Die jungen Wilden sind gefordert
10.08.2010 | 17:37 Uhr 2010-08-10T17:37:00+0200
Werdohl.In der letzten Saison versuchte es die FSV Werdohl mit einem halben Dutzend Neuzugängen. Das Experiment beim Vize-Meister ging schief. „Die Integration hat nicht geklappt“, macht sich Uli Sauerborn nichts vor. In diesem Jahr geht Trainer Sauerborn einen anderen Weg. Bis auf Dominik Bärwald (TuS Plettenberg, A-Junioren) kommen die Neuen nur aus Werdohl bzw. dem eigenen Verein.
Zu den jungen Wilden gehören Raphael Gräßer, Matthias und Jannick Schröder sowie Melih und Semih Akdeniz oder Manuel Sander. Sie alle stammen aus der Werdohler A-Jugend oder der in die Bezirksliga aufgestiegenen 2. Mannschaft.
Zerschlagen hat sich zum Leidwesen von Uli Sauerborn der Wechsel von Falk Fischer. Der Werdohler Junge hat sich überreden lassen, noch ein Jahr in der A-Jugend des TuS Plettenberg zu spielen. Dabei war die Rückkehr zum Riesei eigentlich schon perfekt.
„Das tut weh“, bedauert FSV-Trainer Sauerborn, dass es sich Fischer anders überlegt hat. Denn der Landesligakader ist nicht groß. So konnte es in den letzten Wochen passieren, dass Uli Sauerborn beim Training aus verschiedenen Gründen nur sieben bis acht Feldspieler begrüßt hat. „Ich habe schon viele Vorbereitungen mitgemacht, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt“, blickte der erfahrene Coach nach dem 2:2 im letzten Testpiel gegen den SC Neheim auf eine alles andere als optimale Vorbereitung auf die neue Serie zurück.
Mit Semih Yigit hat ein Leistungsträger den Riesei verlassen. „Semih war zu gut für uns.“ Und deshalb hat Uli Sauerborn den Wechsel zum Westfalenligisten selbst eingefädelt. Ein Schritt, denn Werdohls Trainer immer wieder tuen würde. Denn Sauerborn ist die Weiterentwicklung seiner Spieler wichtig.
Verlassen hat die FSV auch Benjamin Moch. Der Routinier war als Co-Trainer im Gespräch, entschied sich dann aber für den A-Kreisligisten SSV Küntrop, der jetzt vom Werdohler „Mimi“ Dinter betreut wird.
Beim Saisonauftakt in Kierspe – der Revanche für das verlorene Kreispokalfinale – werden Cedric Nolan und Markus Klein fehlen. Der langjährige Kapitän Klein, inzwischen in diesem Amt von Dennis Rattelsberger abgelöst, steht die beiden ersten Begegnungen nicht zur Verfügung. Noch zu früh kommt der Landesligastart auch für den in Dortmund studierenden Nolan.
Nichts geändert hat sich an der Spielphilophie von Uli Sauerborn. Werdohls Trainer und Sportlicher Leiter in einer Person setzt auf vielseitige Spieler, die auf mehreren Positionen flexibel einsetzbar sind; ob in der Viererkette defensiv und offensiv oder auf der zen-tralen Sechser-Position.
Abstimmen wird sich Uli Sauerborn eng mit Stephan Bartolein. Der Trainer der in die Bezirksliga aufgestiegenen 2. Mannschaft kann Verstärkung von oben gebrauchen.
Saisonziel: Im oberen Drittel mitspielen, wenn alles normal verläuft.
WR-Prognose: Platz unter den ersten Sechs (Vorjahr 4.).
09:16
das wird diese saison nur gegen den abstieg gehen, leider !