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Handball-Oberliga

Eine leblose Vorstellung der SGSH - 27:33

05.02.2012 | 21:19 Uhr
Eine leblose Vorstellung der SGSH - 27:33
Andreas Buchholz setzte sich in dieser Szene gegen Manuel Honerkamp durch. Foto: Alexander Cremer

Handball-Oberliga: SG Schalksmühle-Halver - HSE Hamm 27:33 (14:16).   Das war’s – der Meisterschaftszug 2012 fährt endgültig ohne die Mannschaft von SGSH-Trainer Mathias Grasediek ab.

Der war nach der ersten Heimpleite seiner Mannschaft in dieser Saison sichtlich geschockt – wie übrigens auch die Zuschauer, die ihre Mannschaft nach der Schlusssirene mit einem Pfeifkonzert verabschiedeten. „Eine derart leblose Mannschaft habe ich selten gesehen“, versuchte Grasediek seine Enttäuschung danach dem Spiel mit Worten zum Ausdruck zu bringen.

Dabei hatten sich die Gastgeber so viel vorgenommen, wollten ihre letzte kleine Chance, noch möglichst lange ganz oben mitzuspielen, unbedingt wahren. Doch die Körpersprache zeichnete ein anderes Bild, war der Glaube an diesen kleinen Funken Hoffnung nicht bei allen Spielern zu entdecken. Das Funkeln in den Augen, die unbedingte Kampfbereitschaft, alles zu geben, fehlten.

Siebenminütige Torflaute in Anfangsphase

Anfangs ließ es sich trotzdem noch gut an, führte die SGSH beim 1:0 (2., Valdis Gutmanis), 2:1 (7., Daniel Krüger), 3:2 (7., Gutmanis) und 4:3 (8. Daniel Buff). Für die Grasediek-Sieben sollte es bei diesen Führungen aber bleiben. Eine siebenminütige Torflaute der Gastgeber nutzte Hamm, um auf 4:7 (13., Manuel Honerkamp) zu enteilen. Bis zum 10:13 (24., Trattner) lief die SGSH dem Drei-Tore-Rückstand hinterher.

Per Doppelschlag verkürzten Buff und Krüger auf 12:13 (26.), zum ersten Mal kam so etwas wie Stimmung auf in der mit rund 350 Zuschauern gefüllten Halle Mühlenstraße in Halver. Ein Remis zur Pause war möglich, doch Thomas Hitzemann, der ohne Tor blieb, scheiterte an der Latte (28.).

Fans der SGSH enttäuscht

Mit frischen Elan kam die Grasediek-Sieben aus der Kabine und glich durch Dennis Hermann und Krüger zum 16:16 (33.). Wieder war die Halle da, doch das Strohfeuer glimmte nur bis zum 17:17 durch Christian Feldmann (36.) und 18:19 durch Rückkehrer Freddy Burmeister (40.). Leichtsinnige Ballverluste und eine zusehends löchrige Abwehr, die einen guten Dennis Zielony im Stich ließ, machten das Erarbeitete wieder zunichte. Hamm stieß immer wieder in die Lücken und zog auf 18:22 (44., Stefek) und 19:23 (46., Honerkamp) weg.

Kontakt zur Tabellenspitze verloren

Eine Vorentscheidung war aber noch nicht gefallen. Wieder kämpfte sich die SGSH zurück ins Spiel. Feldmann, Buchholz und Gutmanis (2) sorgten für den 23:24-Anschluss (48.). Doch der echte Glaube daran, das Spiel noch drehen zu können, war immer noch nicht zu erkennen bei den SGSH-Spielern.

Innerhalb der folgenden acht Minuten verspielte die Grasediek-Sieben das Spiel und viel Kredit bei den eigenen Fans – 24:31 leuchtete in der 56. Minute auf der Anzeigetafel. Die Entscheidung war gefallen, der Zug nach ganz oben ohne die SGSH abgefahren. Der Kontakt zur Tabellenspitze geht immer mehr verloren.

SGSH: Zielony (1. - 49.), Bungart (50. - 60.) - Burmeister (1), Krüger (5), Turck, Feldmann (7/2), Stuhldreher (2), Hermann (4), Buff (3), Hitzemann, Buchholz (2), Gutmanis (3).

HSE: Weber (1. - 30.), Lichtenegger (31. - 60.) - Wiesmann (8), Schulz, Trattner (6), Krings (3), St. Honerkamp (2), Lommel (4), Hartmann, Stefek (5/3), Sterz, M. Honerkamp (5).

Thomas Dietrich

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