Englische Woche
19.02.2010 | 17:51 Uhr 2010-02-19T17:51:00+0100
HSG Lüdenscheid - HC Dortmund-Süd (Samstag, 17.30 Uhr, Sport-Schriever-Arena). Drei Wochen ist es her, dass die HSG ihr letztes Pflichtspiel bestritt (38:36 gegen HC Westfalia Herne).
Danach ging nichts mehr, und deshalb stehen die Lüdenscheider – im Handball durchaus ungewöhnlich – vor einer „englischen Woche”: Heute kommt der HC Dortmund-Süd ins BGL, am Dienstag wird das Derby bei der SG Schalksmühle-Halver nachgeholt, und am 28. Februar folgt das Auswärtsspiel beim OSC Dortmund-Hörde.
Richtung Tabellenspitze ist für die HSG nichts mehr möglich, und so geht es für Trainer Friedhelm Ziel darum, den aktuell fünften Platz mit einem Sieg gegen die Süder abzusichern bzw. sich seiner Vorgabe zu nähern, „am Saisonende unter 20 Minuspunkten zu bleiben.”
So einfach wie beim 32:19 im Hinspiel, dem bislang höchsten Saisonsieg, dürfte es für die Bergstädter jedoch nicht werden. Als nach drei Niederlagen in Folge inzwischen Drittletzter benötigen die Dortmunder jeden Punkt, und um den Klassenerhalt zu schaffen, wartete der HC mit einer Überraschung auf: Der oberliga-erfahrene Matthias Konkel (29) kehrt nach zweieinhalb Jahren vom Ligarivalen TuS Bommern nach Dortmund zurück und wird gegen Lüdenscheid sein Comeback feiern – voraussichtlich auf seiner Lieblingsposition im zentralen Rückraum.
Schürfeld wieder dabei
Ziel erwartet jedenfalls einen bis in die Haarspitzen motivierten Gegner und befürchtet auf der anderen Seite, „dass wir noch nicht wieder im Rhythmus sind”, denn: „Ich hasse längere Spielpausen.” Die Mannschaft musste nicht nur auf den Wettkampf, sondern Anfang Februar auch auf Training verzichten, weil die Hallen geschlossen waren. Erst in dieser Woche kehrten Ziel und Co. zur Trainingsnormalität zurück, gleichwohl bleibe abzuwarten, „ob wir die Spannung wieder rechtzeitig aufgebaut bekommen.”
Immerhin: Personell sieht es gut aus. Axel Schürfeld ist wieder gesund und dürfte der Abwehr die gegen Herne vermisste Stabilität zurückgeben.
OSC Dortmund - SG Schalksmühle-Halver II (Samstag, 19.30 Uhr, Sporthalle Hacheney). Eigentlich hatte sich Jörg Klose auf das „Wiedersehen” mit Carsten Lueg und Oliver Bratzke in Dortmund gefreut. Immerhin haben die beiden „alten Freunde” (Klose) lange Jahre in der ersten Mannschaft der SGSH gespielt. Doch beim Gastspiel der Verbandsliga-Reserve muss das Duo passen.
So hat OSC-Trainer Lueg dem deutschen Winter den Rücken gekehrt und ist als Mannschaftsarzt mit den U20-Frauen des Deutschen Fußballbundes (DFB) auf Spanienreise. Gegen seinen ehemaligen Verein wird Carsten Lueg von seinem Trainer-Partner Roland Wilms vertreten.
Beim Duell der Tabellennachbarn erwartet Wilms einen Kampf von der ersten bis zur letzten Sekunde. Zumindest der junge Dortmunder Coach weiß, was gegen den wiedererstarkten Kontrahenten auf dem Spiel steht. „Wenn es jetzt noch einen Spieler gibt, der nicht verstanden hat, dass es gegen den Abstieg geht ...”, nimmt Roland Wilms sein Team „im Monat der Wahrheit” in die Pflicht.
Neben Cheftrainer Lueg fehlt auch Oliver Bratzke, den Knieprobleme plagen. Fraglich ist bei den Gastgebern noch der Einsatz von Kai Beckston und Florian Edeling.
Im Hinspiel Anfang Oktober setzte es für den OSC eine deutliche 26:35-Niederlage. Diese Schlappe der Dortmunder und die zuletzt geholten 5:1-Punkte gegen Gevelsberg, Werdohl und Recklinghausen sind für Gästetrainer Jörg Klose aber kein Grund, den Kontrahenten zu unterschätzen.
5:1-Punkte aus den letzten drei Spielen
Ganz im Gegenteil: Klose warnt vor der „Qualität” im Dortmunder Kader. „Das macht die Aufgabe nicht leichter”, sieht der SGSH-Coach überhaupt keinen Anlass für übertriebenen Optimismus.
Ziel von Jörg Klose ist es, „an die guten Leistungen der letzten drei Spiele anzuknüpfen” und mindestens mit einem Punkt in den Märkischen Kreis zurückzukehren. „Die Tagesform wird entscheiden”, erwartet Klose ein enges Spiel.
Personell gibt es gegenüber den letzten Begegnungen keine gravierenden Veränderungen. Neu im Kader ist der A-Jugendliche Patrick Bettig.
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