In einem Derby gibt es keinen Favoriten.”
Es gibt keinen Favoriten
Aber genau mit diesem Spielchen hat Eintracht-Trainer Michael Wolf begonnen. Der sieht die Schalksmühler aufgrund der vielen angeschlagenen Spieler in seinen Reihen und wegen des Heimvorteils in der mit 600 Zuschauern ausverkauften Löh-Halle in der Favoritenrolle, auch wenn er einschränkt: „Wir müssen uns sicher nicht verstecken.” Grasediek bleibt gelassen und kontert: „Gegen Dormagen wurden Patrick Lütgenau, Andreas Tesch, Michael Wulf und Levent Cengiz geschont. Gegen uns werden sie alle wieder dabei sein. Außerdem möchte ich an das Hinspiel erinnern. Da hat uns Hagen 40 Minuten lang klar dominiert.”
Für den SGSH-Trainer geht es deshalb in erster Linie darum, „dass wir jetzt zeigen, dass wir es besser können. Ich hoffe, dass beide Mannschaften ihre Leistung bringen und wir den Zuschauern ein gutes Spiel auf einem hohen Niveau zeigen können. Die Leute sollen mit dem Gefühl nach Hause gehen, ein echtes Handballspektakel gesehen zu haben.”
Bremsen muss Grasediek seinen Linksaußen Jan Wilhlem. Der Ex-Hagener, vor der Saison von der Eintracht zur SGSH gekommen, ist am Montag im Training umgeknickt und pausiert seitdem. „Jan will unbedingt spielen. Wir werden sehen müssen, ob es mit einem Tapeverband vielleicht geht”, will der Trainer kein Risiko eingehen. Insgesamt hat Grasediek mit seiner Mannschaft eine „lockere, aber sehr konzentrierte” Vorbereitung durchgezogen. „Es waren nicht immer alle da und es gab auch kleinere Wehwehchen zu behandeln.” Die seien bis zum Anpfiff aber alle wieder verschwunden.
HINTERGRUND
- Auf das Schiedsrichtergespann kommt im Hexenkessel Löh am Samstagabend eine schwierige Aufgabe zu.
- Angesetzt hat der Westdeutsche Handballverband das Gespann Christian Huckenbeck/Tim König (Radevormwald) aus dem WHV-Leistungskader.
- „Hagen spielt eine kompromisslose 6-0-Deckung mit Levent Cengiz als Abräumer. Da wird kräftig gezerrt und geschoben. Wir dagegen spielen die offensivere 3-2-1-Deckung. Ich hoffe, dass die Unparteiischen das Strafmaß auf beiden Seiten gleich ansetzen”, erklärt Mathias Grasediek.
- Wer keine Karte mehr für das Spitzenspiel bekommen hat, kann das Derby auch wieder per Webradio im Internet (www.sgsh.de) verfolgen. Thorsten Barteldrees (Webmaster Hagen) und Christian Bien (SGSH) kommentieren das Spiel live vom Löh.
SGSH-Info
- Bei der SGSH fehlt: Jan Stuhldreher (Auslandsaufenthalt).
- Bei der SGSH fraglich: Jan Wilhelm (im Training umgeknickt).
- Hinspiel: Hagen - SGSH 28:27.
- Saison 2007/2008: SGSH - Hagen 26:28; Hagen - SGSH 31:27.
- Saison 2006/2007: SGSH - Hagen 23:28; Hagen - SGSH 26:27.
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