Etappensieg für Vereine
15.02.2012 | 17:53 Uhr 2012-02-15T17:53:00+0100
Kreisgebiet/Neheim.Man kann es als Etappensieg für die Balver und Neuenrader Fußballvereine verbuchen. Seit Dienstagabend scheint zumindest die Zwangsumsiedlung der heimischen Kicker im Rahmen der Kreisstrukturreform des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen (FLVW) vom Tisch. Das war die wichtigste Erkenntnis für die Vereine des Kreises Arnsberg bei der Info-Veranstaltung mit der Task-Force des Verbandes in Neheim.
Doch scheint diese geplante Reform seit dem 7. Februar bereits wieder Makulatur. Denn von diesem Tage datiert nach WP-Informationen ein Präsidiumsbeschluss, der eine Ausnahmeregelung für den Wechsel in einen anderen Kreis flächendeckend zulässt. Das wäre bei den Balver Vereinen sowie SV Affeln und SSV Küntrop aufgrund der räumlichen Nähe zum neuen Hochsauerlandkreis der Fall.
„Das ist zumindest ein Teilerfolg für uns“, kommentierte Andreas Aßhoff, Geschäftsführer vom TuS Langenholthausen, die überraschende Wende. Besonders vor dem Hintergrund, dass Verbandschef Hermann Korfmacher in der Dezember-Ausgabe des Westfalensport noch davon sprach, dass es Massenausnahmen nicht geben wird. Der Wandel hängt scheinbar damit zusammen, dass der Verband bislang auf breite Ablehnung mit seiner Kreisstrukturreform stieß.
In Neheim schlug den Verbandsvertretern auch nur Skepsis entgegen. „Ich bin nicht gegen Reformen. Aber ich sehe immer noch keinen Sinn darin“, sagte Langenholthausens Geschäftsführer An-dreas Aßhoff nach der Veranstaltung. Der Funktionär aus „LA“ ist der Überzeugung, dass Reformen von der Basis herbeigeführt werden sollten.
„Der Verband muss nicht den Vereinen verordnen. Kreise können doch, wenn sie es für nötig erachten, zusammen gehen“, wehrt sich Aßhoff wie weitere Anwesende gegen das Diktat des Verbandes. Der Langenholthauser machte auch keinen Hehl daraus, dass ihn das Vorgehen des Verbandes ärgert. „Wir haben bis zum heutigen Tag keine Antwort des FLVW auf unsere Resolution bekommen. Zumindest einen Zwischenbescheid hätte es geben müssen.“
Im Dezember hatten die Vereine aus Balve, Affeln und Küntrop, die von der Zwangsumsiedlung in den Märkischen Kreis bedroht sind, eine Resolution verfasst und den Verbleib in der angestammten Umgebung eingefordert.
Mit der versteckten Zusage an die Vereine aus Balve und Neuenrade beruhigte man die Situation schon ein wenig. Der Fußballkreis Arnsberg will jetzt den 17. März abwarten. An diesen Tag kommt die Ständige Vertretung des FLVW in Kaiserau zusammen. Bei diesem Treffen soll unter anderen beschlossen werden, dass die Balver und Neuenrader Vereine nicht zwangsumgesiedelt werden. Danach will der Kreis Arnsberg entscheiden, wie man in Sachen Strukturreform abstimmen will.
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