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Erster Niederlage folgte die richtige Reaktion

22.06.2008 | 20:00 Uhr
Erster Niederlage folgte die richtige Reaktion

Von Lutz Großmann Inline-Skaterhockey, 1. Bundesliga Nord: LTV 61 Highlander - SHC Rockets Essen 5:7 (0:2, 2:2, 3:3). Im zehnten Spiel hat es die Highlander erwischt!

Völlig verdient musste das Krause-Team nach unterm Strich restlos enttäuschender Leistung die erste Saisonniederlage gegen taktisch klug eingestellte Essener hinnehmen, die sich eindrucksvoll für das 4:6 nach 4:0-Führung im Hinspiel revanchierten.

Dem schnellen 0:1 durch Pfaff maßen auch die immerhin rund 250 Zuschauer keine allzu große Bedeutung zu, doch bereits in der Anfangsphase war erkennbar, dass an diesem Tag insbesondere bei den vermeintlichen Leistungsträgern wenig zusammenlaufen würde. Acht Minuten brauchte es bis zum ersten platzierten Torschuss (Linke), elf bis zur ersten bemerkenswerten Chance durch den ins Team zurückgekehrten Bala´sz, die der starke Nationalkeeper Hippler vereitelte. Dennoch blieb beim Gastgeber vieles Stückwerk, weil Essen gleichermaßen früh wie geschickt störte und selbst viel gefährlicher nach vorne spielte. Obwohl Lüdenscheid in Unterzahl war, hätte das 0:2 durch einen Sohlmann-Fernschuss von der Mittellinie nie fallen dürfen (15.). Die Highlander konnten froh sein, nach dem schwächsten ersten Drittel in dieser Saison nicht höher zurückgelegen zu haben.

Als Bala´sz (21./23.) nach Vorlage von Linke bzw. Schymainski jeweils in Überzahl zum 2:2 ausgeglichen hatte, glaubten alle an die Wende, doch ein Weckruf war dieser Doppelschlag nicht. Zwar war kurzfristig mehr Tordrang und auch aggressiveres Zweikampfverhalten erkennbar, doch blieb die Fehlerquote hoch. Elzner, Linke und der über weite Strecken restlos enttäuschende Dmitriev, ebenso wie der glücklose Svejda oftmals „gedoppelt”, wurden beim 2:3 von Scheiff und Torschütze Bensch auf dem Bierdeckel ausgespielt (29.). Beinahe folgerichtig ließen die abgeklärten Rockets das 4:2 durch einen haltbaren Bedrna-Schuss folgen (40.). In dieser letzten Minute des Mitteldrittels waren die Highlander total von der Rolle, hätten um ein Haar sogar noch das 2:5 kassiert.

Mit der Umstellung auf zwei Reihen - Engel und R. Krause blieben auf der Bank - wollte es Krause erzwingen, doch der Schuss ging nach hinten los, zumal sich die Highlander durch aufeinanderfolgende Strafzeiten gegen den wirkungslos gebliebenen Neuzugang Ambrosz und Linke selbst im Weg standen. Auf Scheiffs 2:5 (50.) verkürzte der LTV dank schöner Einzelaktionen von Dmitriev (51.) und Elzner (54., in Überzahl) zwar auf 4:5 (54.), doch das postwendende 6:4 durch Bedrna, als Svejda den Ball vertändelt hatte, machte den Highlandern endgültig den Garaus. Dass Dmitriev mit einem Penalty an Hippler scheiterte - ein Essener hatte den Ball kurz vor der Torlinie mit der Hand abgewehrt - (60.), passte ins glücklose Bild, das die Highlander am Samstag abgaben. Eben ein Tag, an dem nichts zusammenlief.

STATISTIK

LTV 61 Highlander: Doual (Foto), Opfermann (n.e.) - Svejda, Linke, Balasz, Elzner, Schymainski, Pickhardt, Winzen, Dmitriev, Stein (n.e.), A. Bruch, R. Krause, Engel.

