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Die Tür zum Finale aufgestoßen

02.11.2008 | 12:16 Uhr
Die Tür zum Finale aufgestoßen

Inline-Skaterhockey, Playoff-Halbfinale: LTV 61 Highlander - Bissendorfer Panther 7:3 (2:1, 3:1, 2:1). Als Jiri Svejda in der letzten Minute den Ball ins verwaiste Bissendorfer Tor schoss und mit dem 7:3 alles klar machte, stand der Jubelparty mit den fast 500 Fans nichts mehr im Weg.

Mit stehenden Ovationen feierten die begeisterten Zuschauer ihr Team, das mit dem verdienten Sieg die Tür zum Finale aufgestoßen hat und jetzt nur durchschritten muss.

Beide Seiten starteten nervös und wussten erste Überzahlsituationen nicht zu nutzen. Als die LTV-er zum zweiten Mal einen Mann mehr auf der Fläche hatten, schlug Falk Elzner zu: Der Kapitän knallte die Kugel von der Mittellinie mit beängstigender Geschwindigkeit zum 1:0 in die Maschen (11.). Bissendorf, optisch mindestens gleichwertig, scheiterte anschließend zweimal durch Nickel an Highlander-Torwart Sven Doual (12.) und nutzte auch die Überzahl, als Robin Krause auf der Strafbank saß, nicht. Die Highlander hatten sich gerade vervollständigt, da gelang Svejda aus spitzem Winkel das 2:0 (17.). Umstritten war der Panther-Anschlusstreffer Sekunden vor der ersten Pause: Beim 1:2 nahm Torschütze Köppl den Stock gegen Doual sehr hoch, doch die Schiedsrichter ließen dieses vermeintlich gefährliche Spiel durchgehen.

Der Gast kam neu motiviert und bissig aus der Kabine - und legte nach: Erneut Köppl glich in Überzahl zum 2:2 aus (26.). Eine erste kritische Phase für die Highlander, die jedoch wie schon in den Viertelfinals gegen Uedesheim ruhig blieben und prompt zurückschlugen: Kaum 60 Sekunden später gelang Carsten Lang auf Vorlage von Tim Linke, der von Surkempers Fehler profitiert hatte, das 3:2 (27.). Im ICE-Tempo und mit harten Bandagen ging es jetzt hin und her, und Lüdenscheid bewies nicht nur bei erneuter Unterzahl - Matti Stein bekam zwei plus zehn Minuten, weil er Schläger und Helm wütend zu Boden geschleudert hatte - weiter höchste Effektivität: Nach herrlichem Kurzpassspiel und Svejda-Vorlage gelang Elzner das 4:2 (35.). Der überragende Kapitän erhöhte auch auf 5:2 (39.), als er zum zweiten Mal von der Mittellinie einen richtigen Strahl losließ.

Schluck aus der Pulle: David Bala´sz.

Mit dem Unterzahltor des unwiderstehlichen Svejda zum 6:2 (50.) war die Partie entschieden. Nebels 3:6 (52.) konnte die Highlander nicht mehr erschüttern, auch wenn Bissendorf jetzt aus allen Lagen schoss, den fehlerlosen Dual aber nicht mehr zu einer Parade zwingen konnte. Selbst bei fünf gegen drei - Tim Linke saß eine Fünf-Minuten-Strafe ab, der nicht immer sichere Panther-Keeper Fiege wurde für einen fünften Feldspieler geopfert - kam der Gast zu keiner Chance mehr, musste sogar als letzten Nadelstich Svejdas Geniestreich zum 7:3 einstecken. Was folgte, war kollektiver Highlander-Jubel, doch geschafft ist noch nichts: Am Sonntag steigt das Rückspiel in Bissendorf...

LTV 61 Highlander: Doual, Opfermann (n.e.) - Elzner, Lang, Engel, Winzen, T. Bruch, Stein, A. Bruch, Svejda, Bala´sz, Krause, Linke, Dove.

Bissendorfer Panther: Fiege, Dziub - Lücker, Hahnemann, Tözen, Nebel, Köppl, Sellmer, Dierking, König, Sellann, Kornath, Pries, Nickel, Janotta, Surkemper.

Tore: 1:0 (11.) Elzner (4-3), 2:0 (17.) Svejda, 2:1 (20.) Köppl, 2:2 (26.) Köppl (Dierking, 4-3), 3:2 (27.) Lang (Linke), 4:2 (35.) Elzner (Svejda), 5:2 (39.) Elzner, 6:2 (50.) Svejda (3-4), 6:3 (52.) Nebel, 7:3 (60.) Svejda (3-5).

Strafminuten: Highlander 16 plus zehn (Stein) plus fünf (Linke), Bissendorf 16.

Schiedsrichter: Drücker (Kaarst)/Schlüter (Velbert).

Zuschauer: 500.

Die Tür zum Finale aufgestoßen

Lutz-Peter Großmann

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