SHC Rockets Essen: Hippler - Sohlmann, Bedrna, Kalka, Pfaff, Janssen, Scheiff, Bensch, Wegener, Stöckhardt, Vogel, Hüsken, Sarimski, Wronski, Lill.

Tore: 0:1 (4.) Pfaff, 0:2 (15.) Sohlmann (4-3), 1:2 (21.) Bala´sz (Linke, 4-3), 2:2 (23.) Bala´sz (Schymainski, 4-3), 2:3 (29.) Scheiff (Bensch, 3-3), 2:4 (40.) Bedrna, 2:5 (50.) Scheiff (4-3), 3:5 (51.) Dmitriev, 4:5 (54.) Elzner (3-2), 4:6 (55.) Bedrna (Sohlmann), 4:7 (57.) Bedrna, 5:7 (57.) Dmitriev.

Schiedsrichter: Thomas Hake/Konrad Koss (Düsseldorf Rams).

Besonderes Vorkommnis: Dmitriev scheitert mit Penalty an Hippler (60.).

Nach Schymainskis Tor ging die Post ab

Inline-Skaterhockey, 1. Bundesliga Nord: Bissendorfer Panther - LTV 61 Highlander 7:7 (2:0, 3:5, 2:2). (lgr) Im Spitzenspiel beim Tabellenzweiten zeigten die Highlander am Sonntag die perfekte Reaktion auf die Leistung vom Samstag.

Gegen die zu Hause bislang makellosen Wedemarker lag Lüdenscheid allerdings zunächst mit 0:5 zurück, schoss dann jedoch sechs Treffer in Folge, führte mit 6:5 bzw. 7:6 und holte am Ende ein hochverdientes Unentschieden, durch das die Spitze verteidigt und der direkte Vergleich mit Bissendorf gewonnen wurde. Dass die Highlander erneut einen Fehlstart hinlegten, lag diesmal nicht an der lethargischen Spielweise. „Die Mannschaft hat munter mitgespielt und gefightet, aber sich individuelle Fehler erlaubt”, berichtete Trainer Norbert Krause, der nach Schymainskis 1:5 ein Team erlebte, das sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zog und Bissendorf in dieser Phase förmlich an die Wand spielte. Svejda, gegen Essen noch ein Schatten, Bala´sz, Dmitriev und Elzner glichen bis zur zweiten Pause zum 5:5 aus. Svejda gelang direkt nach Wiederbeginn zum 6:5 sogar die erste Führung, die Hahnemann ausglich. Dass Lüdenscheid nicht wegzog, lag auch an der Tatsache, dass Kapitän Falk Elzner in der 46. Minute die gelbe Karte und zehn Minuten fehlte. Auf Linkes 7:6 folgte das 7:7 durch Surkemper, als - ebenfalls äußerst fragwürdig - Engel eine Zwei-Minuten-Strafe abbrummte. Mit strikter Defenvistaktik hielten die Gäste jedoch den wichtigen und verdienten Punkt fest.

LTV 61 Highlander: Doual, Opfermann (n.e.) - Svejda, Linke, Balasz, Elzner, Schymainski, Pickhardt, Winzen, Dmitriev, A. Bruch, R. Krause, Engel.

Tore: 1:0 (1.) Dierking (Hahnemann), 2:0 (11.) Hahnemann (Dierking), 3:0 (22.) Nickel (Tözen), 4:0 (24.) Köppl (Dierking), 5:0 (26.) Sellmann (Nebel), 5:1 (28.) Schymainski (Linke), 5:2 (32.) Svejda (3-4), 5:3 (36.) Bala´sz (Elzner), 5:4 (37.) Dmitriev (Schymainski), 5:5 (40.) Elzner (Linke), 5:6 (41.) Svejda (Bala´sz), 6:6 (47.) Hahemann (Dierking, 4-3), 6:7 (48.) Linke, 7:7 (55.) Surkemper (Lüker, 4-3).

Lutz-Peter Großmann

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